Madame kaufte im griechischen Supermarkt Ariston einen Fünf-Liter-Kanister Olivenöl. Von der Gemüslichkeit brachte sie zwei halbe Weißkohls, zwei Zuckerhut und Kartoffeln mit.
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The vielleicht-BBQ-Blog is back. Low-n-slow.de ist nach dem wp2shell-Hack im Sommer wieder im Netz. Jetzt allerdings nicht mehr als echtes Blog, sondern als static site. Also nichts mehr mit PHP, WordPress und Datenbanken, sondern im Netz liegen nur html-Dateien, die als reiner Text deutlich resistenter gegen die Unbilden der aktuell stürmischen Sicherheitslage im World Wide Web sind. Ganz old school. Nachdem die low-n-slow Wiedererweckung mit Publii so schön1 klappte, werden wohl auch Poolhopping und Zitronenpresse demnächst zurückkommen.
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Die 40 Zeichenblöcke kamen in der Hafenstadt an. Madame fuhr dafür einen kleinen Umweg über Tegel.
Das zusammengefaltete Pappbett hingegen steht immer noch in seinem Karton im Schlafzimmer, da es zu schwer und sperrig ist, um von einer Person in den Keller gebracht zu werden. Und eine von zwei Personen des Haushalts hat gerade Probleme damit, schwere und sperrige Sachen eine Trepper runterzutragen.
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Der Hot-Dog-Automat verschwand.
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Es war ein DoFr der Befreiung, der bei Seetangsalat endete.

Pläne sind dafür da, sie zu ändern
Donnerstag beschloss ich, die Erkältung wieder soweit im Griff zu haben, dass ich homeoffieren konnte. Ich nutzte es, um der Pflicht genüge zu tun, meinen Urlaub für 2027 einzureichen.
Einerseits scheint eine überraschende Routine in unserem Leben angekommen. Er ähnelt stark dem von 2026 (zweieinhalb Wochen im Juli, eine Anfang Dezember, die üblichen familiären Feiertage und Bildungsurlaub+Brückentage für die Klausuren), ich glaube soviel Urlaubskonsistenz über die Jahre hatten wir auch lange nicht mehr.
Zum anderen zwang es mich zur vorläufigen Entscheidung, was ich in den nächsten Semestern belegen will, damit ich die Klausurtermine vormerken kann.
Das wäre im SoSe2027
- Objektorientierte Programmierung für Informatiker2 (BA Informatik)
- Entwurf und Implementierung von Datenbanksystemen (Wahlpflicht 3/3 Wirtschaftinformatik im Master)
- Kommunikations- und Rechnernetze (Wahlpflicht frei 1/3 im Master Wirtschaftsinformatik)
Und im WS 27/28
- Das Seminar (Master WInfo)
- Rechnerarchitektur (BA Info)
- Spieltheorie (Wahlpflicht frei 2/3 im Master Wirtschaftsinformatik)
Dann bleibt im SoSe 28 noch ein Modul im Master Wirtschaftsinformatik und ich kann mich auf die Masterarbeit eingrooven, die dann allein das ganze WS 28/29 füllen wird.
So der Plan.
The last Steglitz
Freitag wachte ich im Stundentakt auf: 0:50h, 1:40h, 2:50h, 4:00h, schlief aber immer sofort wieder auf. Nur als mir um sechs träumte, dass der finnische Premierminister Alexander Stubbe auf dem Fahrrad mir per Insta-Anzeige den 10-Liter-Eimer für mein Studium verkaufen wollte, fühlte ich von mir selbst veralbert und beschloss, dass es jetzt genug mit Schlafen war.
Außerdem wartete ja Großes auf mich: Die Info, wie es mit mir und Hand-und-Fuß die nächsten Wochen weitergehen würde.
Freitag durfte ich wieder in die Außenwelt, wieder einmal zur größten Abwechslung meines Oktober lebens: zur Arztpraxis.
Ich verließ das Gebäude und dachte quasi zeitgleich „Gar nicht so warm“ und „Da läuft in Mann in kurzer Hose.“

Ich freute mich in langer Hose der nebelumwobenen Zierkirsche, stieg in die U3 und fuhr zum Rüdi. Dort schaute ich einmal in die U-Bahn-Station bevor ich den eigentlichen Rüdesheimer Platz, schon sehr wohnlich, musterte und zum 186er wankte.

Im Wartezimmer las ich die Bialik-Biographie(?) von David Aberbach zu Ende. Dabei löste sich auch ein Rätsel: Am Ende erwähnt der Autor, dass der Bialiks Gedichte selber aus dem Hebräischen ins Englische übersetzt. Ich konnte ich ja schon dem Rest des Buches entnehmen, dass atmosphärisches Schreiben keine Stärke von Aberbach ist. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass ihm eine möglichst genaue inhaltliche Wiedergabe des hebräischen Textes wichtiger ist, als das Treffen von Sound und Sprache.
Auch seine Besprechungen einzelner Texte halten sich wesentlich mehr damit auf, was genau das Gedicht sagt, als wie es das sprachlich erreicht und wie es Emotion und Stimmung erzeugt. Für einen Band über Lyrik ist das alles arg unlyrisch und es hilft nur bedingt, dass ein Großteil des Textes aus den sehr bodenständig übersetzten Gedichten Bialiks besteht.
Trotzdem blieb das Buch erstmal im Regal. Die Literaturliste hinten im Buch scheint mir kostbar und auch im Internet-Zeitalter nicht so leicht ohne dieses Büchlein reproduzierbar.
Auf jeden Fall war der Hot-Dog-Automat weg, der Bialik ausgelesen, und somit dachte ich, wurde es nun Zeit, meine Zeit mit der Ortho-Praxis zu beenden.

Ab jetzt selber tapen
Hoffnung gab es ja. Es stand ein Termin mit dem Arzt zur Besprechung des weiteren Vorgehens an. Die Tapeverbandsdame war mittlerweile zur letzten verbliebenen Mitarbeiterin geworden, winkte mir aber quasi schon aus der Empfangsschlange zu, dass sie mich gesehen hatte und ich ins Wartezimmer sollte.
Nach geraumer Zeit, genug für die Bialik-Beendigung, wurde ich ins Zimmer 2 gerufen, wo weiterhin die Pustefix-Dosen standen. Der Arzt musste sich erstmal erinnern, was genau ich wollte, dann aber wurden wir uns einig: Handgelenk war doch kein Knochen-Haarriss, sondern nur heftig gestaucht. Großer Zeh ist weiterhin gebrochen und weiterhin eher blöd direkt am Gelenk – aber auf dem Weg der Besserung.
Long story short: Ich durfte die Orthese von mir werfen, darf wieder normal laufen – halt nichts, was heftige Bewegungen am Zeh verursachen könnte – und mich auch selber beidhändig tapen. No more Arztbesuche dort bis Ende November.
Der Vollständigkeit halber fragte ich nach Schwimmen und Radfahren. Beim Schwimmen schaute er erfahrungsgemäßig skeptisch, beim Radfahren überraschte er mich: Solange sie den Fuß ganz aufsetzen und nicht runterfallen oder stürzen, ist das gut.
Also auf!

Laserschwert und Schweinebauch
Zum nächsten Termin nahmen wir dennoch den Bus. Zu Hause reinfallen und vor dem Restaurant wieder rauskullern, ist ziemlich unschlagbar.
Das Uhlandessen zahlt sich aus. So konnten wir ein für mich humpelgerechtes nahes, aber dennoch gutes Lokal empfehlen, als wir uns in kleiner Runde essen wollten. Wir rechneten allerdings nicht mit Ghilts Reaktion: „Super. Das ist Platz 6 auf meiner Liste aller chinesischen Restaurants Berlin.“
Offenbar hat er in Berlin sämtliche3 chinesischen Restaurants besucht und führt eine Listeder Besten. Willkommen bei einem informallen Wikipedistas-Treffen.
Wir waren zu sechst. Die beiden jüngsten tauschten Halloween-Party-inspiriert ein Laserschwert – kein echtes – aus. Wir plauschten nett über Stunden vor uns hin, über aktuellen Wikipedia-Tratsch, aber auch darüber, dass in letzter Zeit drei langjährige Autoren ihre Artikel offenbar von KI schreiben lassen und deshalb gebeten werden mussten, das Projekt zu verlassen.

Ghilt klagte sein Leid, dass er unter den regelmäßigen Autoren der letzte ist, der Biochemiker ist und quasi alleine in seinen Themen von Fentanyl bis Crotonylierung4 steht und wir alle versuchten den Hexer zu einem Jobwechsel zu überreden. Mich inspirierte es, mal wieder wirklich Artikel zu schreiben.
Madame wies darauf hin, dass ich lieber meine Altlasten von vor 20 Jahren überarbeiten sollte. Irgendwie landete ich bei den Ursprüngen des Hip Hop, den ich 2005 schrieb, inzwischen gar nicht mehr so gut finde, und dessen Überarbeit mir aber Gelegenheit bietet, Kurtis Blow5,6 und Roots-Reggea7 zu hören. Vielleicht lerne ich bis zur Ende der Überarbeit sogar endlich mal, wie sich Reggae schreibt.
Der letzte Tian-Fu-Besuch, beim Uhlandessen fand ja am Tag nach dem Sturz zu Paris statt, dementsprechend durchgeschüttelt war ich noch körperlich und seelisch und dementsprechend risikoavers war ich beim Bestellen mit irgendeinfleisch-Süßsauer. Jetzt war ich wieder experimenteller aufgelegt, und dachte, wenn schon Sichuan-Küche, dann darf auch eine gewisse Schärfe sein.
Leider machte ich den Fehler, die 352 zu bestellen. Das was auf der Karte Gebratener Schweinebauch mit Gemüse und eingelegten Schwarzwurzeln heißt, sich mit Hilfe des Haselanten und Abgleich der Schriftzeichen als Huíguōròu/ Doppelt gekochtes Schweinefleisch / Fleisch das zum Wok zurückkehrt / 回鍋肉, ein echter Klassiker der Sichuan-Küche und leider kann ich dort nie wieder etwas anderes bestellen, weil es so gut war.
Es war irgendwie gleichzeitig super-crisp (denke: Kartoffelchips oder gebratene Hühnerhaut) und saftig (denke: Pulled Pork), die Schärfe hatte Biss, war aber nicht nur Schmerz sondern auch Aroma, und überhaupt das Aroma. Ich vermute, dessen Tiefe und geschmackliche Ummantelung kam durch das Schwarze-Bohnen-Fermentat.
Vielleicht höre ich auch einfach auf, Schweinefleisch selber zuzubereiten, weil da ich da nicht rankomme.
Im Vergleich zum Schweinebaucherweckungserlebnis fiel der Rest natürlich ab. Aber ich möchte noch den Seetangsalat, den gewürzen Tofu (meine Güte), das lebkuchenartige Rindfleisch, den Wasserspinatsalat und Ghilts Spezialrotbarsch, der nicht auf der Karte steht, erwähnen.
Zum Abschluss versprach uns Ghilt, dass wir zusammen auch noch Platz 1 bis 5 seiner Liste aufsuchn.
Links
Immer noch verspätet.
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Seinfeld aus Business-Sicht: Sie beginnen mit der unglaublichen Statistik, derzufolge allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres, also 2026, 60 Millionen Amerikaner mindestens eine »Seinfeld«-Folge gesehen haben,
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Ich bin seit ein paar Monaten wieder Trainer bei Creature Ball.
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Es gab eine Bloglesung. Und ich empfehle dringlichst, alle Texte dazu zu lesen, das ist so vergnüglich und einfach schön. Ich verlinke jetzt als Startpunkt mal zwei Texte von Organisatorin Frau Klugscheisser Let’s Groove [the one with the bad memory] und Bloglesungsleserin Vanessa Giese Rocky – die Lesung, ein Bett und ein Freibadbesuch in der Hoffnung, dass sich die meisten anderen Texte darüber finden lassen.
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Als ich von gmail wegwechselte, betrachtete ich Protonmail ernsthaft als Privacy-freundliche europäische Alternative. Aber irgendwie hat das Unternehmen damals schon seltsam gevibed. Inzwischen they have gone full scaly crazy: Manifestos, Fear, and ‘Loser Thinking’: Inside Proton’s AI Reckoning
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Crispy
Chicken Skin
Butter
Was an diesen Worten ist nicht super? Crispy Chicken Skin Butter
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Anmerkungen
- Okay, schön ist das noch nicht. Ich wollte erstmal wieder die Texte zurückhaben. Über das Aussehen machte ich mir noch Null Gedanken. ↩︎
- Das Modul für Wirtschaftsinformatiker habe ich schon. Aber das ist ein anderes. Ob mir die objektorientierte Wirtschaftsinformatikerprogrammierung anerkannt wird, scheint mir fraglich. ↩︎
- Außer aus den Besprechungen/Beschreibungen/Reviews wird schon beim Lesen klar, dass es wirklich gar keinen Grund gibt, dorthin zu gehen. ↩︎
- Eine posttranslationale Modifikation von Proteinen, bei der sie eine Crotonylgruppe erhalten. Sie spielt eine Rolle bei der Genregulation und der Entstehung von Tumoren. ↩︎
- Nebenbei-Entdeckung: Ich hörte Blows Christmas Rap und dachte „Die bass line kennst du.“, denn Another One Bites the Dust. Jaja, die frühen Rapper. Alles samplen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Dann fiel mir auf, dass Christmas Rap von 1979 ist, Another One Bites the Dust aber von 1980. Einige Umdrehungen weiter erwies sich dann der echte Ursprung: Chics Good Times. Überhaupt habe ich Chic bisher glaube ich zu Unrecht weitgehend ignoriert. Dabei wurde mir dann auch klar, dass genau diese Bass line auch in der ersten Rap-Platte überhaupt vorkommt: Rappers Delight der Sugarhill Gang. (und natürlich auch in dessen Ripoff Noch mehr zur Bassline hat die Youtube University: Greatest Bass Line Ever? Ep4 ‚Good Times‘ Chic ↩︎
- Tolles Kaninchenloch. Über Rapper’s Delight lande ich natürlich bei dessen 2002er Pop-Cover Aserje / The Ketchup Song. Das Cover ignoriert die Bass line, aber es nimmt den Rap-Part. Und was ich nicht wusste: Es ist ein Text über das Nicht-Nerstehen. Denn es geht um Diego, der in die Disco geht, seinen Lieblingssong hört, aber kein Englisch kann. Aus Englisch (Rappers Delight): I said a hip hop, the hippie wird ein gehörtes Spanisch: Aserejé, ja, dejé ↩︎
- Nebenbei-Entdeckung: die arte-Mediathek hat lange Aufzeichnungen der Summerjam-Festivals mit Reggae und Dancehall und Hip Hop. Kann mensch gut nebenbei laufen lassen. ↩︎
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