26-10-22 Was machen SIE denn in Zimmer 2?

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Madame verschenkte gemüslichen Endiviensalat an eine sehr begeisterte Exil-Badenerin.

Später kam sie vom Cherubini nach Hause und hielt mir die duftenden Ackerfrischen Möhren unter die Nase, während ich im Halbschlaf lag.

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Des Nachts, kurz vor vier, meinte ich zu hören, wie ein Auto auf dem Hausbadparkplatz hielt, jemand ausstieg und ich dann Geräusche im Gebäude hörte. Ich war zu sehr im Schlaf, um den Nachzugehen, und beschloss „bestimmt Sicherheitsdienst oder ich träume.“ Danach träumte mir seltsam.

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Madame stellte zu ihrer Überraschung fest, dass ihr der von ihr gedämpfte Fenchel sehr gut schmeckte.

Ansonsten sind es Tage, die Lieferpizza rechtfertigen.

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Ich habe einen Rocky-Top-Ohrwurm1,2. Vermutlich sehe ich zu viel Tennessee Volunteers Football34 während ich zu Hause sitze.

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Es war ein stationärer Wochenbeginn mit Abenteuerausflug.

Wenn ich nicht zur Natur komme, kommt die Natur eben zu mir.

Seifenblasen neben dem Kniegelenk

Ich suche mir die Vergnügungen, wo ich sie finde. Und wenn es das Wartezimmer einer Arztpraxis ist, dann muss es eben das Wartezimmer einer Arztpraxis sein.

Wobei dort allgemein wenig Vergnügen herrschte. Als ich Montagmorgen um 10 aufschlug, standen vor mir fünf Personen in der Schlange. Die eine Dame am Empfang war schon um diese Zeit sichtbar entnervt und am Ende ihrer Kräfte.

Nach diversen Umdrehungen verließ ich die Praxis wieder um 12:00h, die Schlange war nicht einmal geschrumpft, die eine Dame bekam nie eine zweite Person zu Hilfe: „Alle krank, niemand da.“ Unterbesetzung auf einem neuen Level.

Dementsprechend glatt lief die ganze Organisation. Ich will gar nicht in alle Details gehen, außer dass 120 Minuten für das Wechseln eines Tape-Verbandes und das Abholen einer Überweisung eher lange sind. Spannend, war jedoch, das ich aus Versehen im Sprechzimmer des Arztes landete, und mich erst die Empfangsdame überrascht dort antraf „Was machen SIE denn in Zimmer 2“, worauf ich nur mit der Schulter zucken konnte: „Wurde so im Wartezimmer angezeigt“, und später der Arzt kam und genauso überrascht war, mich zu sehen.

Immerhin konnte ich die Gelegenheit zu einem kurzen Arztgespräch unter Ausräumung verschiedener Irritationen nutzen.

Und ich hatte ausführlich Zeit, mich, während ich dort saß, zu fragen, warum im Regal hinter dem Schreibtisch nicht nur Fachbücher und Gelenks-Modelle standen, sondern auch Seifenblasendosen.

Wilmersdorf an einem Montag

Der viereinhalbfache Rüdi

Es war ein Rüdi-Tag. Erstmal mit der U3 zum Rüdi und dann mit dem 186er zum Orthopäden. Dann halb zurück zum Rüdi, dann wieder zum Orthopäden, weil jetzt die richtige Überweisung aufgetaucht war. Dann wieder zum Rüdi und wieder nach Hause.

Denn zu den Extra-Tasks des Tages gehörte der Überraschungsauflug in die Radiologie. Röntgen beim Orthopäden war nicht mehr möglich („alle krank“).

Bei der entsprechenden Radiologie halbwegs in der Nähe war ich nicht der erste überraschende Röntgen-Kunde des Tages, was zur Ansage führte „Wir sind unterbesetzt. Entweder kommen sie gleich oder in drei Wochen“, und dann kam ich gleich.

Ich fuhr zum Rüdi, dann in den 186 Richtung Röntgen, diesmal kürzer, genoss die breiten Ledersessel im dortigen Wartezimmer und durfte erläutern wie mensch es schafft, sich gleichzeitig an Hand und Fuß was zu brechen.

Danach Home-Office-Rumsemmeln. Manchmal dachte ich, mein Leben wäre jetzt bequemer wenn ich mich einfach hinlegen könnte nach den ganzen Ausflügen, aber dafür hätte ich mich halt krankmelden müssen. Und ich sah ja gerade eben, was Unterbesetzung so anrichtet.

U-Rüdi

Ab einer bestimmten Stelle ist (|f(n)|) höchstens ein konstantes Vielfaches von (|g(n)|).

Fußwehzeit ist Lernzeit. Ich verbrachte erstaunlich viel Zeit mit den Einsendeaufgaben in den Datenstrukturen und Algorithmen. Soviel Zeit, dass ich den Einsendeschluss verpasste – was nicht schlimm ist, denn in diesem Modul sind sie optional – aber immerhin genug Zeit, dass irgendwann Lösungen freigeschaltet wurden.

Oh boy, was i wrong.

Gleich am Anfang falsch abgebogen und mir dann das Leben unnötig schwer gemacht. Irgendwann geriet ich in Abwege, der Ableitung von Logarithmen in Brüchen und dann war es wie wenn einem das Navi in den Waldweg führt: Man weiß nicht warum, aber hier war man falsch.

Jetzt lernte ich, und werde mir hoffentlich merken, die Aufgabe sollte deutlich direkter gerechnet werden. Wenn es darum geht, ob eine bestimmte Funktion einen Big O-Wert hat, soll mensch einfach die formale Definition nehmen, dann eine Konstante einsetzen und dann schauen, ob das Ergebnis Sinn ergibt.

Formal:

\[ f(n) \in O(g(n)) \Leftrightarrow \exists C >0 \ \exists N_{0} \in \mathbb{N} \ \forall n \geq n_{0} \ : |f(n)| \leq C |(g(n)| \]

Halbwegs in Worten. Damit gilt, dass eine Funktion f(n) Teil von O(g(n)) ist, muss es einen Wert für n geben, ab dem – bis zur Unendlichkeit – der Betrag von f(n) immer kleiner oder gleich dem Betrag von g(n) mal eine Konstante C ist.

In diese Formel sollte ich einfach alle Beispielaufgaben einfügen und dann durchrechnen, ob es diesen Wert n geben kann.

(Was jetzt sehr abgekürzt war, aber ich hoffe, ich kann es mir so merken, indem ich es hier niederschreibe)

RewriteEngine On

Mittwochmittag bekam ich mit, dass irgendwas mit der Programmiersprache PHP und einer Sicherheitslücke ist. Kurze abchecken, dass ich beruflich nichts betreue, was „web facing“ ist und das war schon mal ganz beruhigend.

Später fiel mir ein, dass ich ja einen Blog habe, der – immer noch – auf WordPress läuft und WordPress ist bekanntlich in PHP geschrieben.

Nach den unerquicklichen Erfahrungen mit wp2shell diesen Sommer, beschloss ich keine Risiken einzugeben, und das Blog vom Netz zu nehmen. Ich lernte dann sogar, wie das am einfachsten geht – über zwei Zeilen Text in der Datei .htaccess:

RewriteEngine On
und
RewriteRule ^ - [R=503,L]

Fast ist mir unheimlich, wie einfach das ist.

Währenddessen fühlte sich Mastodon ein wenig wie Weihnachten vor der Bescherung an, wenn alle auf die Patches warten. Es war nur klar: Es wird groß und wichtig. Aber was genau?

Als die Patches veröffentlicht waren, verzog sich der kompetente Teil der Diskussion – entweder Server patchen oder Code lesen – und es franste aus.

Mein eigener Hoster nahm es mit Gemütlichkeit und schrieb erstmal nur, dass es die Lücke gibt und auch eine Lösung und bis Mittwochnacht nicht mehr. Also blieb das Blog erstmal offline.5

Quelle:Internet

Links

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Der Autoabschied geht weiter. Ich wünsche weiter viel Erfolg: Lauter rettende Engel (erfolglos)

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Gute Besserung! Eine Beerdigung, ein krankes Herz und das 7. deutsche Filmfestival in Cannes

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Es ist Herbst.. Termin beim Bestatter, dem Verwalter des Todes. Zwischen Tablet und Taschentüchern werden „die letzten Dinge“ geregelt. Das Ganze ist ein wahnsinnig teures Unterfangen, aber so sind Beerdigungen in Deutschland. und eine direkte Ergänzung von Heiko Dienstleistung des Todes

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Lebendiger: Da gibt es eine Veranstaltung im Mach 1, der wahrscheinlich letzten Disco in der Stadt, die ist wie für mich gemacht! „Ü60 Party – Legenden unter sich“

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Irgendwann kam ein Typ vom Berufsinformationszentrum an unsere Schule und ich erzählt ihm das ich was mit Computer machen möchte. Der einzige passende Lehrberuf ist der Datenverarbeitungskaufmann, sagte er. Dafür gibt es im Bezirk 3 Betriebe und auf die Stellen hätte ich keine Chance. Kein Abitur. Und damit Haken dran. Ich suchte mir dann Ausbildungsberufe, wo auch nur irgendwo im Beschreibungstext was von Programmieren stand und landete so bei der Telekom.

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Überleitung zu den Tennessee-Anmerkungen, die gleich kommen werden: 2026 #42 – ein Kapsel-Update meines Baumwollanbaus

Handlasten und Tier müssen getragen werden. Rechts stehen. Links überholen.

Anmerkungen

  1. Natürlich gibt es auch noch die Dolly-Version. Und ich staune und bewundere: Selbst in dieser komplett verwaschenen, unscharfen Aufnahme einer offenbar fragwürdigen Fernsehsendung tritt sie auf die Bühne und hat dieselbe Präsenz wie sie Elvis oder Freddie Mercury hatten in den Konzertfilmen, die wir gerade sahen. ↩︎
  2. Wenn ich schon Dolly verlinke, dann auch mit einem Song, den sie selber schrieb: Tennessee Mountain Home. ↩︎
  3. Zusatz-beeindrucket wie gut 100.000 Menschen im Stadium den Checkered-Look im Publikum hinbekommen. ↩︎
  4. Bei der Gelegenheit bin ich dann in einem kleinen Stadion-Song-Rabbit-Hole verschwunden. Während das ja normalerweise eher Upbeat-Uptempo-Nummern oft wenig ausgeprägter musikalischer und emotionaler Komplexität sind, staunte ich über die Montreal Canadians. Die haben das durchaus melancholisch-getragene Fix You von Coldplay. Was schon auch irgendwie wieder zu Franko-Kanada passt. ↩︎
  5. Spoiler. Später ging es wieder online. ↩︎

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