Schlagwort: ETTI

  • 23-11-11 Das Stadtbad Charlottenburg wird 125

    23-11-11 Das Stadtbad Charlottenburg wird 125

    Das Fresh Bistro hat eröffnet. Durch das Fenster sah ich einen Dönerspieß.

    Das Handy auf dem Weg von Spezial-Post-Filiale zur Packstation ist weiterhin verschollen. Es gelang mir innerhalb der Öffnungszeiten zur Spezialfiliale vorzudringen. Diese hat es auf jeden Fall nicht mehr, sagt sie. Die Packstation redet nicht mit mir. DHL sagt: „Wir melden uns, sobald es in der Packstation ist.“

    Novemberwochenende – Baumarktwochenende. Alle Parkplätze sind voll, die Einkaufswagenausgabe ist leer. Wohl dem, der mit dem Fahrrad kommt und nur ein paar Schrauben benötigt.

    Dem Getöse und den Stimmen auf dem Dachboden nach zu urteilen, fand eine Baustellenbesichtigung statt. Später traf ich auf dem Hof eine unbekannte Frau in Businessdress, die per Telefon „den Projektleiter“ suchen ließ.

    Ich kaufte Karten für das Synchronschwimm-Weihnachtsmärchen.

    Filmplakat-Verleser im Halbschlaf: Werner – Reise ins Licht. Und jetzt möchte ich den dazugehörigen Werner-Film sehen.

    Ich möchte anprangern, dass der Pumuckl-Film nirgendwo in der Abendvorstellung läuft. Ich möchte anprangern, dass der Pumuckl-Film im Zoo Palast nicht mal nachmittags läuft.

    Madame lud Felle hoch.

    Falls jemand kostenlos eine gebrauchte Zobeldecke abzugeben hat, für die in den letzten 100 Jahren kein Zobel mehr gestorben ist: Ich wäre ein Abnehmer.

    Jetzt die Herrenumkleide

    Das Stadtbad Charlottenburg, das älteste Bad in Berlin, wurde 125 Jahre alt. Die Badbesatzung veranstaltete eine kleine Feier den ganzen Tag über mit Kuchen und Kaffee, einer kleinen Ausstellung, Aufstellern mit historischen Kostümen, einem Stand vom Charlottenburger Damenschwimmverein Nixe und einigen Führungen durch das Bad. Uns gelang es – ganz regulär und ohne Hintertür – einen der Führungsplätze durch das Bad zu ergattern.

    Und es war traurig und großartig zugleich. Traurig, weil man all die Gebäudeteile sah, die Aufgrund von Havarien in den letzten Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb sind und für die sich seit ewig kein Geld findet, um sie wieder in Betrieb zu nehmen: Sauna, Reinigungsabteilung (mit Wannenbädern und Duschen), die kleine Kneipe neben der Sauna.. Nur kurz anfangen will ich von der aufgrund Deckensturzes komplett unbenutzbaren „Neuen Schwimmhalle Charlottenburg“ nebenan, deren Innenleben nun auch in der alten Schwimmhalle gelagert werden muss. So ist die ehemalige Waschküche der alten Halle zwangsweise die Personal-Herrenumkleide, weil diese eigentlich in die neue Halle gehört hatte..

    Großartig, weil die Führung großartig war. Zwei Baderfahrene – seit 18 beziehungsweise 43 Jahren im Bad im Einsatz – die natürlich viele persönliche Geschichten hatten, vieles noch in Aktion erlebt haben und mit erkennbarer Liebe durch Publikumsbereiche, Ex-Publikumsbereiche und Technikbereiche führten: zu Recht stolz auf ihr Bad aber wohl wissend, was für ungenutztes Potenzial noch in ihm steckt. Wir hatten Glück, mit uns liefen in der Führung fast nur jahrzehntealte Stammgäste, die selber eine enge Verbundenheit mit dem Bad hatten. Sie erinnerten sich noch wie es an den Nackbadetagen direkt von der Sauna ins Becken ging.. Einfach ein toller Ort, auch ganz ohne jede Jubiläumsfeier.

    Der Kleene Stern ungleich der Kleine Stern

    Dieses Fernuni-Semester ist etwas seltsam. Nachdem nun auch die Modellierungs-Einsendeaufgabe hinter mir liegt, stehe ich das erste Mal seit Sommer 2022 nicht im Schatten nahender Einsendeaufgaben oder Klausuren. Andererseits versuche ich ja das vier-Modul-40-ECTS-Semester und das sagt mir permanent: Noch so viel zu tun.

    Also gleich weiter an die technische und theoretische Informatik. Der Kurs beginnt mit einem Vorwort, das ich sinnverschärfend zusammenfassen möchte mit:

    Falls Sie Wirtschaftsinformatik studieren und sich beim Lehrstoff hier fragen: WARUM??? haben wir zwei Antworten: (1) Das Leben ist lang und man weiß nicht was kommt. (2) Die Akkreditierungsorganisationen sagen, das muss gelehrt werden.

    Und so schwanke ich zwischen: Das ist schon sehr speziell alles. Und: Total spannend. Ich bin auf jeden Fall froh die Algorithmische Mathematik hinter mir zu haben, so dass ich zumindest verstehe, was die Theoretische Informatik von mir will. Funky. Auf jeden Fall eine Herausforderung, aber ich denke noch: Eine machbare.

    Oft aber muss ich an den Kommentar eines Mitbloggers zu einem anderen Teil desselben Moduls denken:

    Trotzdem schadet es nicht, wenn man davon zumindest mal gehört hat. Vielleicht brauchen NASA oder ESA ja mal einen fähigen Wirtschaftsinformatiker, der ihnen die Satellitenumlaufbahnen mit dem CASIO FX-991DE berechnet.

    Gänse in Rückenlage

    Uta Bräuer war vor drei Jahren mit der Kamera im Stadtbad Charlottenburg und filmte.

    Via Tröt: In Schweden dürfen Gewerkschaften in Solidaritätsstreiks treten. Tesla bekommt dort keine Post mehr.

    Lila schreibt über ihr Israel und gedenkt toter israelischer Soldaten.

    Heute lernte ich: Es gibt Küchengeräte- Eischleudern – die Eier in der Schale rühren/schütteln, auf dass sich Eiweiß und Eigelb vermischen. Es entsteht das so genannte „Goldene Ei“, ein hartgekochtes Ei in Farbe eines Rühreis. Die Wikipedia-Auskunft lesen lohnt.

    Japanische Kinder, die 7-5-3-Jahre alt sind, müssen zum Tempel. Claudia berichtet: Hurra, unser Kind lebt noch: Das Kinderfest Shichi-Go-San (7-5-3).

    Frau Zimtkringel kocht Mama Erikas Oierles-Supp für kranke und gesunde Tage.

    Whiffling beschreibt ein Flugphänomen bei Vögeln, für das wir uns noch einen schicken deutschen Namen ausdenken müssen. Beim Whiffling drehen Vögel im Flug ihren Körper blitzschnell zur Seite, und zwar bis zu 180°. Statt ganz normal waagerecht parallel zur Erdoberfläche zu sein, fliegen sie kurzzeitig senkrecht oder sogar auf dem Rücken. Ja, wirklich.

  • 23-10-26 Sternenpilot aus San Francisco

    23-10-26 Sternenpilot aus San Francisco

    Die „kernigsten Modetrends“ sind angekommen. Es handelt sich vor allem um eine IT-Fachhose. Übelmeinende Menschen würden despektierlich von Rumschlumpf-Jogginghose reden.

    Madame trug derweil Holzfällerhemd.

    Die Fernuni veröffentlichte die Sommersemster-Klausurergebnisse von ETTI (Einführung in die technischen und theoretischen Grundlagen der Informatik). Selbst bei den Wirtschaftsinformatikern, die traditionell bei derartigen Klausuren immer am schlechtesten abschneiden, lag die Bestehensquote bei 80%. Das sollte also auch für mich machbar sein.

    Ich versuchte 30 Urlaubstage für 2024 so auf 8 Klausuren zu verbasteln (samt Vorbereitung und Erholung), dass mir überhaupt noch Urlaub-Urlaub-Tage übrig bleiben.

    LinkedIn kann zu etwas Nutze sein. Ich staune.

    An der Prenzlauer Allee folgten wir einem älteren Herren in kurzer Hose, der auf einer Sackkarre einen größeren Aktivlautsprecher transportierte, darauf festgebunden eine Spielzeugpistole. Vor dem Planetarium spielte er „Welcome to the Hotel California.“ Eine Viertelstunde später trafen wir ihn, inzwischen mit Kumpel, im Ye Beni wieder. Wir aßen Mantı, er Falaffel. Es freut mich, dass Berlin dafür immer noch Platz hat, trotz aller Immobilienhallodris.

    DirectX

    Wir waren auf dem Weg ins Zeiss-Großplanetarium.

    Ryan Wyatt von der California Academy of Sciences / Direktor des dortigen Morrison-Planetariums sprach über „A Universe of Data.“ – wie stellt man astronomische Datensätze möglichst gut visuell dar.

    Wyatt ist anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Planetarien in Deutschland. Er durfte und musste über seine Arbeit an Datenvisualisierung auf dem ganz großen 23-Meter-Bildschirm erzählen.

    Der Vortrag war gut und interessant. Er zeigte Beispiele von der Milchstraße, dem Asteroidengürtel und der Sternentstehung. Richtig gut wurde es außerhalb des Vortrags.

    Wyatt bezeichent sich selbst als guten „Pilot“ einer Planetariumsshow. Aber er kennt das Berliner Planetarium und dessen Bedienung nicht. Seines in San Francisco funktioniert etwas anders. Und gerade dort wo er stockte und die Sache nicht lief wie gedacht, hatten wir als Zuschauer einen tollen Blick „hinter die Kulissen.“ Das schnelle Rückspulen des Asteroidengürtels werden wir beide nicht vergessen – Angesichts des Themas passend.

    Auch schön: Wyatts Planetarium in San Francisco hat nur eine 3D-Projektionstechnik aber keinen klassischen Sternenprojektor mehr. Er wirkte angemessen begeistert einen State-of-the-Art-Projektor bedienen zu können.

    Ich liebe Planetariumspublikum. Die Diskussion danach war konsequent On Topic, es gab keine Nebenreferate und das Niveau der Veranstaltung stieg noch einmal deutlich. Unter anderem lernte ich, dass selbst terabytegroße Datensätze gerne als CSV-Dateien getauscht werden.

    Eine Menschentraube ließ sich an der Steuerkapsel und den Rechnern nach dem Vortrag die genaue Bedienung der Rechner erklären. Auch interessant aber mir zu traubig in dem Moment.

    Die Planetariumsmacher gehen davon aus, dass sie eigentlich eine Game Engine mit DirectX betreiben.

    Sternenprojektor im Carl-Zeiss-Planetarium

    Per Linkem ad Astra

    Wyatt ist auch Inhaber einer großartigen Web-1.0-Website von der aus seine großartigen Ex-Blogs verlinkt sind. Fast bedauere ich, dass er anscheinend irgendwann erfolgreich und halbwegs seriös wurde.

    Veranstaltungen zum Centennial of the Planetarium. Unter anderem läuft im Deutschen Museum (dem Geburtsort des Planetariums) eine Sonderausstellung.

    Mehr zum Jubiläum und der Geschichte in der Zeit: Zu den Sternen – 100 Jahre Planetarien

    Fuchka

    Frau Novemberregen reist nach Genua ist ist angetan (aus genau den richtigen Gründen), bloggt darüber aber so erratisch, dass ich kaum verlinken kann.

    Die Freuden der Onlinewerbung spülten mir den Fernuni-Planer in die Timeline: 95 Euro für ein aufgebohrtes Notizbuch mit etwas Schnickschnack. Faszinös. Der ist immerhin zielgruppengerecht: Es gibt die Geschmacksrichtungen „International University“ und „Alle anderen halt.“

    (Um es gesagt zu sagen. Meine Links sind weitergehende Informationen und niemals bezahlte Werbung. In dem speziellen Falle rate ich vehement vom Kauf ab. Aber ich gehe davon aus, dass ihr erwachsen seid und einen Onlineshop betrachten könnt ohne auf ‚Kaufen‘ zu clicken.)

    Bei den seltsamen Zuwanderungsdebatten denke ich ja oft an Wesselburen. In das 3000-Einwohner-Städtchen sind in den letzten Jahren 500 bis 1500 (die Zahlen schwanken, hohe Dunkelziffer) Landarbeiter*innen aus Rumänien gezogen. Gerechnet auf Deutschland wären das 13 bis 40 Millionen Menschen. Es zeigt sich: soviel Zuwanderung ist möglich ohne dass Anarchie auf den Straßen ausbricht. Überhaupt läuft alles recht gesittet ab. Aber als als regelmäßiger Besucher der Stadt sage ich ja auch: Es ist schon alles sehr anders geworden auf den Straßen. Strg F, ein Jugendformat des NDRs, hat das Thema nun auch bemerkt und eine Reportage darüber gedreht: Rumänen auf dem Acker. Wie Kohl ein Dorf verändert.

    Madame kochte letzte Woche das Ginger Chicken aus Kitchen Impossible. So langsam nähert sich die nächste Saison. Und vielleicht erinnert sich noch jemand an Tim Mälzer, der in einem Streetfood-Van in New York Fuchka aus Bangladesh kochen musste? Nach Mälzer entdeckte nun auch die New York Times für ihren Great Read das Tong und die Straßenecke mit acht verschiedenen Fuchka-Anbietern: One Block. 8 Food Carts. One Choice: Fuchka.

  • 23-10-17 Ah, dolente partita!

    23-10-17 Ah, dolente partita!

    Der moderne Mensch von heute trägt nicht nur Badezimmerteppich als Jacke sondern auch Rollrasen. Ausweislich des Logos auf dem Rollrasen ist der gar nicht so preiswert. Ich bin begeistert.

    Im Treppenhaus riecht es nach frischem Holz. Um die Treppe zwischen oberstem Stockwerk und Dachboden entstand ein Holzverschlag. Wir hoffen jetzt mal, um die Hausbewohner vor Dreck und Lärm zu schützen.

    „Reisebüro und Medien“ in der Straße hier ist nach wenigen Wochen schon wieder ausgezogen. Kommt jetzt wieder ein Wettbüro?

    Bekanntengespräch über Wohnungssuche in Berlin. Selbst Menschen, denen ich ein Einkommen in der oberen Mittelschicht zubilligen würde, finden nach Monaten intensiver Suche nichts für sich und Kinder. Nicht mal ansatzweise. Wohnungsbesichtigungen mit hundert Interessierten Parteien von denen der Makler sagt: „Alle hier eignen sich problemlos als Mieter.“

    Ein Wasserzähler wurde gewechselt.

    Madame suchte das Stadtbad Schöneberg auf und crockte Ginger Chicken.

    Pur delle mille un’utile fatica

    Es ist sicher: Wenn ich mir vornehme, mich einen Tag nicht zu bewegen und ihn vorm Internet-Streaming zu verbringen, werde ich den Tag aushäusig beenden. Er endete im Sagar bei Dal Tarka und Butter Chicken. Allerdings musste ich vorher meinen schmerzenden Körper aus der Wohnung verabschieden und in die Berliner Ortslage Witzleben bringen.

    Noch inspiriert vom samstäglichen Konzert, hatte ich mich durch das Internet gegruschtelt und das Alte Musik Fest Friedenau gefunden. Madame fand das Konzert „Letzte Worte“ mit Trio tiefsaits, und Ælbgut und Xaver Schult, die unter anderem Stücke von verschiedenen Bachs, Monteverdi, Heinrich Schütz und Reena Esmail spielten. Es ging, wenig überraschend, um Letzte Worte.

    Nachdem wir am Abend vorher schon einer musikalischen Verwandlung von Albern zu Leicht verzweifelt beigewohnt hatten, schienen Letzte Worte eine konsequente Fortsetzung.

    Ein klassisches Konzert in einer Kirche versprach zudem Sitzplätze, und überhaupt Rahmenbedingungen, die einem Publikum Ü70 zumutbar waren. Also beschlossen wir um 15.30h, dass wir um 17.00h Uhr in ein Konzert gehen könnten, alarmierten Professor Transformation und eilten, so sehr es der hinkende lahme Körper zuließ zur Ringbahn und zur Station Messe Nord.

    Entdeckung 1: Ortstlage Witzleben. Sehr angenehm idyllisch. Entdeckung 2: die Kirche am Lietzensee. Wie viele moderne Kirchen von Außen eher unauffällig, von Innen eine Wucht. Zusatzentdeckung: Dort findet die Musikreihe Titans Rising mit Alter Musik statt – ist auf der Merkliste.

    Entdeckung 3: Ælbgut. Meine Güte, sangen die großartig.

    Blick in der Kirche am Lietzensee Richtung Altar.

    O ciechi, O ciechi

    Mein erstes Mentoriat! Der Plan dieses Semester ist es, mehr Entertainment aus den Fernuni-Kursen herauzuholen. Also werden nicht nur ich und das Skript zusammen Zeit verbringen, sondern ich nehme auch Angebote wie Discord und Mentoriate an.

    Nun mein erstes Mentorat, „Einführungen in die Technische und Theoretische Informatik – Kurseinheit 1 – Aufbau und Funktionsweise eines Computers.“ Ich schlage mich gerade noch mit Interner Kostenrechnung in einem anderen Modul herum, war also unvorbereitet.

    Das machte wenig, denn der Mentor erzählte anfangs eh wenig von Kurseinheit 1 sondern war schon voll in Einheit 2 „Befehlssatzarchitekturen“ unterwegs. Die hatte niemand vorbereitet. Überhaupt erinnerte das ganze mehr an die Feuerzangenbowle als ich vorher geahnt hätte. Was meinem Wunsche nach Unterhaltung durchaus nachkam. Aber vielleicht nicht das perfekte Aufwands-Ergebnis-Verhältnis ergibt, dass man sich beim Lernen wünscht.

    Allerdings tauchten die Fragen auf, die anscheinend Klassiker dieses Kurses sind: Was ist ein Akkumulator? (Nein, keine Batterie) und was genau ist ein Register? Beides wird im Skript gar nicht oder mehrdeutig beschrieben, dann aber in der Einsendeaufgabe als bekannt vorausgesetzt.

    Im Discord lernte ich:

    Die Fernuni will die Gebühren erhöhen. Um 50%! Hätte ich das noch rechtzeitig bemerkt, hätte ich einfach dieses Semester alle Module belegt, die ich aktuell belegen darf und dann einfach bis zum Rest des Studiums kostenlose Wiederholungsbelegungen durchgezogen. Aber Tempi passati. Also Inflation hin oder her. Aber 50%? Ernsthaft?

    Che vale a soggiogar tanti paesi?

    Leider habe ich zu wenige Kontakte und zu viele Skrupel. Aber ich bin mir sicher, es entwickeln sich gerade hervorragend funktionierende Geschäftsmodelle, die „Asylbewerber-Bezahlkarten“ in echtes Geld umwandeln werden. Nicht ohne kräftige Gewinnmarge für die Umwandler. Schön, dass die Politik auch ein Herz für Organisierte Kriminalität hat und ab und an Förderprogramme für diese auflegen möchte.

    Das Bundesamt für Risikobewertung betreibt ein „Verhaltenswissenschaftliches Forschungslabor.“ Die betreiben lustige Studien und bieten dem/der Teilnehmer*in gleich noch die Gelegenheit das BfR mal von Innen zu sehen. Leider scheint man Vormittags freie Zeit zu benötigen. Für Interessierte.

    Weniger experimentell, mehr geistig: What Do We Need To Do To Achieve a Just Peace? A “Conversation” with John Rawls

    Die Vogelguckerin zog an die Nordsee. Passend dazu, schiehallion zeigt „Birder’s Paradise“ (Gott Bay, Isle of Tiree, Inner Hebrides of Scotland)

    Kellerkind malte Karten. Danke auch für die unsrige!

    Herr Buddenbohm denkt an Meister Röhrich. Es gibt mir damit die Gelegenheit, auch Erskine Childers „Riddle of the Sands“ und Italo Calvinos „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ weiterzuempfehlen. Ich hoffe, irgendwann wird mein Italienisch gut genug, damit ich auch Se una notte d’inverno un viaggiatore lesen kann.

  • 23-10-05 Büromaterialversandsbestellung

    23-10-05 Büromaterialversandsbestellung

    Liebe Bayern und Hessinnen, Bayerinnen und Hessen und alle * aus Hessen und Bayern: Wählt am Sonntag grün!

    Was folgt nach einem halblangen Wochenende: Dienstag Abend K.o. ins Bett gefallen. Mittwoch zum Aufstehen einmal gehustet und dreimal geniest. Aber so wenig, dass es weder Kranksein noch mobiles Arbeiten rechtfertigt. Abends nach Hause gekommen, k.o. ins Bett gefallen. Donnerstag immerhin arbeite ich eh mobil, da kann ich auch dreimal Husten.

    Zu den Annehmlichkeiten meiner Stellung gehört, dass ich alle neuen Verwaltungsmitarbeiter:innen an ihrem ersten Arbeitstag kennenlerne. Selten hatte ich danach ein so erwartungsfroh-freudiges Grinsen im Gesicht wie diese Woche.

    Die Rest-Energie reichte für etwas private Organisation. Dieses Semester, habe ich beschlossen, bin ich in der Fernuni „angekommen“. Ich habe mit den ersten bestandenen Klausuren einen etwas sichereren Stand und auch deutlich mehr Überblick, wo Zeit und Energie sinnvoll investiert sind und wo es mich eher ablenkt.

    Jetzt gehe ich mehr nach dem Motto heran: „Here I am now, entertain me„. Ich meldete mich für Online-Mentoriate an. Beide je 14-tägig. Das Mathe-Mentoriat findet am Mittwochabend statt (Nominell ist es das Mentoriat Coesfeld mit Dr. Bernd Kruggel). Das Mentoriat „Einführung in die technischen und thereotischen Grundlagen der Informatik“ (ETTI) entweder Montag oder Dienstag abends (Nominell das Mentoriat Hagen mit Dr. Reinhold Kloos – wobei bei mir ausschließlich die Veranstaltungszeit den Ausschlag gab, welches M ich besuchen werde).

    Das hochgerühmte Schuhmacher-Mentoriat zum Internen Rechnungswesen muss ich wohl ausfallen lassen. Soviel Entertainment würde ich nicht verkraften.

    Ende des Semesters gibt es ein Präsenz-Mentoriat in Hamburg und Studientage. Ich kann mich noch nicht anmelden. Aber das Abenteuer lockt.

    Sonstiges Highlight der Woche: Ich bestellte beim Büromaterialienversand. Unter anderem Ordner für die Fernuni und eine Vergleichsserie verschiedener Stifte zum bestmöglichen Schreiben von Formeln. Leider steht jetzt wirklich dringlich der Punkt: Neues Regalbrett auf drei Metern Höhe anschrauben für die neuen Ordner auf der Tagesordnung.

    Das Wochenende war netter mit Geschenken und Pulled Pork und Kaffee und Hefeschnecken und Apfelkuchen und Astern, Riesenhummeln, Gaura, leuchtenden Ligusterbeeren und Red-Everest-Zieräpfeln. Nachdem das Teilen der Indigo-Färberhülsen im letzten Herbst eine Axt und erstaunlich viel rohe Gewalt erfordert hatten, kauften wir diesmal neue Ableger bei Förster-Stauden.

    Mittwoch besuchte der Schornsteinfeger den Kaptain auf den Latifundien. Das nehme ich als gutes Zeichen für das nächste Jahr.

    Geburtstagtisch mit Schokolade und neuen Löffeln.
    Für mehr Italianità

    Merken: Nächstes Mal Pulled Pork für sieben Stunden im Grill versuchen. Für den Coleslaw kam dieses Rezept zum Einsatz. Mit dem Herbst-Endmähen der Wiese begonnen.

    Red Cape in a balloon

    Unsere diversen Hausbaustellen finden ja über unsere Köpfe hinweg statt. Spannender ist es in Tübingen, wo die denkmalgeschützte Großbaustelle in die nächste Runde geht.

    Derweil arbeitet Frau Kraut und Rüben in Griechenland: Leonidio.

    Hotel Mama erinnert sich sehr persönlich an das Jahr 1989.

    Fakten, die ich eigentlich kenne, und bei denen ich jedesmal denke: Ist das krass! Wie kann so etwas passieren! Es gibt genau EIN Unternehmen auf der Welt, das Maschinen zum Bau von State-of-the-art Mikrochips herstellen kann. ASML aus den Niederlanden.

    (Mit Außenstandort in Berlin übrigens – ich habe keine Ahnung wie die Arbeitsbedingungen sind. Aber allein der Gedanke, bei DEM EINEN Unternehmen zu arbeiten, wäre cool.)

    Als Fernstudiums-Interessierter las ich besonders aufmerksam den FAS-Artikel zur International University: Die hat in wenigen Jahren 100.000 Student*innen gewonnen und ist damit vermutlich Deutschlands größte Hochschule . Sie wird von einem (britischen) Anlagefonds betrieben und von einem Ex-McKinsey-Berater geleitet, dessen Lieblingsausdruck „KI“ zu sein scheint. Auch scheint sie recht problemlos deutsches Fachhochschulniveau in der Lehre zu erreichen. (Leider hinter Paywall: Die Universität, die alles anders macht.)

    Das ist natürlich vieles spannend und diskussionswürdig: Aber erstaunlich wie die IU es schafft, mit einem ausgeprägt schlechteren Personalschlüssel als staatliche Unis/Fachhochschulen den Student*innen den Eindruck eines besseres Betreuungsverhältnisses zu vermitteln.

    Randall Munroe hatte Recht. Der xkcd-Comic ist von 2007. Betrachtet aus dem Jahr 2023 war das Jahr 2007 genauso wie die Cosplay-Variante es schildert:

    Ein guter Anlass, um Cory Doctorows aktuellen Blog zu re-verlinken: Pluralistic.net

  • 23-09-26 Wir standen vor Neuruppin und hatten Lauchtarte an Bord

    23-09-26 Wir standen vor Neuruppin und hatten Lauchtarte an Bord

    Schwarztee im Istanbul Supermarket kostet 8 Euro/Pfund, Qualitätsbutter derzeit im Angebot 1,69€ / 250 Gramm.

    Der Moabiter plant Ausweichtaktiken, um nicht Elternsprecher zu werden. Ich schlug vor, einfach beim Reinkommen wild und anlasslos die Tafel beschimpfen, vor sich hinbrabbeln und bei der Wahl beide Hände heben und mit den Fingern schnipsen. Er meinte, dass „ich nix verstehen Deutsche“ auch immer gut funktioniert.

    Madame trägt wieder Rollrüstung. Tagsüber saß sie auf Paula.

    Am Montag im Büro so viele Alte-Zeiten-Vibes, fast hätte ich mit „Grüß Gott“ am Telefon gemeldet.

    Vor der Geschäftstelle malte ein Mann Bäume an.

    Ausfahrt Herzsprung

    Langsam könnten wir eine Tradition begründen, dass wir in Pinneberg herumstehen. War es auf der kaptainslosen Hinfahrt noch der spektakulär-spontan aussteigende Zugführer, war es auf der kaptainsbegleiteten Rückfahrt ein langweiliger Stop-and-Go aufgrund einer Autobahnbaustelle.

    Der spektakuläre Stau erreichte uns später. Ein Auffahrunfall bei Neuruppin hatte zu einer Vollsperrung geführt. Die war schon wieder vergangen bis wir ankamen. Aber im ehemaligen Staugebiet sahen wir mehrere liegengebliebene Fahrzeuge (Batterie?) und mindestens einen weiteren Auffahrunfall. Wir fuhren/standen/Stop-and-go’ten im Slalom durch mehrere Kilometer ehemaligen Stau. Und dass der Ur-Unfall schon nicht mehr da war, verstärkte die Absurdität der Situation.

    Google meinte, wir hätten in Herzsprung abfahren sollen und dann knapp 100 Kilometer über Land zu den Latifundien fahren sollen. Unser Navi meinte das nicht. Immerhin hatten wir in Dithmarschen noch die Lebensmittelaufteilung unternommen: Während die Eierlikörtorte zu den Nachbarn gewandert war, die längerfrische Milch als „hält bis zur Rückkehr“ einsortiert wurde, waren wir prächtig mit Brot, Lauchtarte, Obst und Aufschnitt versorgt.

    Später am Abend auf dem Weg von den Latifunden nach S-Bahn-Ring testeten wir die neue Route des Prignitz-Expresses, die in Berlin-Charlottenburg endet. An einem warmen aber regnerischen Sommerwochenende kamen viele Radausflügler im Zug aus Richtung Neuruppin, sehr wenige aus Richtung Nauen/Falkensee. Das Umsteigen funktionierte reibungslos. Auf Pelmeni am russischen Imbiss (Charlottengrad muss seinem Namen gerecht werden) verzichteten wir.

    Grundlagen des Marketing

    Vom Späti holte ich ein 5188 Gramm Fernuni ab. Das Paket enthielt 2000-2500 Seiten in 19 Heften und 4 Modulen. Ich blätterte alle kurz durch, um ein Gefühl für die kommenden Aufgaben zu bekommen.

    Als ich das schmalste Heft, 20 Seiten „Grundlagen der Berechenbarkeit und der Komplexitätstheorie in die Hand nahm, ahnte ich, es wird etwas Besonderes. Und als ich es aufschlag, fing ich an zu grinsen und dachte „Wir werden noch Spaß aneinander haben.“ Aber dazu später viel mehr.

    An sich war ich aber zu beschäftigt beziehungsweise zu erschöpft, um ernsthaft (= überwiegend Fernuni) zu lesen und habe so Feld-Wald-und-Wiesen-Lektüre betätigt.

    Zufällig stolperte ich über das Blog „Der Weg ist das Ziel.“ Ich bin begeistert, weil es aus Lörrach kommt, wo ich mich inzwischen auch leidlich auskennen. Ich bin noch begeisterter, weil es ernsthafte Fortbildung im Alter Ü45 geht – auch das finde ich hochspannend. Und dann ist es noch im Quereinstieg als Zugbegleiterin. Ich bin hin und weg.

    Es gibt neue Wikimania-Austragungsorte. 2024 in Polen, 2025 in Ostafrika und 2026 in Paris.

    Frau Herzbruch kauft was Freshes, das aber auch nice fitten muss.

    USA Kulinarisch wird 25. 25 Jahre, damals habe ich noch an Geocities rumgetöckelt! Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten veröffentlicht Gabriele 25 Fun Facts. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! Und das Coffee Chili, auch hier das beliebteste aller Rezepte.

    Nach der Kaltmamsell empfiehlt auch Torsten Kleinz die Biofiction von This is going to hurt. Ich hoffe, Madame wird schauen und mir berichten.

    Ich kämpfe mit meinem Geiz, mir mal wieder ein ESPN-College-Football-Abo zu leisten. Beschließe, dass der Geiz heute siegt und schaue beim Kochen mal wieder beim Panzermuseum vorbei. zum Thema „Polnische Kavallerie gegen Deutsche Panzer.“

    Wer sich unter Geschichtsfans oder Militariafans bewegt (sowohl in Wikipedia als auch im Politikstudium häufige Gruppen) wird die Anekdote schon einmal mitbekommen haben: Polnische Kavallerie, die sich im Zweiten Weltkrieg mit erhobenen Säbel auf deutsche Panzer gestürzt haben soll. Raths nimmt die Anekdote auseinander, beginnt damit welche Rolle Kavallerie zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs spielte, wie die vermutliche Ursprungsbegebenheit des Mythos ablief und wie sich der Mythos entwickelte.

    Bei mir kommt sowohl der Techniksoziologe als auch der historisch interessierte Politologe und der Interessierte an Mythenbildungen voll auf seine Kosten.