Schlagwort: Mathematische Grundlagen

  • 23-12-12 Fortzahlung des Entgelts 42-T

    23-12-12 Fortzahlung des Entgelts 42-T

    Madame wird einen Dachsbau unter Beobachtung stellen; in einem Klavierkonzert mit Kopftuch vielleicht auf die feinen Unterschiede achten. Darauf ein purée de marrons.

    Wikimania 2024 wird in Kattowitz stattfinden. Wikimania in Zugreichweite klingt reizvoll. Leider zu einem für mich ungünstigen Termin.

    Da es 2023 schon für keinerlei „extra“-Ziele reichte, kann ich ja schon mal eines für 2024 verkünden: Es wird eine Zitronenpresse-Veröffentlichung geben.

    Währenddessen schleppe ich mich im Schneckentempo weiter durch das Mathe-Skript. Nachdem ich den Berg abgeflogen bin (Querlesen) und an ausgewählten Stellen ausstieg und diese erkundete (Studientag), muss ich mir nun alles zu Fuß erlaufen. (Gründlich lesen und nachrechnen) Und das dauert. Immerhin bewährt sich die Technik mit Spielzeug und Surface-Pen ganz vortrefflich.

    Madame wurde belobigt. Student*innen wollen jetzt Stegreifreden.

    Mensch kann überraschend viel Zeit mit Windows Hello verbringen. Das Azure AD, ein immerwährendes Füllhorn der Freude.

    Elite Kickboxing ist schon längst ausgezogen. Aber sie verwirrten mich, indem in ihren Räumen statt Kickboxen aktuell Kinderjudo stattfindet. Abgesehen von Form und Farbe der Anzüge ist kaum ein Unterschied feststellbar. Ich hoffe auf eine dauerhafte Bleibe der Mini-Judokas, fürchte aber eine Zwischennutzung.

    Aquatische Biotechnologie

    Wir gingen zum Synchronschwimm-Weihnachtsmärchen. Der SC Wedding, Zentrum des Berliner Synchronschwimmens, veranstaltet dies seit mehreren Jahren. Es wird ein klassisches Weihnachtsstück aufgeführt. Dort wo im „normalen“ Theater Tanz- und Gesangsnummern wären, wird hier synchrongeschommen. Dabei ist der ganze Verein im Wasser, von Mitgliedern der deutschen Nationalmannschaft hin bis zu den Kleinsten, die vor wenigen Monaten ihr Seepferdchen gemacht haben.

    Es gab eine liebevoll modernisierte und ent-mysoginisierte Version von „Die Schöne und das Biest.“ Belle (Die Schöne) und das Biest finden sich über ihr gemeinsames Interesse am Medizinstudium. Noch nie sah ich Synchronschwimmen live vor Ort. Und ich wusste schon, dass es sehr viel anspruchsvoller ist als man gemeinhin denkt. Aber oh wow. Ist das krass. Hätten wir nicht auf knüppelharten Betonbänken gesessen, wäre ich vor Ehrfurcht im Boden versunken.

    (Videos gibt es bei Hauptstadtsport.tv)

    Schon beim ersten szenischen Auftritt von Belle stolperte ich über den Satz „Ich möchte studieren. Ich möchte wissen wie der Körper funktioniert“ und ich dachte „Klar, Biophysik; das was Sportler*innen gerne studieren“, Belle setzte fort mit „Ich möchte Medizin studieren.“ Medizin ergab im Rahmen der Handlung mehr Sinn. Aber späteres duckduckgoen erbrachte, dass die Belle-Darstellerin und Drehbuch-Mitautorin Michelle Zimmer wahrhaftig Biotechnologie an der TU Berlin studiert.

    Nach drei Stunden bei fast 30 Grad auf unbequemer Bank war ich groggy und durch. Bewunderte die Menschen im Wasser noch mehr. Allerdings: Gäbe es eine Weltmeisterschaft im Sport-Schauen kämen Madame und ich sicher nicht in die Top 10. Zimmer und Seidel allerdings gelang dies bereits als Duo bei der Synchronschwimm-WM.

    Direktzug Vilnius-Riga

    Der Bahn-Fahrplanwechsel bringt einige schöne Überraschungen. So gibt es nicht nur einen Nachtzug Berlin-Paris, sondern auch eine Verbindung mit nur einmal umsteigen von Hamburg in die Ukraine. Für uns reizvoll: die Bahnlücke im Baltikum scheint nach vielen Jahren mit einer neuen Verbindung Vilnius-Riga geschlossen. Die Fahrplanänderungen in der Zugpost.

    Mein inneres Bild von Dithmarschen sieht ziemlich genau so aus wie diese Fotos.

    Christiane über Winter im französischen Bergdorf.

    Kannste dir nicht ausdenken. Wie die konservative Soap Melrose Place über Jahre links-subversive Kunst inszenierte: The Virus Inside Your TV. In the 1990s, a group of radical artists smuggled political messages into Melrose Place. Not everyone found it funny. (Falls sich mal wieder jemand fragt, wann die Weltgeschichte diese bizarre Abzweigung nahm auf der wir uns befinden: Vielleicht war das der Anfang.)

    Als Informatik-Student des vielfachten Bildungswegs habe ich natürlich ein Interesse an den sogenannten Coding-Camps: Mehrwöchige bis mehrmonatige Kurse, die versprechen gegen meist hohe Gebühren das Programmieren beizubringen. Kann ich mir aus verschiedenen Gründen gar nicht für mich vorstellen. Aber neugierig bin ich schon, was dort genau passiert. Der Tagesspiegel bringt (leider hinter Paywall) etwas Licht ins Dunkel: Softwareentwickler ohne Studium: Wie Bootcamps den Quereinstieg ermöglichen.

    Manchmal, beim Lesen von so fast-Rentner-Blogs, die jeden Tag bis zur Rente zählen, frage ich mich, ob bloggen den Geist vorzeitig altern lässt. Der Lebensüberdruss ist stark in ihnen. Und dann stolpere ich über Christa Chorherr und denke. „Nein!“ Die war letztens bei einem 95. Geburtstag eingeladen (und ist selbst in ähnlichen Alterssphären unterwegs), und wälzt alltäglich kluge Gedanken, zum Beispiel über Allein-kochen und die Situation in Russland.

    Über meine letztjährigen Blog-Einträge wurde ich an Bless the Lord my Soul erinnert. Da letztjährige Video ist nicht mehr verfügbar. Aber ein gutes Motto für die nächsten Monate und Jahre. Seid geschützt.

  • 23-11-30 Tuba Mirum / 106

    23-11-30 Tuba Mirum / 106

    Jürgen Milski wurde bei Promi-Big-Brother aus dem Container gewählt.

    Die Rohre verschwanden vom Sachsendamm. Nachdem die epische Straßenbaustelle gefühlt seit Monaten still stand, reichte ein Wochenende aus, um mehrere hundert Meter Abwasserrohr durch ein Zelt über eine Brücke in die Erde zu versenken. Ich bin beeindruckt.

    Madame traf Professor Transformation in Witzleben zum Kuchen. Dann ließen sie sich zu musikalischem Wein einladen.

    Madame lernte: Defibrilatoren reden.

    Madame ließ im Stehen Klischees zeichnen. Was ich besonders nett finde, weil das Wort Klischee aus der Drucktechnik kommt.

    Der Kaptain kämpfte sich durch einen Nordseeschneesturm zur Impfung.

    Nach vielen Jahren versuchte ich mich wieder an den elektronischen Zeitschriftenbeständen in Unibibliotheken. Und stelle fest: Der ganze Zugriff ist genauso verwirrend und unübersichtlich wie eh und je. Am Ende bestellte ich gedruckte Bücher zur Abholung in meinen Standort der Stadtbibliothek.

    Meeting mit VMB und DS am Kaiser-Richard-Platz. Wir sind immer noch bei den Präliminarien. Aber es wurde blutig. Langsam kann ich die 106 und die 204 in die Liste „meiner“ Buslinien aufnehmen.

    Jedes Element eines Körpers ist invertierbar

    Gelesen 1: Das Skript Mathematische Grundlagen auf dem Spielzeug mit Hilfe von Surface-Pen und Xodo. Ich bin begeistert. Es funktioniert richtig gut. Beim Herummalen im Skript leuchtete ein paarmal die Glühbirne am Kopf auf. Diverse Grundbegriffe, um die ich mich bisher recht-und-schlecht herumlavierte, wurden plötzlich sonnenklar. Das ergibt alles total Sinn! Allerdings fühlen sich die vier Module bei dem Fortschrittstempo weiterhin sehr sportlich an. Es bleibt spannend bis in den März hinein.

    Im begeisterten Überschwang hätte ich fast noch eine Edeltastatur für das Tablet impulsgekauft. Ich hielt mich nur zurück, weil ich Impulskäufe generell ablehne und nochmal drüber schlafen wollte.

    Gelesen 2: Nicole Seifert: Frauen Literatur. Über Literatur von Frauen und darüber wie der Literaturbetrieb diese ausgrenzt.

    Der Politikwissenschaftler in mir mehr kratzt sich mehr als einmal irritiert am Kopf, wenn Seifert versucht eine ad-hoc-Theorie von Macht und Ausgrenzung aufzustellen. Begrifflich rennt sie immer wieder gegen dieselbe Wand ohne die Tür zu sehen. Sie arbeitet sich an Beispielen ab, ohne die dahinterliegenden Strukturen beschreiben zu können.

    (Der SZ entnehme ich, dass die feministische Literaturwissenschaft schon deutlich weiter war.)

    Angesichts ihres eigenen sehr deutlich vorgetragenen Inklusions- und Diversitätsanspruches wünschte ich mir, Seifert würde den eigenen Balken im Auge sehen: In bester Tradition des etablierten deutschen Nachkriegsbildungsbürgertums nimmt sie bis auf wenige Token-Ausnahmen nur Menschen wahr, die auf deutsch oder englisch schreiben.

    Viel Licht: Womit das Buch glänzt, und was das Lesen lohnt: die zahlreichen Beispiele von Literatur von Frauen. Auf meiner Leseliste landeten erstmal Gabriele Reuter, und Vicki Baum und Deniz Ohde.

    Shiny shiny

    Falls ich je an den Punkt im Leben komme, an dem ich wirklich gar nicht mehr weiß, wohin mit dem Geld, kaufe ich mir einen AirPods-Case von Hermès. Vielleicht kaufe ich dann sogar AirPods.

    Nebenbei. In einigen Blogs sehe ich, dass Markennamen wie A*ple mit Gendersternchen geschrieben werden. Ist das Internet-Aberglaube oder hat das eine echte praktische Bewandnis?

    Alon Levy in seinen „Pedestrian Observations“ zum Thema „Berliner Magnetschwebebahn“: Quick Note: Anti-Green Identity Politics.

    Croco und die Deutschstunde.

    20 Jahre Geocache-Webcam im Blühenden Barock.

    Südfrankreich kann sehr kalt sein. (Und ich brauche jetzt einen Schneemann-Weihnachts-Duschvorhang.)

    Morgens um 6:35h in Israel.

    Spotify hat die Jahresauswertung gemacht. Am beliebtesten in diesem Haushalt: das berühmte Barbecue-Quartett für Flöte von Wolfgang Amadeus Mozart:

  • 23-11-21 Tuba mirum lux aeterna

    23-11-21 Tuba mirum lux aeterna

    Von Menschen meines Alters erwarte ich, dass sie etwas Wichtiges für das Leben gelernt haben: Flaschen, die parallel zur Laufrichtung des Kassenbands liegen, kullern nicht.

    Das gegen-den-Mast-gefahrene-SUV ist weg. Teile seiner Front liegen noch auf der Fußgängerinsel. Der Mast steht schief. Aber er steht. Berlin bleibt stabil.

    Der CDU scheint es zu mühsam, vorhandene Verkehrsprobleme zu lösen, deshalb verlegt sie sich auf die Lösung nicht-vorhandener Probleme. Eine Magnetschwebebahn in der Innenstadt ergibt unter genau gar keinen Umständen Sinn.

    Ein guter Anlass auf die Schöneberger Fahrraddemo nächsten Freitag hinzuweisen: Was nützen Radwege, die nur ein bisschen schützen?!

    Passend dazu, bin ich weiter auf Alternativstreckensuche für den Arbeitsweg. Während der Rückweg schon ganz okay ist, gestaltet sich der Hinweg mühseliger. Die zweite Hälfte des Wegs emtwickelt sich (Akazienstraße – Kolonnenstraße – Leberstraße – Cheruskerstraße – Torgauer Straße – Hedwig-Dohm-Straße). Die erste Hälfte gefällt mir noch nicht recht.

    Madame fuhr ein Swapfiets nach Königs Wusterhausen. Ich richtete ein repariertes Swappie wieder zum Einsatz her.

    Am Kaiser-Richard-Platz hatte ich ein Meeting mit VMB und DS. Wir blieben bei Präliminarien und meeten nächsten Dienstag weiter.

    Dies irae

    Sonntag Abend. Nach der intellektuellen Überwältigung durch isomorphe Vektorraumabbilkdungen folgte die emotionale Überwältigung durch Verdi. Der Neue Chor Alt-Schöneberg mit zahlreicher Verstärkung gab in der Apostel-Paulus-Kirche Guiseppe Verdis Messa da Requiem. Bekannt für das Dies irae. Aber auch sonst ein Werk das erzittern und erschauern lässt.

    Ein Komponist, der das komplette Repertoire der dramatisch-theatralischen Operninszenierung beherrscht trifft auf die durchdringende Wucht der katholischen Totenmesse. Erzittert oh sterbliche.

    Ich war beeindruckt, was sich in Schöneberg in den letzten Jahren an Kirchenmusik entwickelt hat. Diese Professionalität, sowohl im Klangkörper als auch im drumherum hätte ich nicht erwartet.

    Körper und Räume

    Der Moabiter fragte, warum ich im vierten Semester eine Veranstaltung belege, die „Einführung in..“ heißt. Ich verriet nicht, dass ihr korrekter Titel „Einführung in die Grundlagen..“ lautet. Nach dem Kurzausflug in die Mathematik bin ich seit Montag zurück bei der Einführung in die Technischen Grundlagen der Informatik und versuche, Steuerwerk, Leitwerk, Registerblock , Arithmetic Logical Unit (ALU) und PC (program counter) eines Prozessors auseinanderzusortieren.

    Das Wochenende stand allerdings noch im Zeichen des Mathe-Studientags. Es begann mit der Menge, führte über die Abbildung (die Verknüpfung mehrerer Mengen) und den Körper K (eine Menge unter besonderen Bedingungen. Dann wurden gerechnet, mit Matrizen über K – Matritzenaddition und Multiplikation und die Lösung linearer Gleichungssysteme mit Hilfe von Zeilenumformungen und Gaußalgorithmus. (ich glaube wenn ich irgendetwas aus diesem Kurs auch in 10 Jahren noch nachts um 3 im Halbschlaf können sollte, dann den Gaußalgorithmus).

    Wir setzten fort über K-Vektorräume (eine Menge von Vektoren über K) und ihre Unterräume um schließlich zu Erzeugungssystemen (einzelne Vektoren aus denen man den Vektorraum zusammensetzen kann), Basen (die kleinstmögliche Menge von erzeugenden Vektoren) und den Austausch verschiedener Basisvektoren gegen andere zu kommen.

    Zum Endspurt – es war Sonntag mittag, der Kurs war etwas durch und der Chat wurde erkennbar alberner – ging es dann um lineare Abbildung zwischen Vektorräumen (mitsamt Vektorraumhomomorphismus und Isomorphismen.) Wenn man Mengen aufeinander abbildet, hat man in der Ursprungsmenge Kern und Bild, und diese gibt es natürlich auch in Vektorräumen. Daraus lässt sich der Rang von Kern und Bild bestimmen.

    Zum Abschluss, für die die noch folgen konnten, kam dann alles zusammen. Es ging um den Vektorraum, der gebildet wird durch die Abbildungen zwischen zwei anderen Vektorräumen. Man kann diese linearen Abbildungen dann auch noch multiplizieren und komponieren. Und da war ich dann endgültig durch und raus.

    Cry for Argentina

    Faschisten wählen ist keine gute Idee, auch nicht in Südamerika. Deshalb möchte ich lieber darauf hinweisen: Im Kanton Schaffhausen wurde bei der Ständeratswahl der unabhängige bisherige Mandatsinhaber (der „bei der SVP politisiert“) abgewählt und dafür ein Kandidat der Sozialdemokraten gewählt. Das erste mal jemals, dass in Schaffhausen in Mandatsinhaber abgewählt wurde.

    Damit ich Schaffhausen noch mehr mag, beschloss das dortige Stimmvolk gleichzeitig den Bau eines neuen Schwimmbads.

    Madame empfiehlt den MDR-investigativ-Podcast Cold Case NSU – neue Erkenntnisse zum Polizistenmord von Heilbronn

    Derweil war BBC Travel in Berlin und lobt the Hidden Beauty of the Berlin Swimming Pools. Meine Rede seit 2015.

    Als Kleinstverlagsbetreiber hatte ich mit vielen Berliner Buchhandlungen zu tun. Unter den Top 3 von „sind kompetent und sympathisch“ befindet sich „Die gute Seite“ in Neukölln. Mich freut ein Tagesspiegel-Portrait über die Buchhandlung.

    Aus verschiedenen Gründen liegt unser gemeinsamer Urlaub derzeit im Sommer. Im Sommer will man nicht nach Sizilien sondern eher nach Spitzbergen. Falls wir mal wieder zusammen Novemberurlaub nehmen können, nehmen wir auf jeden Fall den Nachtzug nach Sizilien.

    Herr Mess war auf Fortbildung. Er fragt sich, warum Lehrer*innen – die zahlenmäßig größte Gruppe an Beruffsprechern – keinerlei Stimmbildung oder Sprechausbildung bekommen: Woche der Lehrergesundheit

    Aufmerksamkeit wie ein Eichhörnchen oder stark fokussiert? alternativ: Deutsche Bahn.

    Besuch aus Indien bei urmila: Aber offensichtlich hat [die Besucherin] in der kurzen Zeit schon genug Erfahrungen gemacht, um die Unzuverlässigkeit der DB zu kennen. Letztere kann nicht mit der indischen Bahn mithalten, von der die Freundin überzeugt ist.

    Tipp für’s Leben; Der Befehl zum Anzeigen der Formeln, also des wahren Hintergrundes eines Blattes.

  • 23-11-18 Zweimal drei macht vier und noch drei macht neune

    23-11-18 Zweimal drei macht vier und noch drei macht neune

    Samstags kippt Madame das Schaukelschaf.

    KATWARN-Meldungen aus Dithmarschen (Sturmflut) und Südbaden (Starkregen, Überflutungen) begleiten meine Tage. Die Berliner Katastrophen scheinen aktuell eher menschengemacht.

    Freitag fanden sich spontane Aufkleber für eine erneute Freitagabend-Fahrraddemo gegen die aktuelle Berliner Verkehrspolitik. Je mehr ich von der aktuellen Verkehrspolitik sehe, desto eher habe ich den Eindruck, sie verfolgt kein Konzept außer „kein Platz für Fahrräder.“ Was noch weniger zukunftsträchtig ist, als das Gegenmodell „Autos sind böse.“

    Auch nach 18 Monaten vermisse ich meinen alten schönen Arbeits-Radweg über den (zu den entsprechenden Uhrzeiten) leeren IKEA-Parkplatz, dann am Alboinplatz-Park vorbei und schließlich am Teltowkanal entlang. Ich machte mich wieder auf der Suche nach Alternativen. Diese sollten möglichst frei von Linksabbiegungen, Ampeln und vor allem Auto-Berufsverkehrwahnsinn sein. Das ist nicht einfach. Immerhin entdeckte ich beim Alternativentesten eine neue Fahrradquerung des John-F-Kennedy-Platzes.

    Ich überarbeitete die „Über mich„-Seite auf dem Blog. Ziel: Mehr Buchstaben, weniger Inhalt.

    Nach nur 15 Tagen DHL-Verwirrung gelang der Zugang zur Swappie-Sendung. Ich musste nur die bestehende Verbindung meines spezifischen Handies zur DHL-App löschen. Dann einen Brief mit QR-Code anfordern und dann wieder dasselbe Handy mit derselben App verknüpfen. „Ausschalten und wieder Einschalten.“ – in wie vielen Formen einem diese Standard-IT-Lösung begegnet.

    Wir schauten Borgen in der arte-Mediathek und freuten uns: Unser Universal-Gartenmöbel, auch „das Getüm“ genannt, hat einen Cameo-Auftritt im „Kreativraum“ von TV1.

    Noch letzte Woche schrieb ich, dass ein relevanter Anteil Berliner Autofahrer bei Dunkelheit und Regen von Blindheit geschlagen wird. Diese Woche verließ ich die Verwaltung und sah ein Beispiel: SUV an Laternenmast. Vermutlich beim Abbiegen die Einfädelspur um drei Meter verpasst. Angesichts dessen, dass ich neben dem Mast öfters stehe, um die Straße zu überqueren, bin ich froh über eine solche Barriere.

    Wohldefiniertheit

    Mein dritter Studientag: der Studientag Mathematische Grundlagen. Wie angesichts der Rechenfähigkeiten von Mathermatikern zu erahnen, dauert ein Studientag zwei Tage. Meine komplette Vergleichsgelegenheit sind die beiden (also vier) Studientage Algorithmische Mathematik aus dem letzten Semester.

    Formal gibt es einige Unterschiede: Letztes Semester nahm ich vor Ort teil (in Nürnberg bzw. in Hagen). Dieser Studientag findet nur virtuell statt. Die Algo-Mathe bestritt ein gut eingespieltes Duo. Diesmal eine One-Woman-Show mit Chat-Aushelfer. Bei der Algo-Mathe bestand die Zielgruppe aus Wirtschaftsinformatik- /Informatik-Studierenden irgendwo in der Mitte des Bachelors. Dieses Mal sind es Mathe- /Informatik-Studis im ersten Semester.

    Der größte Unterschied liegt bei mir selber. Im letzten Semester habe ich gefühlt nichts anderes aktiv studiert außer Algo-Mathe und dementsprechend intensiv hatte ich mich vorbereitet. Dieses Wintersemester ist das 4-Modul-Semester und so habe ich vor einer Woche überhaupt das allererste mal ernsthafter in die Mathe-Unterlagen geschaut. Ich bin also eklatant unvorbereitet.

    ABER ich habe ja Algo-Mathe überwunden. Das inhaltlich auf dem Modul Mathematische Grundlagen aufbaut. Sprich: ich musste mir letztes Semester alles aus dem Nichts irgendwo beibringen, was ich jetzt formal korrekt lerne. Trotz mangelhafter Vorbereitung fühle ich mich inhaltlich mehr angekommen und orientierter als je in der Algo-Mathe.

    Ein kleiner Exkurs im Begleitchat machte mir deutlich, was ich an der Mathematik an sich mag:

    Studierendes 1: Aber wenn F2 abgeschlossen bezüglich Addition ist, dann müsste 1+1=2 in F2 liegen? ich kann doch nicht einfach bestimmen, dass 1+1 gleich 0 ist, oder?

    S2: Doch. Das ist so bestimmt.

    S3: Definieren kann man was man will.

    Unterrichtender: Nicht so ganz. Es gibt so etwas wie „Wohldefiniertheit“. Aber das ist nicht Kursbestandteil.

    Das mag ich. Es gibt kein absolutes „Das ist so“ oder „das muss so.“ Erst wird von Menschen die Definition erschaffen. Und natürlich lässt sich problemlos eine Pippi-Langstrumpf-Mathematik erschaffen in der gilt: 2*3 = 4 und (2*3)+3 = 9. Wahrscheinlich haben damit schon längst Mathematiker*innen gearbeitet. Aber das bedeutet nicht Willkür oder Chaos, denn innerhalb der Definition herrscht zwingende Stringenz. Totale geistige Freiheit bei innerer Disziplin. I like.

    Tiere des Kaisers

    Heute lernte ich: Im Handarbeitsfachhandel gibt es den Farbton „Männerbunt.“ Es handelt sich um ein unifarbiges Dunkelblau. Laut Handel geht es um eine „Kombi aus Blau und Grau, der Lieblingsfarbe vieler Männer.“ Der Farbton „fröhliches Männerbunt“ ist einen Tick heller, aber genauso einfarbig.

    Madame hört regelmäßig den Podcast The News Agents USA, der US-Politik aus UK-Perspektive kommentiert. Sie erfreute mich damit, dass der Podcast eine Exkursion in die USA unternahm und (natürlich) bei der größten religiösen Veranstaltung Georgias vorbeischaute: Einem Heimspiel des Georgia Bulldogs College Football Teams.

    Erinnert ihr Euch. Es gab Zeiten, da wirkte das ehemalige Google-Motto „don’t be evil“ noch nicht wie finsterster Zynismus. Es schien ein paar Jahre so, als könnten Techno-Utopismus, Geld verdienen und Menschheitsrettung wirklich Hand in Hand gehen. Ursache dafür war maßgeblich der Whole Earth Catalogue und seine Folgen. Eine Mischung aus Technik-begeistertem Versandhauskatalog und Kalifornien-Gegenkultur mit revolutionärer Hippie-Attitüde.

    Aus der Szene, die der Katalog bediente, gingen viele Silicon-Valley-Pioniere hervor. Seinen Geist verkörperten sie. Jetzt, da der Geist komplett verschwand, ist immerhin der Katalog wieder da. Alle Ausgaben wurden komplett digitalisiert: https://wholeearth.info/ (mehr Hintergrundinfo bei Wired)

    Einen geistigen Schlingerkurs von verstaubtem englischen Konservatismus über drogennehmende Hippies und die Heavy-Metal-Szene bis in den kulturellen Weltmainstream ging Tolkiens Herr der Ringe. Eine Fangruppe sind italienische Faschisten. Die sind an der Regierung. Ihr Kultusministerium veranstaltet in der Galleria Nazionale d’Arte Moderna e Contemporanea eine Tolkien-Ausstellung. Das ist alles so bizarr, dass selbst ich es nur schwer glauben kann.

    Wer sich je mit Kategorisierungen beschäftigen musste, kennt das Borges/Foucault-Beispiel der fiktiven chinesischen Enzyklopädie mit den Tiergruppen „(a) Tiere, die dem Kaiser gehören (b) einbalsamierte Tiere (c) gezähmte Tiere (d)…“ An diese Liste musste ich denken angesichts des Wikipedia-Eintrags List of games that Buddha would not play.

    Nicht alle Rollenspielgruppen waren so spießig-anständig wie wir damals.

    Währenddessen in Nord-Israel nahe des Libanons.

    Gut erinnere ich mich daran, des Nachts in Basel mit dem ICE anzukommen und dann irgendwie weiterzumüssen. Dieses Szenario aus professioneller Perspektive.

  • 23-11-14 Krause Glucke

    23-11-14 Krause Glucke

    Die Schwimmhalle Hüttenweg eröffnet nach mehrmonatiger Sanierung wieder.

    Das DHL-verschollene-Handy tauchte in der Packstation auf. Ich habe den Verdacht, es hängt damit zusammen, dass ich höflich aber bestimmt eskalierte.

    Übermorgen soll die mehrfach verschobene Parkzone vor unserer Haustür in Betrieb gehen. Vorausgesetzt allerdings, die neue Verkehrssenatorin klebt sich nicht unter dem lauten Entsetzensschrei „Die Parkplätze!“ irgendwo fest.

    Passend dazu: In der FAS sah ich eine Tabelle, dass kaum eine andere Großstadt einen derart großen Anteil an Fläche für Automobile bereitstellt wie Berlin. Dabei hat bietet allerdings auch kaum eine andere Großstadt weniger Parkplätze. Mysterien Berlins.

    An der heimatlichen Großkreuzung fiel die Ampel aus. Normalerweise ist das als Fahrradfahrer ein Moment des Grusels, an dem jede Sekunde irgendwoher ein Autofahrer hervorschießen kann, der seine Chance auf Kreuzungsüberquerung sieht. Hier allerdings hatten sich die Autos so sehr ineinander verhakt, dass stehender Verkehr entstanden war. Super.

    Die Fahrrad-Helm-Saison beginnt. Nach dem letzten Arbeitsstellenwechsel vor anderhalt Jahren verkürzte sich der Arbeitsradel auf ein Drittel. Seitdem das Auf- und Absetzen des Helms ähnlich lange dauert wie der komplette Arbeitsweg, werde ich inkonsequent beim Tragen. Habe jetzt allerdings einmal wieder Berliner Autoverkehr bei Nacht im Regen erlebt – und beschlossen dass unter diesen Bedingungen gut ein Viertel der Autofahrenden einfach GAR NICHTS mehr erkennt. Und trage wieder Helm.

    Berlin-Berlin. Wir verbrachten das erste Nur-in-Berlin-Wochenende seit Monaten. Was einem so alles in der Wohnung auffällt, wenn man mal zwei komplette Tage anwesend ist!

    Madame kochte Krause Glucke. Ich möchte auf eine Wiederholung des Experimentes drängen. Allein dieser tolle Vanille-Nuss-Geruch der schon vor dem Kochen die ganze Wohnung durchströmte. Was ein Pilz! Jetzt fertigt sie Quitten-Aronia-Marmelade an.

    Heimwerken: Wenn du eine halbe Stunde lang Zeug wegräumst, Werkzeug hervorkramst und dich erinnerst welches der richtige Dübel war. Dann legst Du alle Einzelteile zurecht, um 20 Sekunden zu bohren. Und dann wieder eine halbe Stunde rückwärts.

    Dies war der Plan.

    Leider machten wir eine archäologische Entdeckung mit dem Schlagbohrer. Eine Leitung: Anscheinend zu einer versetzt liegenden Steckdose auf der anderen Seite der Wand gehörend (?!?). „Der Strom ist aus“, informierte mich Madame als wir uns tastend in der stockdunklen Wohnung trafen.

    Schon fast als archäologische Entdeckung möchte ich die Wurzelgemüsereste aus der hinteren Kühlschrankecke bezeichnen. Zum Glück gab es einen Slow Cooker, der diese in eine wohlgefällige Gemüsesuppe verwandelte.

    Was ist eine Fläche?

    Nach dem Fernuni-Kurzausflug in die Technische und Theoretische Informatik wechselte ich schon wieder das Modul. Kurz erfreute ich mich, dass mit Spieltheorie (Modul Betriessysteme und Rechnernetze) und Formaler Logik (Modul Mathematische Grundlagen) zwei Themen kommen, die ich tatsächlich mal auf universitärem Niveau lernte. Aber das war nur kurz: Am Wochenende steht der zweitägige „Studientag Mathematische Grundlagen“ an. So las ich die entsprechenden Skripte.

    Wobei „lesen“ bei mathematischen Texten ein schwieriges Konzept ist. Verständnishaftes „lesen“ bewegt sich ja gerne im Tempo von einem Zeichen pro Minute voran – welches Zeichen ist das? Warum steht es da? Was bewirkt es? – und in dem Tempo hätte ich keine 250 Seiten geschafft. Ich betrachtete jedes Wort bei mäßigem Verständnis von allem. So etwa wie „eine Bergwanderung mit der Drohne abfliegen“. Die Wanderung steht noch bevor. Und die Wanderung wird eine Herausforderung. Hoffentlich habe ich jetzt einen vagen Eindruck der zurückzulegenden Strecke.

    Da es um Grundlagen geht, spielt die altbekannte Schulmathematik schon eine Rolle. Nur halt von hinten durch den Hals ins Auge. Im Skript wechseln sich neckische Texteinschübe ab mit Holla-die-Waldfee-Formeln. Nach vielen Seiten der Herleitung der Existenz Irrationaler Zahlen wird festgestellt, dass es nun Zeit ist, auch eine Irrationale Zahl zu betrachten. Es geht erstmal um Wurzeln:

    Ein alter Hut, meinen Sie? Nein, nicht wirklich, denn haben Sie jemals einen Beweis dafür gesehen, dass so etwas wirklich existiert? Und bedenken Sie, wir haben ja nur die neun Axiome zur Verfügung, und aus denen leiten wir all dies her.

    Und dann folgen drei Seiten Formeln. Im Wesentlichen wird nachgewiesen, dass ein höchster Wert (ein Supremum) r einer Menge existiert. Danach folgt der Beweis, dass dieses Supremum hoch p (also r^p) gleich a ist, also ist r die p’te Wurzel aus a. Dies erfolgt indem nachgewiesen wird, dass r^p > a und r^p < a zu Widersprüchen führt. Also muss r^p = a sein. Das bedeutet r ist die p’te Wurzel aus a. Es endet mit:

    Mit dem Satz des Archimedes können wir ein \[m \in \mathbb{N} \]so wählen, dass \[m > \max \lbrace \frac {1} {r} , \frac {pr^p} {r(r^p−a)} \rbrace \] ist. Für ein solches m gilt \[ (r− \frac {1}{m})^p > a \]. Da aber \[ r− \frac {1} {m} \] wegen \[ r − \frac {1} {m} < r \] kein Supremum von \[ \mathbb{ M} \] ist, gibt es ein \[ y_0 \in \mathbb{ M} \] mit \[ y_0 > r − \frac {1} {m} \]. Mit dem Lemma 12.2.66 gilt \[y^p_0 > (r |− \frac {1} {m})^p > a \], ein Widerspruch dazu, dass \[ y_0 \] in \[ \mathbb{ M} \] liegt.
    Da \[ r^p >a \] und \[r^p <a \] zum Widerspruch führen, muss \[r^p = a \] gelten, und es folgt, dass r eine p-te Wurzel aus a ist. \[ \square \]

    Die gute Nachricht: Dieser Kurs ist für den Bachelor Wirtschaftsinformatik komplett ohne Belang. Er besitzt formale Bedeutung nur für DEN MASTERPLAN. Und als solches ist er noch mehr Hobby als die anderen Module gerade. Die schlechte Nachricht: Ich verstehe, wie Durchfallquoten von 70/80% in der entsprechenden Klausur zustande kommen.

    Meta-Bildung 1A / 1B

    Als Kurzzeit-Axel-Springer-IT-Dienstleister und unregelmäßger Bild.de-Leser beobachtet ich die Entwicklung der Zeitung mit Spannung. Nach den Rechtsaußen-und-unfassbar-peinlich-Jahren mit Julian Reichelt, kam die halbwegs nette aber belanglose Zeit unter Johannes Boie. Naja, und jetzt kommen die Frauen und machen den Job: Seitdem Marion Horn die Chefredaktion übernommen hat, hat das Blatt sich wieder gefunden. Reaktionär, dass es kracht. Dabei nicht peinlich. Die Leserschaft dort abholend wo sie ist. Agenda-setzend wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Bei Axel Springer sollten die Sektkorken knallen und der Rest der Menschheit sollte trauern.

    „Die Grünen nehmen uns die Heizung weg!“ und „Wenn noch ein Migrant mehr kommt, platzt Deutschland!“ – zuerst auf Bild und schon zwei Wochen später im Deutschlandfunk.

    Sympathischer:

    Als ich noch aktiver in Wikipedia war, habe ich mit vielen Journalist*innen über Wikipedia gesprochen. Ihr Verständnis der Prozesse dort war … unterschiedlich. Einer der wenigen bei dem ich den Eindruck hatte, er versteht wirklich wie das alles funktioniert war des Tagesspiegels Sebastian Leber. Um so mehr freue ich mich, dass er thematisch mal wieder bei Wikipedia landete: Nahost-Diskussionen auf Wikipedia: Krieg um die Begriffe

    Poupou bloggt Bildung – Bildung über Bildung geradezu: Modul 1A Lernheit 1Modul 1A Lerneinheit 2Modul 1B – Lerneinheit 1

    Kellerkind taucht irgendwie nicht in meinem Feedreader auf, blickte aber trotzdem auf den Oktober zurück.

    Nic traf Gritty McGritface.

    Signorino sagt NEIN.

  • 23-10-05 Büromaterialversandsbestellung

    23-10-05 Büromaterialversandsbestellung

    Liebe Bayern und Hessinnen, Bayerinnen und Hessen und alle * aus Hessen und Bayern: Wählt am Sonntag grün!

    Was folgt nach einem halblangen Wochenende: Dienstag Abend K.o. ins Bett gefallen. Mittwoch zum Aufstehen einmal gehustet und dreimal geniest. Aber so wenig, dass es weder Kranksein noch mobiles Arbeiten rechtfertigt. Abends nach Hause gekommen, k.o. ins Bett gefallen. Donnerstag immerhin arbeite ich eh mobil, da kann ich auch dreimal Husten.

    Zu den Annehmlichkeiten meiner Stellung gehört, dass ich alle neuen Verwaltungsmitarbeiter:innen an ihrem ersten Arbeitstag kennenlerne. Selten hatte ich danach ein so erwartungsfroh-freudiges Grinsen im Gesicht wie diese Woche.

    Die Rest-Energie reichte für etwas private Organisation. Dieses Semester, habe ich beschlossen, bin ich in der Fernuni „angekommen“. Ich habe mit den ersten bestandenen Klausuren einen etwas sichereren Stand und auch deutlich mehr Überblick, wo Zeit und Energie sinnvoll investiert sind und wo es mich eher ablenkt.

    Jetzt gehe ich mehr nach dem Motto heran: „Here I am now, entertain me„. Ich meldete mich für Online-Mentoriate an. Beide je 14-tägig. Das Mathe-Mentoriat findet am Mittwochabend statt (Nominell ist es das Mentoriat Coesfeld mit Dr. Bernd Kruggel). Das Mentoriat „Einführung in die technischen und thereotischen Grundlagen der Informatik“ (ETTI) entweder Montag oder Dienstag abends (Nominell das Mentoriat Hagen mit Dr. Reinhold Kloos – wobei bei mir ausschließlich die Veranstaltungszeit den Ausschlag gab, welches M ich besuchen werde).

    Das hochgerühmte Schuhmacher-Mentoriat zum Internen Rechnungswesen muss ich wohl ausfallen lassen. Soviel Entertainment würde ich nicht verkraften.

    Ende des Semesters gibt es ein Präsenz-Mentoriat in Hamburg und Studientage. Ich kann mich noch nicht anmelden. Aber das Abenteuer lockt.

    Sonstiges Highlight der Woche: Ich bestellte beim Büromaterialienversand. Unter anderem Ordner für die Fernuni und eine Vergleichsserie verschiedener Stifte zum bestmöglichen Schreiben von Formeln. Leider steht jetzt wirklich dringlich der Punkt: Neues Regalbrett auf drei Metern Höhe anschrauben für die neuen Ordner auf der Tagesordnung.

    Das Wochenende war netter mit Geschenken und Pulled Pork und Kaffee und Hefeschnecken und Apfelkuchen und Astern, Riesenhummeln, Gaura, leuchtenden Ligusterbeeren und Red-Everest-Zieräpfeln. Nachdem das Teilen der Indigo-Färberhülsen im letzten Herbst eine Axt und erstaunlich viel rohe Gewalt erfordert hatten, kauften wir diesmal neue Ableger bei Förster-Stauden.

    Mittwoch besuchte der Schornsteinfeger den Kaptain auf den Latifundien. Das nehme ich als gutes Zeichen für das nächste Jahr.

    Geburtstagtisch mit Schokolade und neuen Löffeln.
    Für mehr Italianità

    Merken: Nächstes Mal Pulled Pork für sieben Stunden im Grill versuchen. Für den Coleslaw kam dieses Rezept zum Einsatz. Mit dem Herbst-Endmähen der Wiese begonnen.

    Red Cape in a balloon

    Unsere diversen Hausbaustellen finden ja über unsere Köpfe hinweg statt. Spannender ist es in Tübingen, wo die denkmalgeschützte Großbaustelle in die nächste Runde geht.

    Derweil arbeitet Frau Kraut und Rüben in Griechenland: Leonidio.

    Hotel Mama erinnert sich sehr persönlich an das Jahr 1989.

    Fakten, die ich eigentlich kenne, und bei denen ich jedesmal denke: Ist das krass! Wie kann so etwas passieren! Es gibt genau EIN Unternehmen auf der Welt, das Maschinen zum Bau von State-of-the-art Mikrochips herstellen kann. ASML aus den Niederlanden.

    (Mit Außenstandort in Berlin übrigens – ich habe keine Ahnung wie die Arbeitsbedingungen sind. Aber allein der Gedanke, bei DEM EINEN Unternehmen zu arbeiten, wäre cool.)

    Als Fernstudiums-Interessierter las ich besonders aufmerksam den FAS-Artikel zur International University: Die hat in wenigen Jahren 100.000 Student*innen gewonnen und ist damit vermutlich Deutschlands größte Hochschule . Sie wird von einem (britischen) Anlagefonds betrieben und von einem Ex-McKinsey-Berater geleitet, dessen Lieblingsausdruck „KI“ zu sein scheint. Auch scheint sie recht problemlos deutsches Fachhochschulniveau in der Lehre zu erreichen. (Leider hinter Paywall: Die Universität, die alles anders macht.)

    Das ist natürlich vieles spannend und diskussionswürdig: Aber erstaunlich wie die IU es schafft, mit einem ausgeprägt schlechteren Personalschlüssel als staatliche Unis/Fachhochschulen den Student*innen den Eindruck eines besseres Betreuungsverhältnisses zu vermitteln.

    Randall Munroe hatte Recht. Der xkcd-Comic ist von 2007. Betrachtet aus dem Jahr 2023 war das Jahr 2007 genauso wie die Cosplay-Variante es schildert:

    Ein guter Anlass, um Cory Doctorows aktuellen Blog zu re-verlinken: Pluralistic.net