Schlagwort: Einsendeaufgaben

  • 23-06-06 Ein Weg in einer Kurve (DER MASTERPLAN)

    23-06-06 Ein Weg in einer Kurve (DER MASTERPLAN)

    Als ich auf dem Balkon die Wäsche aufhängte, sah ich auf dem Bürgersteig gegenüber und eine Frau in weißer Schlaghose mit schwarzem Top von rechts nach links durchs Bild laufen. Und von links nach rechts. Außerdem fuhr sie mit dem Fahrrad einmal quer. Anscheinend sollte ich mir dieses Jahr weiße Schlaghosen und ein schwarzes Top besorgen, um im Trend zu liegen.

    Damit uns die Baustellen nicht ausgehen, wurde auf der Straßenseite gegenüber eine neue aufgebaut. Diese umfasst mehrere Dutzend Meter Busspur. Die Absperrung wirkt ungeahnt professionell für diese Gegend. Anscheinend soll es länger dauern.

    Und die Baufirma wurde vielleicht nicht gestern als UHG-Tochter Ltd gegründet, die zum Firmengeflecht einer SE (Gibraltar) gehört, während der analphabetische Geschäftsführer in einem Schuppen in Rumänien sitzt und für 20 Euro irgendwas unterschrieben hat. Vielleicht ist hier eine echte Baufirma tätig!

    Der Masterplan

    In der Post lag der Hagen-Studienausweis für das Wintersemester ’23/’24. Dies ist ein geeigneter Moment, um meinen mehr als vermessenen Plan für das weitere Studium niederzuschreiben. Für später zum Kopfschütteln und „Haha!“ sagen.

    • Also Bachelor Wirtschaftsinformatik zu Ende, Wahlmöglichleiten möglichst weit Richtung Informatik ausreizen. Zusätzlich Mathekurse im Akademiestudium.
    • Danach Master Wirtschaftsinformatik. Wahlmöglichleiten möglichst weit Richtung Informatik ausreizen. Zusätzlich Mathekurse im Akademiestudium.
    • Danach Bachelor Mathematisch-technische Softwareentwicklung. (Der liegt so zwischen Informatik und Mathe wie Wirtschaftsinformatik zwischen Informatik und Wirtschaftswissenschaften liegt). Durch die Anrechung der ganzen Mathe- und Informatikkurse aus den Vormestern geht das hoffentlich übersichtlich schnell. Dort die Wahlmöglichkeiten in Richtung Mathe ziehen.
    • Und wenn ich das dann habe, habe ich die formalen und inhaltlichen Voraussetzungen für den Master in Mathematik erworben.

    Andererseits: Eskalation kann ich. Es begann damit, dass ich vor einem geschlossenen Stadtbad Schöneberg stand und weitere Bäder erkundete. Dann kam ein Blog und ein Quartett hinzu und mittlerweile arbeite ich bei der Anstalt.

    Oder ich schaffe einfach NIE diesen Kurs in Algorithmischer Mathematik und humple mich irgendwann mit letzter Kraft zum Bachelor Wirtschaftswissenschaft. Aktueller Stand: Nach vier Stunden des Grübelns und Recherchierens kam ich darauf, warum ein Pfeil → in der Aufgabenstellung ein Pfeil mit Querstrich ↦ ist – und warum der Querstrich diese Aufgabe deutlich verkompliziert. Es geht nicht um eine Funktion, sondern um einen Weg in einer Kurve. Mon dieu!

    Haselnüsse und Brokkoli

    Sonntägliche Gartenbeobachten: Letztes Jahr war ein gutes Apfeljahr. Dieses Jahr wird ein gutes Blattlausjahr. The Swingin‘ K’s sind zurück im Garten. Und das freute mich sehr.

    Blühender Rosenstrauch, Stanwell Perpetual, mit weißen und blassrose Blüten

    Besuch aus Wochenend-West erzählte vom Urlaub in Cuneo (Piemont). Endlose Landschaften mit Haselnussbäumen. Und ihre Vermieterin: „Alles Nutella.“

    Herr southpark, woran merken Sie, dass sie alt werden? – Ich sah eine Werbung *zwinker* *zwinker* für Cannabisblüten, die *zwinker* von Brokkoli sprach. Und ich dachte: „Ach schade, Brokkoli hätte ich spannender gefunden.“

    Ich lernte: Der Hauptzweck von Privat-Alarmanlagen liegt darin, im Haus einen derart betäubenden Lärm zu veranstalten, dass es der/die/das Dieb vor Schmerz nicht aushält und flieht.

    In der achten Klasse hielt ich einst ein Referat über Billy Joel. Mein Musiklehrer war verwundert, warum ich einen vollkommen unmodernen Sänger als Thema wählte. Ich finde, Joel hat sich über die Jahrzehnte besser gehalten als Vieles, was 1990 modern war. Und vielleicht spürte ich schon damals einen gewissen New York State of Mind. Joel spielt 2024 sein letztes Konzert im Madison Square Garden. Die New York Times zitiert den New Yorker Bürgermeister Eric Adams mit „There’s only one thing that’s more New York than Billy Joel. And that’s a Billy Joel concert at MSG.” Ein schönes New-York-Video auch von Billys Lieblingssong: Scenes from an Italian Restaurant.

    Passend: Dieses begeisternde Outdoor-Dining-Cover des New York Magazines.

    Frau Herzbruch erzählt von Harz im Jugendhandball. Da kommen viele klebrige Erinnerungen hoch. Inklusive meiner späteren Befriedigung als unser ewiger Angstgegner als TSV Hannover-Burgdorf in die Handball-Bundesliga aufstieg.

    Comic: Wie lebt es sich als komplett farbenblinder Mensch. A Vision in monochrome.

    „The peanuts are still on board the aircraft, boarding will be withheld until clearance is given!“

    TwinDos Nummer 2 meldet, dass es fast leer ist.

  • 23-05-30 Uelzen Hildesheim Wohnmobil

    23-05-30 Uelzen Hildesheim Wohnmobil

    Der Regio nach Sylt ratterte am Bad vorbei. Ich hatte etwas Mitleid. „Ihr müsste noch Anderthalb Stunden im im überfüllten Ferienregio sitzen, während ich hier schon Nordsee, Wind, Sonne und Wasser in Dithmarschen habe.“

    Ich umrundete gemählich schwadernde Osteuropäerinnen mit Kopftuch. Madame hatte sich zurückgezogen und las weiter in Stadt Land Raub. Der junge Mann in der neofarbenen Badehose übte sich an formvollendeten Köppern vom 5-Meter-Turm. Der Güterzug nach Hamburg rauschte vorbei.

    Wir schwelgten im 29-Grad-Freibad – beheizt durch die Abwärme der Raffinerie, deren Erzeugnisse nach Hamburg fuhren. Nachdem das Meer sich rar gemacht hatte, holten wir den Schwimmausflug im Freibad Hemmingstedt nach. Erfreut darüber, dass auch in ländlichen Kleinstadtfreibädern inzwischen Currywurst (Rindfleisch) auf der Karte steht.

    Es folgten die anderen Standard-Programmpunkte: Wandeln am Eidersperrwerk, wandeln am Deich und Scholle essen am Büsumer Hafen. Herr Ch. wollte nach Heide gebracht werden, damit er zusammen mit der Landjugend zur Albersdorfer Pfingstfete fahren konnte.

    Radtourschild mit Schaf-Route und Kohl-Route
    Kohl-Route und Schaf-Route. Wie es sich gehört.

    Nebenbei, immer wieder: LU(LR)-Zerlegung und Cholesky-Zerlegung. Die Einsendeaufgaben ruhen in diesem Semester nie. Ich hatte es natürlich nicht geschafft, sie vor dem langen Wochenende abzugeben. Immerhin: inzwischen sind einige Aufgaben eingereicht, vier Stunden vor Abgabeschluss.

    Auf der Rückfahrt; die Strecke von Büsum zur Autobahn. Ich zählte Kennzeichen auf: Hamburg – Pinneberg – Einheimisch – Pinneberg – Essen – Hannover – Schweiz – Hamburg – Einheimisch – Einheimisch – Irgendwasausbadenwürttemberg – Itzehoe – Einheimisch – Uelzen – Hildesheim – Wohnmobil. Die pfingstlichen Urlauberkolonnen rollen.

    Girl Gone Missing

    Madame gestaltete derweil naturnahe Blumenkäste und las Stadt Land Raub. Die deutsche Übersetzung von Girl Gone Missing war über den Hammett-Newsletter und dann diverse Irrungen in Madames Hände gelangt. Ihren gelegentlichen Äußerungen nach sprach sie dem Buch jegliche Krimihaftigkeit ab. Deswegen war sie von der Geschichte der Native Americans in Minnesota sehr angetan. Sie zitierte zustimmend eine Kritik „Es passiert nicht viel auf der Handlungsebene. Aber es passiert viel mit den Menschen.“

    Der Kaptain entdeckte den Whats-App-Status.

    Im Kofferraum fand sich ein halber Kaninster mit Winter-Scheibenreiger.

    Von mir gelesen: Horst Evers: Bumm! Ich zweifelte schon beim Kauf, weil sich das Buch eigentlich zu sehr nach persönlicher Komfortzone von mir anhörte. Bei der bisher gelesenen ersten Hälfte bin ich unterwältigt. Aber ich erinnere mich an den Vorgänger, den ich auch lange unterwältigend fand, bis ein furioses Finale alles zusammenfügte.

    Frau Rabe folgte einer norwegischen Hochspannungsleitung.

    Beim Guardian gab es eine #metoo-Affäre und in der britischen Presse rollt Tumbleweed vorbei. Die nytimes berichtet über Nicht-Berichte: A British Reporter Had a Big #MeToo Scoop. Her Editor Killed It. (Paywall entfernt).

    Politico produzierte eine Grafik-Multimedia-Reportage über den neuen European Sleeper Train von Berlin nach Brüssel. (Achtung, lädt ewig)

    Shocking! Die Hamptons sind nicht mehr Hip!

    Merken für das nächste Jahr. Alle Mauer-Blumenkästen beim Kaptain zusammen fassen etwa 100 bis 120 Liter Blumenerde. In der Hütte sind noch 100 Liter.

  • 23-05-25 Srieh srieh

    23-05-25 Srieh srieh

    Heute ist internationaler Tag der Datenschutzbeauftragten. Leider haben wir dieses Datum zu spät bemerkt, um unserem DSB noch einen Strauß Blumen zu besorgen.

    Im Briefkasten lagen Karten aus Trier (Krähe, selbstgemalt) und Sylt (Hindenburgdamm, umspült von 3-Meter-Wellen) – Danke.

    Ich verbrachte den Tag im immobilen Arbeiten zu Hause. Denn ein fremder Mann in Arbeitsmontur kam in die Wohnung. Er brachte einen langen Stab mit, mit dessen Spitze er auf alle Rauchmelder drückte. Als diese kurz auslösten, war er zufrieden. Vor der Wohnungstür machte ein anderer Mann Notizen.

    Er fragte noch kurz besorgt, ob unser Haus auf Fernwärme umrüsten wollte – „Nein“ – Die Auskunft machte ihn glücklich. Sonst hätten sie die Rauchmelder alle ändern müssen.

    Besuch von oben

    Unangekündigt kamen im weiteren Verlauf des Tages zwei schwer atmende Zeug:innen Jehovas vorbei. Allein für den Mut, mit einer so potenziell konflikterzeugenden Mission durch die Berliner Innenstadt zu wandeln, hätte ich sie am liebsten zum Kaffee eingeladen.

    Aber

    (a) Bin ich mir nicht sicher, ob Zeugen Jehovas überhaupt Kaffee trinken dürfen.

    (b) Bin ich mir sicher, dass die Bewirtung von Missionaren auch bei liberaler Auslegung nicht zu meiner Stellenbeschreibung im Home Office gehört

    (c) Wäre es ja kein netter Plausch geworden, sondern sie hätten mit mir über die Bibel reden wollen. Da ich in meiner Punk-Jugend bereits einen mehrstufigen Bibel-Fernkurs der Siebter-Tags-Adventisten durchlaufen habe und alle „Fragen-junger-Leute/Praktische-Antworten„-Bände der Zeugen Jehovas las, hätten sie mir nichts Neues erzählen können.

    Die Mauersegler, welche die energetische Sanierung des Nachbarhauses aus unserer Hinterhoflandschaft vertrieben hatte, flogen kurz im Hinterhof vorbei. Im Sturzflug ihr lautes Srieh strieh! (Wikipedia) ausstoßend. Es freut mich, dass sie zumindest ein anderes Obdach in Südwestberlin gefunden haben.

    Gestern eröffnete Madame die Freibadsaison im Sommerbad im Insulaner. Danach gelang es mir, sie Mittags in die Blumenfisch-Via-Raststätte auszuführen, welche ein Lichtblick in der kulinarischen Ödnis zwischen Bahnhof Südkreuz und IKEA ist. Schöne Räume, total freundliche Leute und echtes vor Ort selbst gekochtes Essen.

    Madame vollendete die Lektüre des 34-seitigen Threads zum Thema Ninja Creami im Forum des Grillsportvereins. Ergebnis: Der Creami kann auch weitere Massen außer Eiscreme.

    Auf eine Tafel handgeschriebener Speise-Wochenplan der Gaststätte.

    Drei Gleichungen und sieben Variablen

    Seltsam: ich war der Mensch, der bei Computerspielen immer aufhörte, wenn „Logikrätsel“ auftauchten und mir der Lösungsweg nicht gleich sofort offensichtlich war.

    Diese Mathe-Einsendeaufgaben sind am Ende auch eine Art „Logikrätsel jetzt even more extreme.“ Und ich beginne mich hinein zu verbeißen. Jeglicher Ehrgeiz in mir ist geweckt. Ich stelle fest: Logikaufgaben interessieren mich vor allem in ihrer even more extreme Variante und wenn es um Etwas geht.

    An einer Aufgabe (zur Gauß-Elimination) scheitere ich immer wieder am selben Punkt. Der Neugier halber habe ich die Aufgabe nun einem Onlinetool zur Lösung von Gaußeliminationen gegeben. Und es scheitert an genau denselben Stellen wie ich. Was mir immerhin sagt: den Lehrstoff habe ich verstanden. Das um-die-Ecke-denken jenseits der normalen Verfahren will der Aufgabensteller halt, dass man es sich erarbeitet.

    Eine weltberühmte Schweizerin starb.

    DWDL würdigt Let’s Dance als die letzte große Livesendung des Deutschen Fernsehens.

    Die profilierungsfreudigen Eskalationtaktiker:innen der Letzten Generation sind auf genauso profilierungsfreudige Eskalationstaktiker:innen bei Politik und Staatsanwaltschaft gestoßen. Bild und Welt wissen schon seit Wochen nicht mehr, wohin mit all‘ den Champagnerflaschen. Die Empörungsgruppen sammeln sich. Rudelbildung erfolgt. Gruppen, die nicht ganz so profilierungsfreudig sind, verlieren Zulauf. Alle regen sich über Alle auf.

    Wenn es nicht immer so deprimierend vorhersehbar wäre.

    Ach. wenn die LG wenigstens radikale Forderungen hätte oder inhaltlich etwas zu sagen hätte.

  • 23-05-23 Auslöschung

    23-05-23 Auslöschung

    Madame ließ den Unterschied zwischen Auto-Motoren und Sahnetorten-Sahne erläutern. Angesichts von Schienenersatzverkehr der S-Bahn, ausfallenden Regios und beklebten Autobahnen ist erstaunlich, dass sie überhaupt am Ort der Erläuterung ankommt.

    Ich zombiete durch die Gegend. Sei es der mehrfache Wetterumschwung, zu wenig und zu schlechter Schlaf oder das, was ich mir eventuell Ende letzter Woche bei Brandenburgfahrten in S-Bahn und Regio eingefangen habe: Ich laufe in einem Drittel meiner normalen Geschwindigkeit und finde das Konzept „Pause“ noch besser als sonst.

    Highlight des Tages: Der Pfandflaschenautomat im Edeka Kaiser-Richard-Platz nahm sämtliche Pfandflaschen an, die sich im Laufe der letzten Wochen im Schuppen angesammelt hatten.

    Bis heute hatte ich gelernt, dass für solche Tage im Zombiemodus das Home Office (das Deutsche, nicht das Englische) der bessere Ort ist. IT-Fachkleidung hilft vermutlich und hier darf alles etwas langsamer funktionieren.

    Blick durch die Fenster des Bahnhofs Südkreuz. Sich abseilende Fensterputzer.
    Mittagspausenausblick aus dem Bahnhof Südkreuz. Bitte mit Mission- Impossible-Musik vorstellen.

    Zum Glück hatte ich mit der Algorthmischen Mathematik bereits am Wochenende begonnen.

    Auslöschung ist ein Konzept der Mathematik, bei dem die eigentlichen Zahlen sich gegenseitig aufheben und Rundungsfehler weit hinter dem Komma das Ergebnis bestimmen. Dies kommt bei Gleitkommazahlen vor.

    Als Beispiel: Zwei Drittel geschrieben als 0,666….. wird irgendwo weit hinter dem Komma einen Rundungsfehler haben.

    Subtrahiere ich zwei fast gleichgroße Gleitkommazahlen voneinander besteht das Ergebnis quasi nur noch aus dem Rundungsfehler.

    Zum Beispiel Wurzel 99999999999998 minus Wurzel 99999999999997. Das Ergebnis lautet 0,00000005000000000000000Rundfungsfehler. Rechne ich mit diesem Ergebnis weiter, das nur noch aus Rundungssfehler besteht, so erhalte ich kompletten Quark.

    Aufgabe ist es also mögliche Auslöschungen schon im Vorfeld zu erkennen und die Gleichungen so zu schreiben, dass diese gar nicht erst auftreten können.

    Was noch Abstrakt ist.

    Relevant ist: Die Auslöschung wird mir, zusammen mit LU-Zerlegung und Cholesky-Zerlegung hoffentlich die notwendigen Punkte der diesmaligen Einsendeaufgaben bringen.

    Mein privates Deutschlandticket (Mai) befindet sich weiterhin in einem Kafka-antäuschenden Limbo. Ich sollte Wetten anbieten, ob sich BVG-Online, BVG-Briefpost oder vermutlich unbeteiligter Zahlungsdienstleister (Briefpost) zuerst meldet. BVG-Telefon hatte bereits auf Zahlungsdienstleister (online) verwiesen, der wiederum an Zahlungsdienstleister (Briefpost) weiterverwies.

    Mein BVG-Jobticket-Deutschlandticket (ab Juni) hingegen macht keinerlei Probleme und lag im Briefkasten.

    Durch Frau Brüllen entdeckten wir, dass es vom Pacojet auch eine nachgebaute Haushaltsversion eines anderen Anbieters zu einem Zwanzigstel des Preises gibt. Trotz ausufernder Diskussion kann der Grillsportverein aber die relevante Frage nicht beantworten: Kann der Ninja Creami auch etwas außer Eiscreme?

    Wir hoffen auf den Gerätetest von Gabriele Frankemölle. An sich testet sie ja gerne Küchengeräte aus dem Hause Ninja.

    Barrie Kosky ist fast ein Nachbar. Zumindest für Berliner Verhältnisse. Immerhin wohnt er im selben Ortsteil.

    Ein Aufsteller vor dem Edeka Duolingo preist Spargel für 7,77€ / Kilo an.

  • 23-05-21 Pimpinelle Bluthänfling

    23-05-21 Pimpinelle Bluthänfling

    Hertha BSC stieg ab. Das erste echte Sommerwochenende folgte.

    Madame strich die Terrassentür und entkrautete mehrere Beete.

    Die Fernuni bewertete eine von sieben Einsendeaufgaben algorithmische Mathematik. Zumindest diese eine habe ich bestanden. Drei muss ich bestehen. Eine gab ich nicht ab, eine ist noch in Korrektur – aber für deren Bestehen bräuchte ich unverschämt viel Glück. Noch vier Möglichkeiten gibt es, um zwei weitere Male über die Hürde zu kommen.

    Die Motorradbraut besuchte uns auf dem Weg zum Kino. Wir sprachen über die generelle Arbeitsweise von Amtsgerichten und über besonders inkompetente NGOs. (Meine Wertung, nicht ihre).

    Die niederländische Gartenbau Gmbh setzte die Feldarbeiten hinter dem Garten fort. Nach Mähen und Gülle-Ausbringen Ende der Woche folgten Pflügen, Eggen und Aussähen. Angesichts der Arbeit bis spät in die Nacht hinein, wollen sie noch vor dem möglichen Gewitter am Dienstag fertig werden. Was man noch sinnvoll im Frühsommer ausbringen kann, wissen wir nicht, aber wir werden beobachten.

    Die Rotmilane waren begeistert von Feldarbeiten. Die neben dem Feld brütenden Krähen waren unbegeistert von den Rotmilanen. Wir waren zusammen mit der Motorradbraut gebannt von den Vogelluftkämpfen über unserem Garten.

    Wenn es aussieht wie ein Steinpilz, sich bewegt wie ein Steinpilz und schmeckt wie ein Steinpilz, muss es nicht unbedingt ein Steinpilz sein. Es könnte sich auch um einen Birkenpilz handeln. Der aber auch ein begehrter Speisepilz ist. Wir haben uns die Birke gemerkt, an der die beiden Pilze zu finden waren.

    Dank eines Schweinenackens der Fleischerei Bachhuber und dem bewährten Kugelgrill hatte ich diesen Wochenende eventuell den besten Schweinebraten meines Lebens. Das Beste: wir haben noch Reste für diese Woche.

    Im Wiesenteil des Gartens entdeckte ein Madame ein apartes neues Wildkraut. Bei näherer Betrachtung und unter Zurhilfename von PlantNet entpuppte es sich als Pimpinelle. Wir waren angetan und überlegen, wie wir seinen gurkenähnlichen Geschmack in Mahlzeiten integrieren können.

    Blühende Pimpinelle vor Rasen.
    Pimpinelle

    Auf dem Schuppen entdeckte ich einen Bluthänfling. Später am Abend fragten wir uns, welcher Vogel wohl so kanarienvogelartig singt. Vermutlich war es auch dieser Bluthänfling. Der eine überraschend enge Verbindung zum Textilwesen hat. Nicht nur folgt sein deutscher Name dem Hanf, sondern auch sein lateinischer (Linaria cannabina), Alternativ auch Flachsfink. Auch englisch wiederum nach dem Leinenstoff als Common Linnet bezeichnet.

    Und, hier schließt sich der Kreis, die Common Linnets war der Name der ehemaligen Band von Ilse de Lange.

    Die New York Times hatte vor ein paar Tagen ein Artikel dazu, wie Paris die Seine rechtzeitig zu den Olympischen Spielen beschwimmbar machen will. Und für eine beschwimmbare Spree würde ich ja sogar Olympische Spiele in Berlin befürworten.

    Herr Rau editierte Wikipedia zu Enki und Inanna und erhielt darüber passive Sichterrechte.

    Zum Einschlafen hörten wir eine Dokumentation „wie das Programmieren männlich wurde.“ In den 1940ern und 1950ern galten Jobs in der Computerprogrammierung als wenig professionell, nicht karriereträchtig und dubios – also als typische Frauenjobs. Mit zunehmender Bezahlung und Ansehen wurden die Frauen aus dem Beruf gedrängt. Spannende Geschichte aus der Frühzeit der Computer.

    Zufällig, aber passend zum Programmierthema gelesen: Zwei Rechts, zwei Links. Eine Kulturgeschichte des Strickens von Ebba D. Drolshagen. Unbedingt lesenswert.

    Über das Buch stolperte ich über Richard Rutt. Der verfasste ein Standardwerk zur Geschichte des Strickens, hatte aber auch sonst ein abwechslunsgreiches Leben:

    Cecil Richard Rutt was born in Langford, Bedfordshire, educated at Cambridge, became a Royal Navy codebreaker at Bletchley Park and spent 20 years as a missionary and bishop in Korea. He spoke at least eight languages and wrote widely on Korean culture and literature. He had learned to knit aged seven and on returning to Britain knitted some of his regalia notably his golden mitre when he became Bishop first of St.Germans in Cornwall, then Leicester, a historical centre of knitting.

    Aus dem Eintrag „Richard Rutt“ im Knitting History Forum.
  • 23-05-11 Neue Matratze

    23-05-11 Neue Matratze

    Falls ich mich in einigen Jahren fragen werde: Wann habt Ihr die Matratzen zuletzt ausgetauscht? Es war Ende April 2023. Und diese Matratze benötige ich jetzt auch.

    Denn das letzte Wochenende war nicht nur hochspannend, sondern auch anspannend. Diese Spannung fällt langsam ab und ich fühle mich wie eine Flasche Cola, die seit drei Tagen offensteht.

    Es half nichts, dass ich zwar – dank Studientag – meine bestvorbereitetetn Einsendeaufgaben aller Zeiten abgab. Aber trotzdem insgesamt noch 10 Stunden an der Lösung den Aufgaben saß und wieder entgegen allen ursprünglichen Planungen die Mittagspausen mit Algorithmischer Mathematik verbrachte; mehr als einmal dachte „Hä?“

    Blick auf ein Heft und Pausenraum.

    Dabei entdeckt: eine Kollegin, die in einem anderen Bereich arbeitet, studierte einst Mathematik. Ich „Dann kann ich dich ja im Zweifel fragen.“ Sie: „Das ist sehr lange her.“ Ich: „Aber wenn ich mich mal wieder frage: WAS WOLLEN DIE VON MIR?!?“ Sie: „Das habe ich auch andauernd erlebt und wusste es oft nicht.“

    Immerhin: Nachdem ich Einsendeaufgaben eins gar nicht abgab, bei den Einsendeaufgaben zwei alles in letzter Minute vonstatten ging und ich echt Glück zum Bestehen benötige, bin ich mit Nummer 3 nun einige Tage vor Abgabeschluss fertig und bin optimistisch die nötigen 30% der Punkte erlangt zu haben.

    Irritirrenderweise unterbrochen von kurzen Exkursionen auf die Fernuniseite, ob und wie ich von Wirtschaftsinformatik nach Mathe wechseln kann.

    Allerdings dachte ich dann, ich bleibe erstmal bei einem Fach, bei dem ich faire Bestehenschancen habe – und außerdem bin ich ja alt und habe irgendwann gelernt dass „gute Sachen zu Ende machen“ bessere Resultate bringt denn „andauernd aufregende Sachen anfangen und dann liegen lassen.“

    Ja, sonst ist alles ziemlich vorbeigerauscht. Mathe, Arbeit, Matratze, war was?

    Berlin-Bülowstraße

    Bei Versuch zu ergründen, was die Mathematiker von mir wollen, traf ich auf das Blog nebenbeistudent. Offensichtlich ein Fernuni-Hagen-Blog. Dessen letzter Beitrag liest sich ganz hoffnungsfroh. Ist aber halt nicht gut, dass es der letzte ist. Auch sollte ein Blog nicht mit etwas enden, das Zwischenstand heißt.

    Frau Anjesagt war/ist in Berlin und fremdelt. Eigentlich ganz niedlich. Teil 1 und Teil 2.

    Vorteile von Berlin: Deutsche Popstars machen Alben über deine unmittelbare Nachbarschaft. LEA veröffentlichte Bülowstraße.

  • 23-04-18 Wohlgeklammerte Ausdrücke

    23-04-18 Wohlgeklammerte Ausdrücke

    Eine Expedition fand ein jähes Ende.

    Vor etwa zehn Jahren schenkte uns eine ehemalige Nachbarin im Haus einen langen Beistelltisch. Dieser diente Neuneinhalbjahre als improvisiertes Flurregal. Vor einem halben Jahr beschlossen wir, dass der Flur seriös werden sollte und kauften ein echtes Flurregal.

    Der Tisch stand seitdem im Weg. Versuche ihn auf den gängigen Onlinewegen loszuwerden, scheiterten. Ebenso erfolglos blieb das Fragen bei Bekannten. Heute also machten wir, die Glasplatte des Tisches, das Gestellt des Tisches, drei alte Energiesparglühbirnen und ein kaputter Klemmstrahler uns auf den Weg zum BSR-Recyclinghof einen Stadtbezirk weiter. Es fühlte sich ein wenig an, wie eine Polarexpedition. Aber bereits nach kurzer Strecke fand sie ein Ende.

    Madame schlug vor, einfach bei Alpha & Omega zu klingeln. Deren Tisch war, für uns unbekannt, letzte Woche kaputt gegangen. Und so freuten sie sich über den Nachfolger. Unsere kleine Expedition endete nach 23 Treppenstufen.

    Ich kapitulierte.

    Nachdem ich gestern mehrere Stunden mit den Einsendeaufgaben-Aufgaben herumgebracht hatte, gelangte ich zur Überzeugung, dass ich nie im Leben die notwendigen Punkte erreichen werde. Es bleiben weitere Chancen.

    Heute gab es die Lösungen: Inhaltlich war ich auf dem richtigen Weg (soweit so beruhigend), aber noch weit davon entfernt, es so formal ausdrücken zu können, wie gewünscht. Gerade bei den induktiven Beweisen. Besser als umgekehrt. Immerhin konnte ich korrekt begründen, warum die Wahrscheinlichkeit zwei Töchter zu haben größer ist, wenn jemand sagt „ich besitze eine Tochter, die an einem Dienstag geboren wurde“ als wenn nur gesagt wird „ich besitze eine Tochter.“ (Was eine Variante des Ziegenproblems ist).

    In der heutigen Post waren die Kursunterlagen Teil 3. Es geht um Bäume, Matchings und wohlgeklammerte Ausdrücke.

    Was IST mit den Menschen?

    Auf dem Weg zum mittäglichen Blumenfisch-Lunch laufen wir über eine Autobahnbrücke und schauten hinunter auf den Stau. Im Hintergrund ein Martinhorn, eine Rettungsgasse bildet sich. Eine junge Frau in einem Auto der Kompaktklasse schert vor dem Polizeiwagen aus und tuckert durch die Rettungsgasse.

    Nach etwa 50 Meter bemerkt sie, dass ein Auto mit Blaulicht und Martinhorn direkt hinter ihr ist und zieht zur Seite. Polizeiwagen hält kurz neben ihr an und sagt ihr vermutlich unfreundliche Sache.

    Polizeiwagen fährt weiter. Frau schert wieder aus, versucht hinter der Polizei weiter durch die Rettungsgasse zu fahren. LKW zieht vor ihr zu. Die Frau gestikuliert wild und verärgert.

    Stau auf der Autobahn und Autobahnabfahrt

    Fundstücke

    MMBs Freundin wurde ihr parkendes Auto kaputt gefahren. Heute kam der Sachverständige der Versicherung. Leider fuhr er zur Meldeadresse der Freundin nach Brandenburg. Das Auto stand bei MMB vor der Haustür im Wedding.

    Madame war im Museum und empfiehlt nachdrücklich die Ausstellung Retrotopia – Design for Socialist Spaces.

    Die Uni empfiehlt dieses Video zu Parking Funcations. Inhaltlich finde ich es total spannend. Aber andererseits, damit war selbst Telekolleg Mathematik meiner KIndheit Multimedia-Entertainment-Overkill: Lecture 15 . Enumerative Combinatorics (Federico Ardila)

    A Holy Day for Hat People!