Schlagwort: Dachboden

  • 25-01-23 Am Abschlusstag der Berlinale ist Bundestagswahl

    25-01-23 Am Abschlusstag der Berlinale ist Bundestagswahl

    Chemnitz feiert sich als Kulturhauptstadt Europas. Alles was ich davon höre, bestätigt, warum ich Chemnitz so feiere (derzeit dauerhaft, unabhängig von Auszeichnungen).

    Ein Family Office kaufte die Kaiser-Richard-Passage in Schöneberg von einem anderen Family Office. Wir hoffen, dass das neue Family Office keine großen Pläne hat und vor allem den Blumenladen am Platz belässt.

    Unser Büronachbar Amadeus Fire hat ein neues Logo. Es sieht so aus, als hätte ich mir ein paar Klebebuchstaben bei Basteln Spielen Schenken gekauft, und beim Aufkleben wären die auch noch kaputt gegangen.

    Der Briefträger hatte weniger Lust als im Dezember. Vielleicht war auch das Trinkgeld nicht gut genug. Bei uns im Hausflur fand sich auf die Briefkästen gestapelt eine komplette Briefladung für das Hinterhaus und ein großes Paket zum Mitnehmen für das Hinterhaus.

    Irritierend: Das große Paket bestand offensichtlich aus 15 zusammengefalteten kleinen Paketschachteln, die in einer Folie zusammengepackt wurden.

    Der neue Brotschmortopf hat sich eingebrotet: Seine Erzeugnisse werden von Woche zu Woche besser.

    Die Deutsche Bahn beschloss den Berlin-Fernverkehr heute in Teilen exklusiv über Spandau abzuwickeln. Und so musste Madame erst einmal nach Spandau reisen, bevor sie in den ICE 279 nach Basel Bad steigen konnte.

    Zwei aufdringliche Haustürdrücker versuchten dem Kaptain einen neuen Gas-Vertrag aufzuschwatzen. Deutlich wurde das erst als sie sich an allen Anwesenden vorbei ins Wohnzimmer gedrängt hatten. Zum Glück konnte der Kaptain sagen „Ich habe keine Unterlagen. Das macht alles mein Sohn.“, und daran kamen sie auch nicht vorbei.

    Passend dazu hat der echte Gasversorger in Dithmarschen die Preise um 20% erhöht. Es scheint aber auch nichts wirklich Besseres zu geben gerade.

    Die zweite gelochte Silversterraketenscheibe ist ausgetauscht. Jetzt fehlt halt noch das Dach. Das fehlt aber auch schon seit August.

    Über meinem Kopf kracht und rumpelt es. Der Vermieter ist sicher, dass der sich vergrößernde Riss in der Decke nur ein kosmetisches Problem ist. Eigentlich halte ich ihn in dieser Hinsicht für kompetent.

    Noch an der Wand: die Silvesterraketen-Explosionsspuren. Sollten wir die Wand neu streichen oder lieber die Spuren einfach Einrahmen und sie zu Kunst oder Mahnung oder so erklären?

    Zu unserer leichten Überraschung ermittelt die Polizei noch in der Cause Silvesterrakete. Sie rief mit ein paar Fragen an. Ich wette weiterhin, dass man den Täter mit ein paar Wochen Instagram/TikTok-Sichtung finden würde. Aber wer hat dafür Zeit und Kompetenz?

    Spannende Sachen passieren noch im Büro. Aber das sind derart ungelegte Eier, dass wir noch darüber reden wie wir den Eierlegeprozess planen können.

    Madame ist gen Basel unterwegs. Wenn ich in mich höre und frage, wozu ich die sturmfreie Bude nutzen könnte, höre ich ein deutliches „Schlafen.“ Mir reichen Hagen-Nachwehen, Eierlegeplanung plus Alltagsgeschäft plus vermutlich eine untergründige Erkältung, um mich ziemlich auszuknocken.

    Und natürlich das übliche Problem: Weihnachten ist vorbei. Neujahrsaktivitäten sind vorbei. Und immer noch sind ein paar Monate Winter übrig.

    Für Berlin gilt die Regel: Egal wie frühlingshaft es sich zwischendurch anfühlt: Der Winter kann nicht vorbei sein, bevor die Berlinale vorbei ist. Denn diese wird zielsicher in die kältesten Tage des Jahres gelegt.

    Habeck oder Baerbock? – Baerbock.

    Gerne teile ich einen Aufruf aus vertrauenswürdiger Quelle:

    Wie kann man dem #Populismus Kontra geben? Mit Rede- und Führungsfähigkeiten! Die vermitteln #Toastmasters seit 100 Jahren. Ich will jetzt einen Club gründen, der sich an junge Leute in Politik und Zivilgesellschaft richtet.Stimmen für Morgen Toastmasters Berlin

    Madame empfiehlt den Alles-gesagt-Podcast mit Friedrich Merz. Er wird einem nicht unbedingt sympathisch – aber vieles was er macht, ergibt mehr Sinn. Auch erstaunlich – und merztypisch – für einen Berufspolitiker legt er sich erstaunlich oft auf Aussagen fest.

    Um 2000 habe ich in Schleswig-Holstein Politik gemacht. Es gab immer wieder Überschneidungen mit Hamburg. Und GENAU SO war Hamburger linke Politik schon vor 25 Jahren:

    Am 11. Januar [wurde] Bijan Tavassoli als [BSW-]Gegenkandidat für [den-Wagenknecht-Favoriten} vorgeschlagen.. Doch Tavassoli hatte am Vormittag ein Hausverbot vo[m] Veranstalter … bekommen und im Anschluss von der hinzu gerufenen Polizei einen Platzverweis.. Nachdem am Nachmittag der Veranstalter aber erneut beim Kommissariat erschienen sei und erklärte, dass jener 33-Jährige „seitens des Veranstalters fälschlicherweise von der Veranstaltung ausgeschlossen worden war“, hätte die Polizei versucht, den Mann von dem „nunmehr hinfälligen Platzverweis“ in Kenntnis zu setzen, ihn aber nicht erreicht … Als Tavassoli gegen 17 Uhr am Veranstaltungsort eintraf, wollten die Türsteher ihn wieder nicht einlassen. Der Veranstalter teilte mit, die Wahl sei schon gelaufen.

    GENAUSO. Alles fließt, aber das bleibt gleich.

    Pikachus Frühsport: Rajio Taisō

    Wer politischen Content haben will, der mir auf den ersten Blick sinnvoll erscheint: Weltgeschehen und gute Laune

  • 25-01-21 Pulled Bambi (Hagen -> Berlin)

    25-01-21 Pulled Bambi (Hagen -> Berlin)

    Madame fuhr zum Nordbahnhof. Sie entdeckte unbekannte Ecken Berlins.

    In Hagen hatte ich mal wieder eine Buchidee: Der Campusroman Fernuni. Endlich ein Campusroman ohne Studierende und Lehrende. Vermutlich handelte er von Menschen, die ihre Hunde ausführen und einer Studenbriefversandslogistikerin.

    Anscheinend haben wir einen neuen Bauarbeitertrupp auf dem Dach gewonnen. Dieser befördert eine Art Kalkstein-Lego-Steine aufs Dach, vermutlich als Wand- und/oder Dämmmaterial. Ein Dachstuhl wäre mir lieber. Aber wir sind schon froh wenn die Baustelle lebt.

    Mit dem Moabiter lief ich beim Bistro Rote Insel vorbei. Das hat noch nicht eröffnet.

    Aber als wir versuchten hineinzulinsen, öffnete sich eine Tür. Die Macher luden uns auf ihre Baustelle ein und führten ihre dolle Siebträgermaschine vor. Nur den Anspruch, dass sie „das beste Essen Schönebergs“ zubereiten werden, glaubten wir nicht. Ehrlich gesagt, angesichts der Konkurrenz wäre selbst „das beste Essen des Häuserblocks“ eine ziemliche Herausforderung.

    Madame zog das Reh aus dem Tiefkühler, das sie vor vielen Monaten zum Geburtstag bekommen hatte. Es verbrachte einige Stunden im Slow Cooker, dazu Brokkoli und Möhren und Birnen – und, oh, meine Güte war das großartig. Genau den Punkt getroffen an dem es zart am auseinanderfallen war, aber sich noch schneiden ließ, aromatisch bis in die letzte Faser.

    Wir mussten allerdings schneiden, verzichtet auf das Zerrupfen a la Pulled Pork. Schon allein weil wir nicht wussten, wie Reh auf englisch heißt und wir nicht Pulled Bambi essen wollten.

    Ich legte den Ordner F:\lernen\FU Hagen\Bachelorarbeit an. Ich füllte ihn mit ersten Gedanken zum ökonomischen Beispiel, an dem ich die mathematischen Modelle der Arbeit durchkaspern will. Es wird vermutlich um Schwimmbäder gehen. Dabei festgestellt: Seit der Seminararbeit im November habe ich schon wieder einiges an LaTeX vergessen.

    Aber alles suutsche. Ich kann mich erst in drei Wochen überhaupt formal um einen Bachelorarbeitsplatz bewerben. Der Prozess wird sich im besten Fall noch einige Monate hinziehen.

    Auch für die Fernuni, für das „normale“ Modul Betriebliche Informationssysteme, installierte ich die SAP-GUI auf dem Privatrechner. Hätte ich auch nicht gedacht, dass sich dieses Programm je auf einem privaten Gerät von mir findet.

    Aus Einbeck with love

    Hagen, die Stadt in der der gesamte ÖPNV aus Bussen besteht – aber immerhin heißt der Betreiber Hagener Straßenbahn (HST).

    Zwei Hagen-Nachträge

    Nachts in der Buchhandlung

    Bei meinem Gang in die Innenstadt hatte ich die Museen gesehen. Erster Gedanke: eine Verbindungsstraße von Downtown nach Museum ist eigentlich immer spannend. Zweiter Gedanke, nach Blick die Straße hinunter: Vielleicht auch nicht. Wirkte doch arg spielhallenlastig die Straße.

    Später suchte ich: Irgendwo in dieser Innenstadt muss doch eine Buchhandlung sein. Ist sie: Die Buchhandlung am Rathaus liegt in genau jener Marienstraße zwischen Innenstadt und Museen.

    Ich betrat die leere Buchhandlung. Kurze Zeit später hörte ich ein Telefongespräch mit. Ich lernte: mensch kann sich Abends in der Buchhandlung einschließen lassen. Im Verkaufsraum steht ein gedeckter Tisch, man kann sich mit Freund*innen und Bekannt*innen ungestört dem Abendessen und den Büchern widmen, zwischen Ladenschluss und 22 Uhr. Dann kommt der Buchhändler wieder uns lässt einen heraus.

    Wie großartig ist das denn? Und welcher Buchliebhaber hat nicht genau diesen Traum? Allein und ungestört in der Buchhandlung. Alleine das wäre ein Grund nach Hagen zu ziehen. Fast zumíndest.

    Buchkauf funktionierte auch tagsüber:

    Sonnenuntergangsnebel

    Nachdem ich Mittwoch halbfreiwillig nur das Hagener Sportbad besuchte, wollte ich den Sole-Erlebnisbad-Teil nachholen. Immerhin hatte mein letzter Hagener Erlebnisbadbesuch an einem Wochenende bei 33 Grad stattgefunden – das Bad war knallevoll, komplett vermüllt und überhaupt in einem denkbar schlechten Zustand. Es konnte nur besser werden.

    Also wieder mit dem Bus den Berg hinunter gefahren. Mich wieder gefagt, wie man eine Bushaltestelle an eine sechsspurige Straße bauen kann, und weit und breit ist keine Ampel zu sehen, wieder am Parkhaus vorbei zum Bad gelaufen.

    Dieses mal aber kaufte ich die drei Stunden Sole/Erlebnisbad. Statt Miniatur-Umkleide gab es die üblichen Unisex-Wechselkabinen mit Schranklabyrinth dahinter. Statt Ein-Euro-Pfandsystem gab es elektronische Armbänder, mit denen ich auch hätte am Bistro bezahlen können.

    Mich aber zog es in die Sole, im Außenbecken. Zwei Grad Außentemperatur, 32 Grad Wassertemperatur, eine orange-lila-Sonnenuntergang, der durch den aufscheinenden Nebel durchschneit, verstärkt durch den Wasserdampfnebel. Teilweise gelang es mir nicht, den anderen Beckenrand zu sehen.

    Aber ich entdecke in Schild: die Sülbecker Thermalsole wird in Südniedernachsen bei Einbeck gefördert. Dann wird sie in Tankwagen geladen, bis nach Hagen gefahren, dort auf Badetemperatur erhitzt und dann bei Null-Grad in ein Außenbecken gelassen.

    Joah. Ist total schön, sollte man vielleicht trotzdem überdenken.

    Mühe war ich Känguru, schlief auf dem Rückweg im nu.

    Und dann: Auf Wiedersehen Hagen!

    Der Künstler als Lehrer für Handel und Gewerbe – Hauptbahnhof Hagen.

    Cirque d’hiver Luxembourg

    Zwar hatte ich in Hagen gleich zwei Romane für die weitere Reise gekauft. Im Zug war mir dann aber kürzeren Lesestrecken. Ich zog Paris – mal anders aus der Tasche und begann vor mich hin zu überlegen, was sich alles in drei Tagen Paris anstellen lässt.

    Paris – Sollte schon sein

    • Jardin Louxemburg – immerhin steht Luxembourg (Stuhl) bei uns im Garten. Zudem verbrachte ich Wochen meines Lebens damit den Wikipedia-Artikel zum Französischen Senat zu schreiben: Amtssitz: Palais de Luxembourg. Den will ich natürlich auch in echt sehen.
    • Laufen entlang des Canal Saint-Martin (oder Böötchen fahren Canal-Seine, das klingt auch ganz attraktiv). Scheint mir die bedeutendste Attraktion in Hotelnähe zu sein.
    • Böötchen fahren (entweder Batobus oder Saint-Martin + Seine)
    • Sainte-Chapelle und Notre Dame. Hey, Paris! Notre Dame kommt natürlich nur auf die Liste, wenn wir nicht drei Stunden zwischen amerikanischen Reisegruppen anstehen müssen, um hinein zu kommen.
    • Historisch baden gehen. Die Piscine Oberkampf scheint das hotelnächste historische Bad zu sein – aber so klein.

    Paris – Wäre nett

    • Der Winterzirkus Cirque d’hiver – immerhin sehr sollte der auch funktionieren ohne Französisch zu können; ist zudem in der Nähe vom Hotel und scheint mir auch typisch für die Stadt zu sein.
    • Außerdem natürlich der Gare de l’Est selber, wenn wir schon dort wohnen. Aber noch ist das eh alles lange hin, alles kann sich noch ändern.

    Also falls jemand bis hierhin las und noch Paris-Tipps oder Ratschläge hat, immer her damit.

    Auch gerne genommen: einen Tipp dafür wie ich in wenigen Wochen rudimentäres Basis-Französisch lerne. Mit Duolingo habe ich mich überworfen – ich höre also auf alles außer Duolingo..

    Nizza – Berlin – Chemnitz

    Poupou war in der Rineke-Dijkstra-Ausstellung in der Berlinischen Galerie: Berlin: Berlinische Galerie: Rineke Dijkstra. Still – Moving. Portraits 1992-2024

    Christine war in Nizza in der Oper.

    Ein Notfallarmband ist besser als kein Notfallarmband. (Via Kaltmamsell, genauen Link finde ich nicht mehr wieder.)

    Schlachtetage sind besondere Tage. Sie finden in unserem Fall nur alle zwei Jahre statt und benötigen Planung.

    Fotos von der Chemnitz-Kulturhauptstadt-Europas-Eröffnung

  • 25-01-12 Wie kann ich Salat verkaufen?

    25-01-12 Wie kann ich Salat verkaufen?

    Die Autobahn Gmbh des Bundes beginnt, die Dauerbeleuchtung der Berliner Stadtautobahn abzuschalten. Ich warte darauf, dass Matthias Döpfner sich an der Rudolph-Wissel-Brücke festkettet.

    Dafür beschloss jemand, unsere Treppenhausbeleuchtung auf Dauerbetrieb zu stellen. Aus Gewohnheit drücke ich trotzdem bei jedem zweiten Treppenhausgang den Lichtschalter.

    Auch aus Gewohnheit wollte ich in den Südkreuz Offices wieder die Treppe nehmen. Aber ein hilfreicher Kollege erinnerte mich an die guten Vorsätze – also nahm ich brav den Fahrstuhl.

    Der Fahrradmeister kehrt am 20. Januar aus dem Urlaub zurück. Am 17. Januar beginnt die BVG zu streiken. Vermutlich darf ich mich mit gestrandeten BVG-Nutzern und deren ausgebuddelten Kellergefährten um Reparaturtermine für das malade Fahrrad streiten.

    Madame empfiehlt die vierte Staffel der dänischen Fernsehserie Borgen, um die politische Situation Grönlands zu verstehen. Die Staffel dreht sich um genau um das Thema Grönland und die Dänen – und wenige andere fiktionale Formate sind derart genau und präzise wenn es darum geht, echte Politik in ihrem Ablauf zu schildern.

    Dumpfe Geräusche gehen des Nachts vom Haus aus. Ich vermute, Schnee rutscht von der Dachersatzplane hinab, um auf Gerüst, Nebenhaus oder Hof zu fallen. Ich versuche die Geräusche nicht allzu beunruhigend zu finden und freue mich über die schneefreie Wettervorhersage der nächsten Tage.

    Nachbar 3L hat sich entschieden, seine eigene Wohnung zu kaufen. Einerseits keine schlechte Idee. Andererseits habe ich immer die Worte des ehemaligen Hausmeisters im Ohr „Abreissen! Alles abreissen! Das Haus ist nicht mehr zu retten!“.

    Madame unterhielt sich mit einer Bekannten, die in Schöneberg auf halber Strecke zwischen uns und dem Kugelbombenhaus wohnt. Sie berichtete von einer Art Osterfeuer in der Silvesternacht direkt vor ihrem Erdgeschoss-Fenster – improvisiert aus Mülltonnen und dem was die Freunde des rabiaten Silvesterfestes so fanden. Am Ende brannte das Osterfeuer alleine, weil die Freunde des Böllerns weiterzogen. Dieselbe Bekannte verbringt seit Jahren Silvester in Berlin, weil sie das Gefühl hat, auf ihre Wohnung aufpassen zu müssen.

    Mein Arbeitgeber investiert Geld, schickt mir (und vermutlich allen anderen Angestellten) per Briefpost eine Aufforderung, sich als Wahlhelfer zu registrieren. Ich bin kurz davor zurückzuschreiben „Bin ich doch schon längst!“ Aber das bringt mir auch nichts.

    Eine halbe Stunde Meditation und Musik

    Berlin ist überraschend. Entdeckte ich noch letzte Woche das Pop-Art-Brutalismus Wunderwerk U-Bahnhof-Schloßstraße, fand Madame den Noonsong in der Kirche am Hohenzollernplatz.

    Der Evensong ist in der anglikanischen Kirche eine gesungene Form des Abendgottesdienstes, der in größeren Kirchen meist als Choral Evensong, also als größtenteils vom Chor gesungener Gottesdienst ausgeführt wird. Bei jedem Aufenthalt in Großbritannien ein empfehlenswertes Erlebnis.

    Nach 16 Jahren in Berlin entdeckt: Es gibt einen Noonsong – also einen samstäglichen evangelischen Mittagsgottesdienst mit gesungener Liturgie – zeitlich passend zum Markt vor der Kirche und gesungen von Profisängern. Es bedurfte 697 Durchführungen bevor wir ihn entdeckten.

    Überraschend: Obwohl die Veranstaltung alle Pflichtelemente der evangelischen Liturgie umfasste, gilt sie anscheinend nicht als Gottesdienst. Angekündigt wird sie als „Meditation und Musik.“

    Beeindruckende Veranstaltung – beeindruckende Kirche. Leider ohne mich, denn ich bastelte an Folien.

    Geistig umschalten

    Hagen, die Metropole Südwestfalens, ist spannend. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch keine derart autogerechte Stadt erlebt. Und das sage ich als gebürtiger Hannoveraner.

    Obwohl ich mit ÖPNV anreisen werde, freue ich mich auf die Stadt. Irgendwie clickte es beim letzten mal, und ich hatte mich in all ihrer Seltsamkeit in „das Tor zum Sauerland“ verliebt.

    Aber die Welt schickt mich nicht nur zum Vergnügen nach Hagen. Vorher muss ich das Uni-Seminar „Angewandte Optimierung“ mit meinem Vortrag „Sensitivitätsanalyse des Begrenzungsvektors“ bestehen.

    Ich versuche, mich geistig neu zu arrangieren. Nach Weihnachten in Dithmarschen, Silvester in Hannover und der letzten intensiven Arbeitswoche, versuche ich mich voll in die gedankliche Welt „Uniseminar in Hagen“ zu werfen. Es knirscht im gedanklichen Gebälk.1 Aber es wird.

    Schritt 1: Meine Seminararbeit in Folien packen und dabei die Hinweise des Lehrstuhls berücksichtigen. Irgendwie hilf- aber auch arbeitsreich: „In Tabelle 2.2 ist ein Tippfehler“ oder „Überprüfen sie nochmal die Ergebnisse in Gleichung 3.7.“

    Das verspricht noch einige Arbeit, deren Ergebnis am Ende vermutlich eine geänderte Ziffer irgendwo in der Tabelle sein wird.

    Dabei überlegen: Stelle ich alles unter das plakative Motto „Wie kann ich Salat verkaufen“? Das wird vermutlich Anschaulichkeit und Erinnerungswert des Vortrags erhöhen. Aber vielleicht senkt es das Vertrauen in die mathematisch-wirtschaftswissenschaftliche Seriösität des Vortragenden.

    Aber, da es mein Vortrag ist, werde ich ihn natürlich unter das Motto stellen.

    Schritt 2: Die eigentliche Reise nach Hagen vorbereiten – insbesondere mich selbst koordinieren wann ich mit welchem Material wo sein muss. Ich fange damit an, dass ich die Präsentation in mindestens drei Kopien dabei haben möchte. Ich behalte im Hinterkopf, dass die Bildungsherberge, die mich beherbergen wird, am Ende der Welt liegt und ich ferienwohnungsartig selbst für mein Frühstück sorgen muss.

    Noch weiter verbuddelt im Hinterkopf beginne ich auch schon innerlich den eigentlichen Vortrag vorzubereiten. Dafür benötige ich immerhin kein Material und kann das auch im Zug oder in der Herberge fortsetzen.

    Gute Sache: Ich bin der allererste Vorturner im Seminar-Programm. Das heißt, ich bin im Mittwoch Vormittag durch und kann danach bis Samstag Spaß am Seminar und in Hagen haben.

    Madame, die ja unter anderem „Selbstorgansation während des Studiums“ unterrichtet, empfiehlt als Vortragsvorbereitung Mai Thi Nguyen-Kims Vortrag So hältst du einen guten Vortrag. Ich schließe mich dem an.

    The State of Wikipedia

    Zwischen Arbeitsmodus und Unimodus hatte die Welt in Form von Madame einen Wikipedia-Stammtisch angesetzt. Wieder in der Resonanz, wieder in kleiner Runde und wieder extrem angenehm.

    Thema: Sekundärzitäte und deren Problematik.

    Thema: Als Elter möchte man nicht im Berlin in der Kneipe sitzen und dann von zu Hause aus Potsdam die Nachricht kriegen „Wo ist der Verbandskasten?“ Immerhin verlief alles glimpflich. Es war eine Blutwunde, aber keine schlimme.

    Thema: Ein eisiger Wind zieht auf. Die Heritage Foundation (der Trump-nahe Think Tank) versucht den feuchten Traum jeglicher Diktatoren und Faschisten zu erfüllen: Anonyme Wikipedia-Autor*innen aufspüren und öffentlich machen, die ungenehmes Schreiben. Leider wird eine Bewegung, die sich im Umfeld von Elon Musk, Peter Thiel und den Tech-Mogulen from hell bewegt, sowohl das Geld wie auch die technische Expertise haben, um das umzusetzen.

    Wir fragen uns, ob Wikimedia dem etwas entgegensetzen kann. Die Organisationen haben soviel Geld und Mitarbeiter wie – aber auch so wenig Ahnung von der Wikipedia wie es jeden Außenstehenden erschüttern würde.

    Merken: Die heiße Zitrone ist echt lecker.

    Wir sind keine 80 mehr

    Die American Mathematical Society veröffentlicht einen Artikel: An der Wikipedia mitmachen für Mathematiker. (Princ-wiki-a Mathematica: Wikipedia Editing and Mathematics)

    In Friedberg (Hessen) erfand sich ein Jugendstil-Hallenbad als Theater wieder.

    Wie es der Zugbegleiterin ergeht, wenn sich Menschen vor den Zug stürzen. Hauptaufgabe: Verhindern, dass die Menschen im Zug am Rad drehen: Samstagsplausch 25/2 „Schattenseiten“

    Alle 56 Parteien, die an der Bundestagswahl teilnehmen möchten. Die müssen noch vom Bundeswahlleiter zugelassen werden. Bei der DÖNER-Partei oder der iNSDAP sehe ich wenig Chancen. (via mthie)

    Christa Chorherr kann schreiben Wir sind keine 80 mehr, geht aber noch mit den Enkeln in neumodische Restaurants.

    1. Etwas blöd, dass ich Montag keinen Urlaub genommen habe, und die ganzen Arbeitsgedanken noch nicht ganz so weit aus den aktiven Hirnregionen schieben kann, wie ich gerade gerne würde. ↩︎
  • 25-01-07 Transformative Vibes

    25-01-07 Transformative Vibes

    Die „aromatische, tiefgelbe Premiumkartoffel“ Leyla ist Kartoffel des Jahres 2025.

    Freitag soll es schneien. Es wirkt nicht so, als kämen unser Dachbauarbeiter bis dahin dazu, ein Dach zu errichten.

    Das letzte verlorene Paket hat seine Bestimmung erreicht.

    Fahre jetzt das eine Stockwerk von der Straße ins Büro mit dem Fahrstuhl. Falls jemand schräg schaut, sage ich „Neujahrsvorsätze.“

    Leider fahre ich auch Bus. Das Fahrrad ist malad und der Fahrradmeister bis zum 20. Januar im Urlaub.

    Im Arbeitschat wurden mir „transformative Vibes“ versprochen – und das ist schon sprachlich eine so deutliche Änderung gegenüber dem sonst üblichen rustikalen Berliner Behördencharme der Organisation, dass ich gespannt auf die weitere Entwicklung bin.

    Etwas weniger gespannt bin ich, wie Friedrich Merz seine Kanzlerkandidatur versemmeln wird. Ich habe noch keine Vorstellung über den Ablauf – aber darüber, dass er an sich selber scheitern wird, bin ich sicher.

    Madame wurde durch die S-Bahn auf eine längere Ersatzbusexkursion durch Treptow geschickt.

    Die Organisation setzt sich nach der Weihnachts/Silvesterruhe wieder in Bewegung. Und wenn man quasi an einem der Gelenke der Orga sitzt, tut das erstmal ziemlich weh.

    Ich neige dazu, mich abends einfach im Wohnzimmer auf den Rücken zu legen und die Decke anzustarren. Keine weiteren Aktivitäten. Aber da sind ja die Silvesterraketen-Explosionsspuren – auch nicht entspannend.

    Nach so einer Explosion macht mensch sich übrigens ganz andere Gedanken zum Thema Wohnungsbrand. Ein erstes Ergebnis: wir haben jetzt eine Hausratversicherung.

    Bisher war unsere Logik: Wir haben nichts, was so teuer und unersetzlich ist, dass wir es nicht im Zweifel selber ersetzen können. Aber der Gedanke, dass alles gleichzeitig weg sein könnte (fast gewesen wäre), ließ uns noch einmal neu nachdenken. Das hätten wir sein können oder auch das.

    Immerhin sind die meisten wichtigen Dokumente digital(isiert). Eine Kopie existiert außerhalb der Wohnung. Aber auch in diesem Bereich werden wir noch eine Bestandsaufnahme machen.

    Einfach nur so zum Spaß

    Wenn ich eine Reise recherchiere, beginnt es natürlich mit den Schwimmbädern. Paris hat reichhaltiges zu bieten: Die schönsten und ältesten Schwimmbäder von Paris, die unter Denkmalschutz stehen. Ich erinnere mich, einst einen deutschen Blogpost zur französischen Schwimmbadetikette gelesen zu haben, finde ihn aber leider nicht wieder. Falls jemand Tipps hat: gerne.

    Film schauen, wäre eine Idee der Einstimmung. Bekannte Sehenswürdigkeiten und die Filme, in denen sie zu sehen sind: Paris durch die Magie von Filmen neu entdecken. Geht auch anders herum: 35 Filme, die in Paris spielen.

    Um die Ecke und woanders in Deutschland: der Zensusatlas ist veröffentlicht. Grunddaten zu Bevölkerung, Wohnsituation und Heizung in 100×100-Meter-Quadraten für ganz Deutschland. (via a weng kalle)

    In Berlin liegt das Otherland, die wunderbare Schwesterbuchhandlung vom Hammett. Durch den Tagesspiegel lernte ich, dass der Macher inzwischen in Wittenberge lebt und einen hochspannenden Sci/Fantasy-Verlag betreibt. Porträt des Wittenberger Carcosa Verlags: In fernen Gefilden so nah. (leider inzwischen mit Paywall, deshalb hier ganz einfach die Verlagswebsite)

    Falls wir noch ein Konzert in den Kalender gequetscht bekommen, wäre das RSB eine Idee. Die klingen allesamt spannend. (auf die Idee gekommen via Hotel Mama)

    Molly White setzt sich mit Elon Musks spendet-nicht-an-Wikipedia-Aufruf auseinander. Sie ordnet ihn in die ganze Kampagne der politischen Rechtsextremen gegen Wikipedia ein: Elon Musk and the right’s war on Wikipedia.

    (Zwischenbemerkung: Wikipedia benötigt kein Geld, sondern Beteiligung. Wer etwas Gutes tun will, trägt tausendmal mehr durch direkte Beteiligung bei.)

    Für Freunde der deutschen Südstaaten-Küche: Hopping John.

    Inzwischen fand ich auch die Diskussion zum Ende von McBrikett und den Kokoko-Eggs im Grillsportvereins-Forum. Ich lese vor allem zwei Meinungen heraus „Die ganzen Kokos-Dinger sind unnützer Hype, ich kaufe das 10-Euro-Angebot im Baumarkt“ oder „BlackSellig. Deren Kokosbriketts sind vermutlich eh dieselben in anderer Verpackung.“

  • 24-12-19 Liste von Filmen, die in „The Holiday“ empfohlen werden (18×0- (13,7))

    24-12-19 Liste von Filmen, die in „The Holiday“ empfohlen werden (18×0- (13,7))

    Richard of York gave battle in vain.

    Mit dieser Eselsbrücke lernen englische Schüler*innen die Farben des Regenbogens (Red, Orange, Yellow, Green, Blue, Indigo, Violet). Unter pubertierenden Penäler*innen auch gern umgedichtet zu Richard of York gave battle in Vagina.

    Dieses wichtige Wissen erlangten wir durch die Fernsehserie Taskmaster.

    Der Innsbrucker Platz ist Nummer 2 der Unfallschwerpunkte in Berlin. Als Mensch der den Platz regelmäßig überquert und regelmäßig Unfallfahrzeuge am Rande des Platzes stehen sieht, wundert mich das gar nicht.

    Die Lotto-Stiftung fördert eine Produktion der Komischen Oper von Jesus Christ Superstar im Flughafen Tempelhof. I need tickets. Entweder wird es großes Desaster oder eine begeisternde Sache – auf jeden Fall denkwürdig.

    Madame beorderte die Deckenlochbohrer zur Deckenlochstopfung. Stand aktuell: Gestopft, nicht gemalert. Auch die angedrohte Rohrfreilegung im Bad passierte noch nicht. Aber wir erfuhren, dass auf dem Dachboden – unserer Decke – das erste Mal seit Menschengedenken eine Dämmung auf dem Fußoden angebracht ist, unsere Wohnung also wärmer werden sollte als je zuvor.

    Der Kaptain widerfuhr eine Erscheinung aus der Vergangenheit. Mein Ex-Mitbewohner in Leipzig und (einige Jahre später) Ex-Genosse in Kiel tauchte in der Dithmarscher Landeszeitung auf. Er ist neuer ehrenamtlicher Geschäftsführer von Sarahs Getreuen in Schleswig-Holstein. Das ist jetzt einerseits überraschend, andererseits auch nicht. Hauptsache die Frisur sitzt.

    Wer jemals links der Mitte in Hamburg politisch aktiv war, weiß dass Hamburg ein ganz besonderer Ort voll bizarrer Überraschungen ist. Das BSW setzt diesen Trend fort: Sieben Mitglieder des Bündnisses Sahra Wagenknecht haben am Wochenende ohne Kenntnis des Bundesvorstandes einen Landesverband in Hamburg gegründet. Diesen Landesverband nennen sie „Bündnis für Vernunft und Gerechtigkeit“, ohne den Namen der Gründerin der Bundespartei Sahra Wagenknecht

    Unvergessen die Sitzung im Hamburger Gewerkschaftshaus 2001 als erst Mitglieder des anstrengenden Flügels des Saals verwiesen wurden. Nur damit sie kurze Zeit darauf im 1. Stock mit Plakaten auf dem Fenstersims balancierend und an die Scheiben hämmernd wieder auftauchten.

    Während der Postbote noch darum kämpft, jeden Großbrief an sein Ziel zu bringen, hat DHL in Schöneberg kapituliert. Die Weihnachtsaufmerksamkeit der BBB kam bei Kollegen bereits letzten Mittwoch an, hier noch nicht. Diverse Pakete befinden sich seit >1 Woche im Status „in der Zustellregion angekommen.“

    Bluten in Lichterfelde

    Während mir die rechte Hand des DRK seit Wochen Mails und Briefe sendete, um mich zur Blutspende zu treiben, weiß ich, dass die linke Hand des DRKs mich eiskalt abweisen würde, wenn ich käme. Grimpfung und Mandelentzündung sei dank. Also wartete ich brav meine Frist ab, bevor ich Dienstagabend den M85 Richtung Charité nahm.

    Die Deko dezent weihnachtlich, die Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen sowieso immer total freundlich. Ich geriet an denselben Arzt bei dem vor zwei Versuchen die Chemie irgendwie nicht stimmte. Diesmal war alles okay und prompt waren auch die Werte okay.

    Das Spritzen blieb störrisch. Ich lernte den Einmal-sofort-Eispack kennen, der zur Blauer-Fleck-Vermeidung auf den Arm kam. Weil fast Weihnachten ist, ging ich sogar mit einem kleinen Geschenk in Form eines Kuschelschals nach Hause.

    Der eigentliche Grund, warum ich zur Blutspende gehe, war auch vorhanden: die Freiwilligen servierten frisch gestrichene Heckerle-Stullen.

    Wenig neues bei der immerwährenden Querdenkerdemo auf der Schloßstraße. Dieselben 10 Menschen, dieselben Schilder („Zahle bar!“ / „WHO – NATO – EU“ / Irgendwasmitfrieden) und derselbe Aufbau wie immer. Ihr Durchhaltevermögen schwächelt allerdings. Dass sie während meines Blutspenderückwegs bereits komplett zusammengepackt hatten, ist neu. Das gab es seit Corona nicht mehr.

    Alle Filme mit Irene Dunne

    Nach dem Regeltermin Blutspendet am Dienstag folgte der Regeltermin Fetch am Mittwoch. Das Odeon bringt einmal pro Monat eine klassische RomCom, wie alles im Odeon in OV/OmU. Im Dezember natürlich einen Weihnachtsfilm. Nach Love Actually im Dezember 2023 folgte 2024 Nancy Meyers The Holiday („Liebe braucht keine Ferien“) von 2006.

    Der Plot so realistisch wie zum Beispiel der Plot von Top Gun. Zu Weihnachten tauschen eine liebesleidende Engländerin (Iris – Kate Winslet) und eine liebesleidende Amerikanerin (Amanda – Cameron Diaz) ihre Wohnungen. Beide lernen jemand kennen (Graham – Jude Law – lernt Amanda kennen; Miles – Jack Black – lernt Iris kennen).

    Aber auf einer emotionalen Ebene ist alles wahr und jede*r kann sich in einem Charakter wiederfinden. Kate Winslet, Cameron Diaz, Jack Black und Jude Law sind allesamt vollkommen hinreißend, die Szenen charmant und Vieles fühlt sich vollkommen korrekt an.

    Was den Film aber groß macht, wird durch das fünfte Rad am Wagen neben den beiden Paaren, dargestellt: Arthur Abbott, Drehbuchautor aus der großen Zeit in Hollywood und Zufallsbekanntschaft von Iris/Kate Winslet in L.A.

    Abbott (ohne Alter, sein Schauspieler Eli Wallach war beim Dreh 90 Jahre alt) entführt Iris in die Welt des alten Hollywoods. Er bringt sie in seine Wohnung voller Memorabilia. Abbott erzählt Anekdoten von damals, nutzt dabei schöne Wörter wie gumptious oder Schmock und empfiehlt historische Filme. Meine Lieblingsszene des Films findet statt, als Abbott mit ein paar alten Kumpels eine Channuka1-Party2 bei Iris in Amandas Haus schmeißt.

    Wo Abbott aufhört, macht Miles weiter. Der Charakter ist Komponist von Filmmusik, er gestaltet den Film zu einer Hommage an die Filmmusik und insbesondere an den Komponisten Hans Zimmer.

    Zimmer komponierte die Musik für The Holiday. Im Film wird das Heimstudio von Miles gezeigt – dies ist eine ziemlich genaue Kopie des Studios, das Zimmer damals bei sich im Haus hatte.

    Die IMDB verzeichnet weit über 50 Verbindungen zu anderen Filmen. Vor allem aber von Filmen, die als DVDs in Regalen stehen. Ihre Titel sind ohne Anhalten von The Holiday kaum erkennbar.

    Das Blog watchingforever zählt nicht nur die Filme auf, die erwähnt werden, sondern geht auch tiefer darauf ein, wo Filme Nancy Meyer Filme referenzierte ohne sie explizit zu nennen: ‘The Holiday’: a modern rom-com with a classic movie heart:

    Von Arthur Abbott erwähnt

    His Girl Friday („Sein Mädchen für besondere Fälle“) (1940 – Klassiker der Screwball-Komödie, Rotten Tomatoes 99/100, in verschiedensten Listen der besten Filme aller Zeiten; und mir komplett unbekannt).

    The Lady Eve („Die Falschspielerin“) (1941) – Unkonventioneller Screwball-Klassiker

    Allgemein Filme mit Irene Dunne.

    Bluebeard’s Eighth Wife („Blaubarts achte Frau“) (1938 von Ernst Lubitsch) – wird nicht explizit erwähnt. Aber wenn Arthur das Konzept meet-cute erklärt, schildert er dazu eine Szene aus dem Film.

    In der Videothek

    Jaws („Der Weiße Hai“) 1975 – Filmmusik von John Williams – Miles performt die Titelsequenz

    Driving Miss Daisy („Miss Daisy und ihr Chaffeur“), 1989, Filmmusik von Hans Zimmer. Auch angesungen von Miles.

    The Graduate („Die Reifeprüfung“) 1967 – Songs von Paul Simon. Hello Mrs Robinson angesungen von Miles. Dustin Hoffmann hat ein Cameo als Videotheksbesucher und schüttelt den Kopf.

    Chariots of Fire („Die Stunde des Siegers“) 1981 – Musik von Vangelis.

    The Mission („Die Mission“) – 1986 – Musik von Ennio Morricone.

    Sonstige Erwähnungen

    Cinema Paradiso (1988, Musik von Ennio Morricone / Andrea Morricone) – Die Filmmusik läuft in Miles Auto als er Iris das erste Mal trifft.

    Mon Oncle („Mein Onkel“) – 1958 – das Poster hängt prominent in Amandas Haus.

    Once Upon a Time in America (Es war einmal in Amerika) 1984 – Musik von Ennio Morricone; die Titelmelodie von The Holiday beginnt mit den ersten Takten von Deborahs Theme aus Once Upon a Time.

    Der Mann im Mond braucht keine KI

    Da His Girl Friday in den USA keinem Copyright mehr unterliegt, beherbegt Wikipedia den kompletten Film.

    Wo ich schob bei Watchingforever rumstöberte entdeckte ich „Just Imagine“ It’s a pre-Code sci-fi musical comedy with Busby Berkley-like dance numbers, vaudevillian humor, a trip to Mars and a man brought back to life after 50 years.

    Die ehemaligen humoristischen Songwriter des Lumpenpacks kombinieren Billy Joel mit Slime: WZF?! (2.4 Update) feat. Alligatoah

    Maik Riecken mit vielen spannenden Gedanken zu KI in der Schule, insbesondere zum Thema „was passiert eigentlich kognitiv bei den Lernenden wenn sie KI nutzen“?: KI in der Schule? Ist sie nun einmal da und muss man sich deswegen damit beschäftigen? (via Hajo Inwanowitsch)

    Anmerkungen

    1. Überhaupt Chanukka-Party. Natürlich fand ich die Szene total schön, andererseits verfluchte ich meine Landsleute: wir könnten hier auch einfach nette, spannende Chanukka-Parties in Deutschland haben, wenn wir nicht die Feiernden vertrieben und ausgerottet hätten. ↩︎
    2. Der Weihnachtsfilm mit Chanukka-, Weihnachts und Silvesterparty. Wie es sein sollte. ↩︎
  • 24-12-12 Wannsee 2 – Unter dem Sternenhimmel

    24-12-12 Wannsee 2 – Unter dem Sternenhimmel

    Dunkelbeige ist Pantone-Farbe des Jahres 2025.

    Der Brazilian-Waxing-Shop ist jetzt Laser by.. Der Kampf gegen die Haare bleibt. Die Methoden ändern sich.

    Home Area ist wieder ausgezogen. Letzte Worte „Abverkauf wegen Umbaus 20%, 30%, 40%“. Little did they tell dass der Umbau gleich das ganze Geschäftsmodell betrifft. Wenn jemand einen Laden an einer Stelle mieten möchte, die überhaupt kein Glück bringt.. ich könnte vermitteln.

    Bessere Geschäftslage: der Marheinekeplatz in Kreuzberg. Für mich regelmäßiges Ziel, um Bücher abzuholen. Was ich an Buchhandlung Hammett schätze ist die schöne Beratung „Ich benötige einen Krimi für folgende Person..“ und ich gehe mit einem wunderbar passenden Werk heraus von dem ich vorher noch nie gehört hatte.

    An Madames Nachbarbüro tauchte eine Wichteltür auf. Überall diese Wichtel pötzlich. Daran sind bestimmt die Freizügigkeit und Schengen schuld.

    Wenn an einem Berliner Mittagstisch „Jägersauce mit Hack“ angeboten wird, dann blitzt die deutsche Teilung auf. Wird es süße Tomatensauce geben (Ost) oder Pilz-Rahm-Sauce (West)?

    Als etwas größeres Büro betreibt man Konferenzräume. Wenn man ein Berliner Schwimmbadbetreiber ist, heißen die Räume „Wannsee 1“, „Wannsee 2“ oder [Sommerbad am] „Insulaner“. Wenn man eine IT mit weit gefaßtem Aufgabenspektrum hat, ist diese auch für Konferenztechnik zuständig. Und auf jeden Fall verbrachte ich in den letzten Tagen zu viele Stunden in Wannsee 2.

    Irritierend, die Uni, wo ich inzwischen beim Modul „Betriebliche Informationssysteme“ angekommen bin. (Nicht zu verwecheln mit Modellierung betrieblicher Informationssysteme aus dem vorletzten Semester) Das ist einerseits eine Art „ausgewählte best-of-Inhalte aus verschiedenen anderen Modulen“ und möchte dann plötzlich in den Einsendeaufgaben Programmierkunststücke in C# auf die im gesamten Kurstext nicht hingearbeitet wird. Ich fand aber schon heraus, dass diese in keinster Weise klausurreleant sind. Warum? Warum trainiere ich in einem Kurs Fußball, verlange in den Übungen plötzlich Seiltanz und die Abschlussprüfung geht wieder über Fußball?

    Mittwochabend dachte ich noch, diese Tage sind der Alltag des Alltäglichen. Arbeit (eher viel), auf dem Heimweg vielleicht noch kurz eingekauft. Und in der Wohnung dann essen/kochen, etwas Fernuni oder im Internet rumlesen. Dann früh ins Bett und bis zum Tröten- und Luftschlangenevent donnerstagmorgen vor sich hin alltagen.

    Ich betrat die Wohnung, und es wurde unalltäglich. Auf dem Bett lag Geröll und abgeplatzte Farbe – typische Baustellenfolgen. Hatte Madame vielleicht gelüftet und durch das Fenster – nein, hatte sie nicht. Sie schaute hinauf und entdeckte zwei Löcher in der Zimmerdecke. Da hatten die Dachgeschossausbauer es zu gut mit ihrem Dach gemeint.

    Immerhin waren die Bauarbeiter noch anwesend. Jemand sprach fließend deutsch und versprach überzeugend baldige Reparatur. Darüber hinaus versprach er auch eine neu gedämmte Decke über unseren Köpfen in den nächsten Tagen. Noch aber versuchen wir durch die Bohrlöcher den Sternenhimmel zu sehen.

    Außerdem bat der Dachbauarbeiter darum, dass sie bei uns in Bad müssen, um Wand und Decke aufzubrechen, um an die Regenrinne zu kommen. Hier wird Einem etwas geboten.

    Jule KI-Socke

    Noch zwei Nachträge zur Jule-Stinkesocke-Doku:

    (1) Das erste mal, dass ich in halbwegs seriösem Fernsehen eine Szene sah, die „durch KI erstellt wurde.“ Wenn es darum ging, Blogtexte der fiktiven Jule zu zitieren, las eine „KI-Jule.“ Ich vermute, eine echte junge Frau im Rollstuhl hat vorgelesen, die danach in eine Jule umgewandelt wurde.

    (2) Spannend das Ende. Fazit war so ungefähr: die Mehrheitsgesellschaft möchte von Behinderten immer das große Drama: entweder Leiden und Weltuntergang oder Helden- und Auferstehungsgeschichten. Dabei ist das Leben im Rollstuhl genauso alltäglich und langweilig wie anderes Leben auch, nur mit mehr anstrengenden Hindernissen – Rollstuhlfahrer*innen möchten weder als Held*innen wahrgenommen werden noch als vom Schicksal gestrafte, sondern erstmal nur als sie selber wie sie sind.

    Dann Abmoderation. Moderator Nudelkopf, der außer seiner Frisur offensichtlich sportlich auf zwei Beinen unterwegs war und fernsehmoderatorschön ist, saß plötzlich im Rollstuhl, reflektierte über seine Position als Moderator. Nach Computertrick-Graphik saß dann Lorelei Holtmann in genau demselben Rollstuhl – vorher in der Sendung als rollstuhlfahrende Gesprächspartnerin eingeführt. Ihre letzten Worte „Hättet ihr mir auch so zugehört wie dem Moderator?“ und Abfahrt.

    Beginn Abspann. Zweite Zeile: „Buch: Lorelei Holtmann.“ Wir haben ihr zugehört ohne es zu merken.

    Tastatur und Touch

    Christianes Laptop ist zurück und damit auch Christiane.

    Lebens-ABC: ADHS

    Gelernt: je älter mensch wird, desto trockener die Haut, desto schlechter lassen sich Touch-Monitore bedienen. Ich hatte ja keine Ahnung. (via Kieselblog)

    Auch beim Flusskiesel: Mit KI gegen Edeka.

    Christian jawl hmbl sah die Jule-Doku auch und war wenig begeistert. Teil 1 und Teil 2.

  • 24-12-07 Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten

    24-12-07 Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten

    DM am Südkreuz nahm eine Batterie SB-Kassen in Betrieb.

    Das Klavier vor jenem DM floriert weiter. Langsam stehen Leute daneben und filmen mit. Ich hatte den Eindruck es gab sogar eine Schlange potenziell Spielender.

    Falls die Bauarbeiter vom Dachboden noch vor Weihnachten ein fertiges Dach produzieren wollen, wäre es langsam Zeit für die Errichtung des Dachstuhls. Immerhin ließ sich aus unserer Wohnung ein neues Brett am Rand des Dachboden-Bodens erkennen. Es soll offenbar eine Auffang- oder Stützfunktion haben.

    Die Sonne geht heute um 15:52 unter. Wie auch gestern und vorgestern und wie die nächsten zehn Tage. Danach wird es besser. Wir haben Peak Sonnenuntergang bereits erreicht.

    Meine Erfolgssträhne mit der Ordnungsamt-App geht weiter. Diesmal musste ich nur daran denken, die Big Bags mit Bauschutt, die seit Wochen nahe der Bushaltestelle stehen, dort zu melden – schon waren sie am nächsten Tag verschwunden.

    Offenbar haben die Berliner Medien zu oft über Gefahrbremsungen der Busse berichtet. An ebenjener Haltestelle stieg ein Mensch mit aufgesetztem Helm und Signalweste zu.

    Da schaut man mal eine Woche lang nicht genau hin, und ein ganzer Staat kollabiert. Es bleibt den Syrer*innen zu wünschen, dass sie die Bürgerkriegs-Warlord-Phase überspringen und danach eher im Modell Türkei als im Modell Afghanistan landen.

    Der Termin am Nikolaus war Zufall: Aber der zweite Teil Ticketsystem-API-Schulung fühlte sich an wie ein Geschenk. Ein ganzes Universum an Möglichkeiten öffnete sich. Ich habe so viele lustige Ideen, was mensch mit diesem Ticketsystem so anstellen kann. Nur blinken, flackern und überraschende Farbwechsel werden wohl nicht funktionieren.

    Mein Plan: das Fernuni-Modul Informationsmanagement dieses Wochenende abschließen und dann bis in den März hinein ignorieren harrt noch der Umsetzung. Nachdem die ersten Studienbriefe sich wirklich sehr schleppten, geht es jetzt in raschem Tempo voran.

    Offenbar hat der schreibende Informationsmanagement-Lehrstuhl den Punkt erreicht, wo er nicht mehr das Material seiner Vorgängerin überarbeiten musste (der alte Kurs der vorherigen Lehrstuhlinhaberin war berüchtigt) und ist jetzt bei seinen eigenen Themen angekommen: IT-Out und-Insourcing, Sinn- oder Unsinn von Cloudlösungen und Service Management (ITIL). Es ist richtig gut, es ist verständlich geschrieben und erreicht ungeahnte inhaltliche Tiefe. Ich stelle fest, wie sich im Hinterkopf bei mir der Gedanke „Vielleicht-was-für-eine-Abschlussarbeit“ bildet.

    Positiver Nebeneffekt der Glasfaser-Einrichtung: Die ganze Infrastruktur-Ecke der Wohnung sieht ordentlich aus wie seit Jahren nicht mehr.

    Weil das mit dem Glasfaser-Anschluss so gut funktionierte, und ich nach Weihnachtsgeschenken gedrängt werde, rechechierte ich ein wenig nach Technik-Spielzeug. Tja nun, das Fundstück sprengt jeden Preisrahmen.

    Läuft

    Wir sind beide sehr überrascht. Die Glasfaser läuft, dieser Blogpost erscheint über Glasfaser.

    Doppelt überrascht: Als wir Ende September den Anschluss beaufragten wurde uns der Februar 2025 als Termin genannt. Jetzt haben wir Dezember – und hätten wir mehr Tempo gemacht, hätte das alles vermutlich schon MItte November funktioniert.

    Vor allem aber: Es war komplikationsfrei. Alle vier Schritte (Umstellung DSL-Anschluss auf anderen Anbieter, Austausch Router, Bau-einer-Wohnungs-Glasfaserdose-und-Verlegung-der-Lichtwellenleiter-in-die-Wohnung sowie Aktivierung Glasfaser) verliefen überraschend schmerzlos.

    Leichtes haken drohte nur beim LWL-in-Wohnung-Teil – was eher an der schwierigen Situation im Haus und mit der Hausverwaltung liegt.

    Sonnabend die letzte Etappe: Glasfaser live schalten. Größtes Problem: Die Wandhalterung für das Modem an der Wand befestigen, die an dieser Stelle aus bröseligem Gips besteht.

    Kleinere Schwierigkeit: den Router (Fritzbox 7590, gekauft, nicht gemietet) mit der Leitung verbinden. Bis ich herausgefunden hatte, dass es in der Fritzbox-Oberfläche einen einfachen Assistenten gibt, bei dem ich nur „jetzt bitte Glasfaser“ clicken muss, hatten wir doch einige Zeit mit DuckDuckGo1, diversen Hilfeseiten und der komplett nutzlosen Magenta-App verbracht. Nachdem Madame mich auf den richtigen Weg zum Knopf gebracht hatte: ein Traum.

    Manchmal fühlt diese Gegenwart gewordenen Zukunft sich doch auch nach erstrebtem Fortschritt an.

    Chile – una geografia loca

    Beständigkeit hingegen ist das Wesenselement der Eckneipe Resonanz. Die Pace-Fahne an der Wand stammt vermutlich von den Anti-Irak-Kriegsdemos der frühen 2000er. Das Chile – una geografia loca – Poster sieht nach den Achtzigern aus. Und der handgeschriebene Spruch „Wenn die Nacht am tiefsten, ist der Tag am nächsten2 stammt vermutlich entweder aus den aktiven Jahren von Ton, Steine, Scherben oder aus den Gründungszeiten der Resonanz.

    Das Personal ist dasselbe wie immer, die Musik bleibt sich treu. Die einzige Änderung der Karte seit 2008 ist neben den gestiegenen Preisen der Hinweis auf Lesebrillen, die verliehen werden. Einzig die Ent-Raucherkneipung samt Raucheraquarium im Nebenraum sorgte für einschneidende Veränderungen.

    Das Publikum hat sich in den letzten Jahren deutlich verjüngt. Aber auch weiterhin kommen sie zum Klönen, Kartenspielen, Brettspiel-Spielen, Tatort schauen, Flirten oder einfach allein herumsitzen. Die Resonanz, ein Ort der Konstanz im Berliner Hamsterradwahnsinn.

    Ein schöner Ort für ein Projekt, dass sich Langlebenkeit und Verlässlichlkeit auf die Fahnen geschrieben hat: die Wikipedia. Über viele Jahre fand dort der Wikipedia-Stammtisch statt. Dann machte die ganze Berliner Community in Projekten und Arbeitstreffen und alles wurde irgendwie verkrampfter und anstrengender.

    Und seit einiger Zeit veranstaltet Poupou l’quourouce wieder Stammtische in der Resonanz. Wir waren zu sechst, fünf WP-Veteran*innen aus den frühen 2000ern und ein kompletter Newbie, der mit seinem starken Enthusiasmus und voller Energie auf die starre Wikipedia traf – und nun nach Hilfe dabei sucht sich aus den entstehenden Kalamitäten wieder herauszumanövrieren.

    Wir sprachen über alte Zeiten (natürlich), den aktuellen Wikipedia-Klatsch&Tratsch, wissenschaftliche Redlichkeit und das „P-Wort“, Gendern in wissenschaftlichen Veröffentlichungen (so selbstverständlich, dass es bei der Generation U60 nicht mal mehr Thema ist), PAKs in Parkett (Fazit: lieber Gebäude verschenken als das Zeug entsorgen müssen); große Augen am Tisch als WiseWoman beiläufig den Satz fielen ließ „Ich habe mal einen Artikel in Nature veröffentlicht“.

    Sofern etwas zu verstehen war (die Resonanz machte an diesem Abend ihrem Namen alle Ehren) ist jeder der Abende ein wilder Ritt durch die seltsamsten Themen. Und genau deshalb so schön.

    Es ist kurz nach Acht. Aber bei einem Wikipedia-Treffen kann man nie sicher sein, dass die Uhren der Anwesenden auf ME(S)Z eingestellt sind.

    Salzpfad- Zeitstrahl – Pressspann

    Beim Schreiben gefunden, im New York Magazine Berlins, dem Tip, ein Führer durch Kneipen in Schöneberg: Neuer Kult um alteingesessene Eckkneipen (bei dem Teil den ich kenne, kann ich alles bestätigen (Zudem klärt der Artikel eine Frage, die wir uns vor kurzem stellten: Willi Mangler ist eine Nichtraucherkneipe mit Raucherraum. Keine Raucherkneipe. Wir müssen endlich mal hin)).

    Herr Rau sucht eine Dramenaufbau-Zeitstrahl-Software

    Poupou kauft keine Pressspannplatten.

    Thomas Gigold über den Salzpfad. Ist fürs Kinoprogramm vorgemerkt

    Fußnoten

    1. Ursprünglich stand dort Google. Ich stelle überrrascht fest: Es war einfach die Standard-Suchmaschine zu ändern (seit vielleicht zwei Jahren schon) als den eigenen Sprachgebrauch. ↩︎
    2. Spontangedanke. Vielleicht pilgere ich einfach mal an Rios Grab vorbei heute. ↩︎