Schlagwort: Mathe

  • 24-08-27 Trippelheureka

    24-08-27 Trippelheureka

    Die College-Football-Saison beginnt. Alabama hat sich mit Western Kentucky einen leichten Aufbaugegner gesichert, Ole Miss mit Furman ebenso.

    Ich klage die Ruhrtriennale an! Wie kann man jährlich ein Festival ausrichten und es dann Triennale nennen?!?

    Die Stacheldrahtrose bekam einen Gießring. Die Bank begann die Cremung, vorerst hinten und unten.

    Am Himmel eine Art Schwalbenschwarm. Sammeln für den Abflug?

    Seltsame Schlaflosigkeit. Nachts um 2 plötzlich wach. Nicht besorgt, kein Gedankenkarussel, das Schlafzimmer angenehm temperiert, kein erkennbarer Grund feststellbar. Weil ich Klausurlaub habe, war ich nicht einmal besorgt wegen möglichen Schlafmangels. Nur hellwach bis 4 Uhr morgens.

    Wenn man so im Dunkeln liegt, die Nacht ruhig ist, hört man auf den Körper. Und der sagt: Ich habe einen Mückenstich am rechten Ellenbogen. Und einen am linken Knöchel. Und da ist noch einer am unteren Rücken.

    Madame maß. Einmal mit Technik – das scheint zu funktionieren. Einmal beim Arzt. Dessen Skala war kaputt.

    Madame warf sich am S-Bahn-Hof Tempelhof mit zwei Gartenstühlen den Ärzte-Fans entgegen, die zum Tempelhofer Feld strömten.

    Wir meldeten einen Liegenbleiber. Das Auto stand ungeschickt auf der Stadtautobahn in einer Kurve auf einem Abschnitt ohne Standstreifen. Nachdem wir den Auffahrunfall vermieden hatten, wollten wir schnell einen professionellen Absperrer hinschicken. Wir entschieden uns für die Blaulichtvariante. Die rief brav zurück und meldete Erfolg.

    Der Brandenburg-Wahl-O-Mat liefert wenig überraschende Ergebnisse: Tierschutz vor Grünen vor Linke. Mich überraschte: die BSW knapp vor der SPD und Deutsch Land Wirtschaft vor CDU und FDP. Geht halt beim Wahlomaten immer nur um Papierversprechen, nicht um Umsetzung. Wie jedes Mal: die AfD landet bei mir zuverlässig auf dem letzten Platz selbst hinter Esoterikern und bekennenden Neonazis.

    Als Nebenwohnsitzbrandenburger sind wir nicht wahlberechtigt.

    Ich vereinbarte einen Termin: Töff töff TÜV.

    Der Kern ist nicht die Basis

    So we meet again, Mathematische Grundlagen und ich. Das Modul, in dem ich in der Klausur WS 23/24 zwei Punkte zu wenig hatte. Mathematische Grundlagen ist das egal – mir nicht.

    Im letzten Semester war mein überwiegendes Gefühl Nervosität – ich ahnte ja, dass es knapp würde. Dieses Semester war es bis letzte Woche Genervtheit mit einer gewissen Grundaggressivität. Das ist so unnötig. Aber half alles nichts. Wenigstens eine Woche ernsthaftes Lernen sollte drin sein.

    Sonntag begann ich mich dem Durchgehen der Unterlagen, Montag nahm es weiter Fahrt auf. Das Gute: an Vieles erinnere ich mich noch. Ich kann (größtenteils) Aufgabenstellungen und fast immer Musterlösungen nachvollziehen. Ab und an kann ich die Übungsaufgaben auch selber lösen.

    Aber ich merke wie sich innerliche Roststellen wieder locken, wie es langsam warm läuft und in Fahrt kommt. Langsam beginne ich wieder, innerlich Kern einer linearen Abbildung, Erzeugendensystem, Basis und Rang eines Vektorraums auseinanderzusortieren.

    In Trippelschritten voran! Gelegentlich (dreimal heute), schrieb ich enthusiastisch HEUREKA an das Ende eines Blattes wenn ein Groschen gefallen war.

    Die Regel von L’Hospital lese ich mir wieder an.

    Youtube besteht den Integrationstest. In diesem Haushalt bringt Youtube beim Suchwort „Integration“ die ersten Ergebnisse Integration durch SUBSTITUTION von MathemaTrick und ähnliches. Die üblichen Krawallvideos kommen weiter hinten.

    Von Genervtheit zur Lust auf die Klausur. Es wird wieder eine Achterbahnfahrt werden. Aber ich bin optimistisch, diesmal im Wagen zu bleiben.

    On the cautious side: Direkt vor der Klausur sind zwei Tropennächte angekündigt. Echter Schlaf wäre schon praktisch.

    Langsam erinnere ich mich wieder an die schiere Masse an Gesetzten, Regeln, Umformungen und sinnvollen Hacks, die man im Kopf haben und anwenden können sollte. Ein Selbstläufer ist das noch nicht.

    Sportviertel

    Um meiner emotionalen und intellektuellen Verhöhlung entgegenzuarbeiten, begab ich mich Montag Abend auf die Straße. Mäandernd zu Fuß durch das Bayerische Viertel, mich am Grün des Viertels erfreuen und Nachbar*innen beobachten.

    Sporteln allüberall: Jogger*innen, Straßenfussballer*innen in Metallkäfigen, alle Tischtennisplatten sind besetzt, aus einer Sporthalle höre ich ein Basketballspiel.

    Das Bayerische Viertel ist für Innenstadtverhältnisse grün, Straßenbäume und Vorgärten in den meisten Straßen, viele kleine Parks und Grünflächen. Dazu wenig Verkehr. Die Bewohnerschaft seit Jahrzehnten eine Mischung aus gutsituiertem Bildungsbürgertum und entspannten Hedonist*innen mit entsprechenden Geschäften und Cafés. Ein lauer Sommerabend aus dem Bilderbuch.

    Wäre da nicht das Andere. Das Bayerische Viertel könnte auch das jüdische Viertel sein. Klafft hier die Wunde besonders tief, die sich Deutschland selber schlug. Bis in die 1930er wohnte hier das jüdische Bildungsbürgertum. Hier wohnten unter anderem Alfred Kerr, Eduard Bernstein, Alfred Lasker, Inge Deutschkron, Gisèle Freund, Marcel Reich-Ranicki und Albert Einstein. Die Zahl der Stolpersteine nimmt von Jahr zu Jahr zu, vermutlich müssten vor jedem Haus welche liegen. Die Orte des Erinnerns bleiben auch nach vielen Jahren eindrucksvoll.

    Was mir neu war, und ich nur zufällig durch Apple Maps entdeckte. Das Denkmal für die ehemalige Synagoge Münchner Straße. Die Synagoge überlebte Nazis und Zweiten Weltkrieg. Sie wurde 1956 abgerissen – wird ja nicht mehr benötigt.

    Kellerkind hadert

    Kellerkind hadert mit Epheser 5.

    poupou arbeitet sich durch Modul 1D LE 2.

    Frau Herzbruch hat Krankenkasse.

    Im Olympiastadion ist es heiß, vor Helgoland ist es windig.

    Herr Mess fragt, wer in der Schule die digitalen Geräte erklärt. Als ewiger beruflicher Computererklärer finde ich die Frage besonders spannend.

    Ein Kollege auf der Tagesschau-Website: Interview mit Berliner Bademeister: „Mein Albtraum wäre, ein Kind rausholen zu müssen“

  • 24-07-09 $ \sigma = \sqrt {\frac {1}{N} \sum_{n-1}^{N} (x_i – \mu)^2} $

    24-07-09 $ \sigma = \sqrt {\frac {1}{N} \sum_{n-1}^{N} (x_i – \mu)^2} $

    Teile eines Autos liegen auf dem Hinterhof. Wir fanden kein dementsprechend beschädigtes Auto. Vermutlich ist der Gaffa-Tape-Mercedes weiter auseinandergefallen bevor er sich vom Hof schleppte.

    Handwerker handwerken auf dem Dachbodenausbau im Hinterhaus.

    Der Bäcker im benachbarten Hinterhof erzeugte eine mächtig gewaltige Dampfwolke – aber harmlos.

    10 Minuten Wochenendgewitter. Eindrücklich genug, damit ganze Äste auf der Autobahnabfahrt liegen und wir einen Parkplatz fernab eines Baums suchten.

    Hans Dampf stellte fest, dass das indische Essen gar nicht so scharf ist, bestellte aber vorsichtshalber auf halber Strecke ein Joghurtgetränk.

    „Unleserlich!“

    Oft stehen wir den auf den Schultern von Riesen. Und manchmal stehen wir auf unseren eigenen Schultern. Anscheinend habe ich letztes Semester etwas gelernt.

    Am Wochenende der Studientag Mathematische Grundlagen. Jenes Modul, das mich letztes Semester einigen Schlaf kostete und an dem ich doch um zwei lächerliche Punkte scheiterte.

    Dieses Semester denke ich die ganze Zeit „Passt scho“. Seltsames Gefühl. Normalerweise kann ich mich auf mein Gefühl in solchen Sachen verlassen. Ich ermahne mich selbst, es nicht zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Am Studientag zu sehen: Handgeschriebene Lösungen der Anderen. Ein Teilnehmer hat originell mit Standard-Textverarbeitungsmitteln Formeln geschrieben. Jede Formel auf drei Zeilen und mit Word-Bordmitteln gestaltet. Aber komplett lesbar. Anders als so manch handschriftliche Lösung.

    Mich motiviert es, mir endlich TeX in der Form von TeXworks anzueignen.

    Mein Übungsobjekt: Die zweite Einsendeaufgabe** stochachistische Simulation im Modul Planen mit mathematischen Modellen. Es beginnt mit der Standardabweichung:

    \[ \sigma = \sqrt {\frac {1}{N} \sum_{n-1}^{N} {(x_i – \mu)^2}} \]

    Im TeXworks geschrieben als $ \sigma = \sqrt {\frac {1}{N} \sum_{n-1}^{N} {(x_i – \mu)^2}} $ . Ich stelle fest: Die wohlgesetzte Klammerung beschäftigt mich im späteren Leben weit mehr als ich als Jugendlicher gedacht hätte.

    Die erste Wespe

    Marmeladenwespenpremiere 2024.

    Eine veränderliche Krabbenspinne erjagte eine Biene.

    Der Bienenwolf (Käfer) ist wieder da. Jetzt zirpen auch die Grillen.*

    Martin Luther steht in 5R.

    Der Rasenmäher leidet an Antriebslosigkeit. Ich schaute auf dem Tablet Analysis und linste immer mal wieder in den Garten.

    Kugeldisteln vor dem Hintergrund des Gartens. Etwa ein halbes Dutzend Bienen und Schwebfliegen sind in den Disteln unterwegs.

    Für Warmduscher*innen

    Ach, Wien, du Stadt der Bade-Träume: Field Writing Nr. 7: ’s Tröpferlbad (via Kieselblog)

    Am Bahnhof Weil am Rhein finden Baustellenbesichtigungen statt. (12. Juli und 16. August)

    *Ich bin stolz darauf auf das Wortspiel mit den grillenden Zirpen verzichtet zu haben. Ach, habe ich ja jetzt nicht mehr. Egal.

    ** Wie die Uni es so will. Während ich das hier schreibe, kommt die Bewertung für Einsendeaufgabe 1. Locker bestanden, damit darf ich die Klausur schreiben. Einsendeaufhabe 2 ist jetzt nicht mehr notwendig, sondern nur noch aus Spaß-an-der-Freud.

  • 24-07-08 Das Gras ist gelber auf der anderen Seite des Sommers

    24-07-08 Das Gras ist gelber auf der anderen Seite des Sommers

    100 Mann im Gefolge des wahnsinnigen King Lear.

    Ein Rotkehlchen schaute interessiert vom Scheinwerferkabel.

    Hallo Rolle, hallo L’Hospital, hallo Cauchy-Hadamard. Betrachtete ich Reihen im letzten Semester noch als Lücke im auf-Lücke-lernen, fielen beim Studientag SoSe 24 viele Groschen.

    Erst die kanadischen Hessen in Berlin dann in den märkischen Hamptons.

    Cetirizin to the rescue.

    Der Alte-Kühlschrank-Bauzaun wurde mit zwei Fahrradschlössern gesichtert.

    Für’s Protokoll: SK 16 (5€). Bei der Pergola 2. Runde fehlen die letzten beiden Querbalken und die Seiten der Längsbalken.

    Zwei linke Wahlsiege in UK und Frankreich und dennoch ein seltsames Gefühl.

    Der Moschusbock ist back in latifundia.

  • 24-05-14 Beton kommt Beton geht (Das Tor kommt)

    24-05-14 Beton kommt Beton geht (Das Tor kommt)

    Madame verschenkte 80 Kilo Beton in Form von Rohmassenpulver für Estrichbeton an C.

    Ich besorgte 189 Kilo Beton in Form von Rasengittersteinen. Rasengittersteine gehören mit einem Kilopreis von 8,3 Cent zu den preiswertesten Gegenständen, die sich überhaupt im deutschen Einzelhandel erwerben lasse. Dennoch kontrollierte der Baumarktmitarbeiter akribisch, ob ich nicht noch einen achten Stein unter den Zierkieseln zu schmuggeln versuchte.

    Madame setzte Zwoi zwo und Zwoi dro, aka Scarmans Himalayan Musk Ost und Scarmans Himalayan Musk West.

    Den Rest des Wochenendes fuhr sie Achterbahn. Zurück in der Stadt erforschte sie ein Stück Italien in Berlin.

    Die Gazebo nimmt Gestalt an.

    Die Rosen haben sich vom Frosteinbruch erholt. Bis auf Graham Thomas. Der wuchs am frühesten am kräftigsten. Ihn traf der Frost am härtesten.

    Die Alice-Tür-Clematis blüht. Und wie. Auch die Margeriten haben wieder ein gutes Jahr. Wir wissen nicht, wo sie nach all‘ der Zeit herkommen, aber sie blühen fast überall.

    Gegen Sonntagabend vermuteten sieben Kraniche eine Thermik über unserem Garten und zogen Kreise über dem Grundstück. Dabei lief der Grill gar nicht.

    Madame arbeitete sich durch zweierlei Arten der Kontoauszüge.

    Ich barg den toten Käfer vom Schuppenfenster. Er stellte sich als Goldglänzender Rosenkäfer heraus. Erst Opfer, dann verschmäht, von einer Spinne.

    In Berlin ist das Tor ist zurück. Der nächste Versuch von Verwaltung/Eigentümer das wilde Parken im Hinterhof zu beenden. Noch hat es kein Schloss und die Glasscheiben fehlen. Wird das Schloss, falls es kommt, diesmal länger als zwei Wochen durchhalten bevor es fatal vandaliert wird? Wird das weiß gestrichene Tor die erste Nacht graffittifrei überstehen?

    Im Hinterhof, neben dem Müllcontainer, befindet sich ein Stapel aus 15 Krawatten.

    Der Rücken überstand die Wochenendaktion überraschend gut. Nur die Oberschenkel schmollen.

    Israël, Douze Points

    Ein Schweizer Berlinerin gewann den ESC. Bester Auftritt des Abends.

    Die Schweizer waren die Besten waren mit professioneller großer Inszenierung, die gleichzeitig eine ganz persönliche Story erzählte.

    Ich schaue wegen großer Emotionen und überbordender Inszenierung und ich bekam große Emotionen und überbordende Inszenierung.

    Es verstört mich, dass selbst ernstzunehmende Menschen den Dorfproll-Mitgröhl-Beitrag aus Kroatien mochten.

    Angesichts des neuen deutschen Kommentators schauen wir jetzt alle mal leicht beschämt nach oben, pfeifen ein wenig und tun so als hätten wir ihn nicht mitbekommen.

    Was wurde aus metoo und der Frage nach Machtgleichgewichten? Es began sich, dass ein Niederländischer Semi-Star sich gegenüber Produktionsmitarbeiterin missverhielt und Konsequenzen erlitt. Nichts genaues weiß man nicht, aber halb Europa verbündet sich erstmal öffentlichkeitswirksam mit dem Star.

    Mich freuen gleich zwei nonbinäre Teilnehmer*, die beide in den Top 10 landeten. Mich freut, aus wie vielen Ländern, Israel in der Publikumswertung die 12 Punkte bekam. Noch ist Europa nicht verloren.

    Die Matrize der Koeffizienten einer Abbildung von Vektorräumen

    Halbjährlich grüßt das Murmeltier. Das Wochenende betätigte sich vor allem mit dem zweitätigen Studientag Mathematische Grundlagen. Der Gleiche wie im November 2023.

    Dank elendig fehlender zwei Punkte habe ich mir die Wiederholungsrunde eingehandelt. So ganz hat sich „ey, ne, wirklich?“ noch nicht in „ich bin voll motiviert“ verwandelt.

    Aber der Studientag half. Die Dozentin dieses Semester ist definitiv die beste Erklärerin im Umfeld der Mathematischen Grundlagen. Ich und meine 271 Co-Teilnehmer*innen waren begeistert. An ein paar entscheidenden Punkten dachte ich plötzlich „Ach, das ergibt ja richtig Sinn.“

    Plan: Mentoriat wechseln. Nachdem ich eine richtig gute Vermittlung des Stoffs erlebte, sehe ich keinen Grund, mir jetzt im Mentoriat eine richtig schlechte Vermittlung anzutun.

    Studientagen, während die Elster durch die Terrassentür hereinlinst mit Blick auf das sonnenbeschienene Grün im Hintergrund, ist auch netter als Studientagen mit Blick auf die Wohnungswand.

    Blick auf gelb blühenden Ginster, dahinter eine dunkelrot blühende Pfinstrose, weit im Hintergrund eine neu errichtete Pergola.

    Gelernt: ein Zoom-Meeting via Handy-Hotspot verbraucht knapp 3MB Daten die Minute. Nach dem kompletten Studientagswochenende hatte ich, samt Rumdaddeln in den Pausen, 2GB verbraucht.

    Quagga-Mülldeponie

    Kirchen sind Gemeingüter. Wenn sie das auch denken, unterschreiben sie hier:

    Kirchenräume sind jedoch Common Spaces – viele Menschen haben oft über Jahrhunderte zu diesem Gemeingut beigetragen. Wer diese Bauten heute allein privatwirtschaftlich als Immobilien betrachtet, beraubt die Communitas. Staat und Gesellschaft können und dürfen sich ihrer historisch begründeten Verantwortung für dieses kulturelle Erbe nicht entziehen. Deshalb rufen wir dazu auf, der neuen Lage mit neuen Formen der Trägerschaft zu begegnen: mit einer Stiftung oder Stiftungslandschaft für Kirchenbauten und deren Ausstattungen.

    Aus dem RBB lernte ich, dass die Brandenburger Badeseen sauberer werden, weil die Quagga-Dreikantmuscheln einwandert. Aus der Wikipedia lernte ich: die Muschel ist ein ganz böser Neueinwanderer. Aus Spektrum der Wissenschaft lernte ich: Alles ist kompliziert.

    Ein wenig stolz bin ich darauf, im Bekanntenkreis mehr aktive Hertha- (1) als Union (0)-Fans zu haben. Aber wenn ich die Dame frage, was im Stadion genau passiert, ernte ich eisernes Schweigen. Um so schöner, dass mequito darüber bloggt. [Sa, 11.5.2024 – das letzte Heimspiel]

    Wir müssen von [dem Kurvenmanager] wissen, wann wir die Tapete hochhalten können. Es geht darum, sich mit dem Vorsänger abzustimmen, damit die Tapete auch entsprechend gesangstechnisch begleitet wird, oder eben auch nicht. Es ist alles Dramaturgie. Der Mann mit dem Reptiliennamen teilt uns mit, dass in zehn Minuten sein Stellvertreter, der mit dem normalen Namen zu uns kommt und uns die Zeit mitteilt. Wir warten 20 Minuten, aber der Mann findet uns offenbar nicht. Später kommt er selber und teilt uns mit, dass uns die Spielminute 20 bis 25 gehört.

    Christiane versuchte in Frankreich eine Mülldeponie zu besiegen.

    Kellerkind badete im Wannsee.

  • 24-04-04 Der 1. Juni wird Tag des kleinen Übergangs

    24-04-04 Der 1. Juni wird Tag des kleinen Übergangs

    Die Blaumeise ist auf englisch the blue tit. Die Kohlmeise ist aber gar nicht the cabbage tit.

    Wir verabschiedeten uns von Kranichen, Milanen und Hummeln und warfen uns in die kurze Alltagswoche. Ich mit zerzaustem Haar.

    Die Alltagswoche begann damit, dass wir am feiertäglichen Ostermontagsabend 23 Kilo Papier und Stifte am BER vorbeifuhren. Madame ließ die Woche über zu nächtlicher Stunde zeichnen.

    Heute ist das Stadtbad Wilmersdorf geschlossen, denn nebenan wird eine Weltkriegsbombe gesprengt.

    Madame fuhr an den Landwehrkanal, um zu löschen.

    In der Verwaltung MIttagspausengespräche über das Baltikum. Ich bekam einen Pensionstipp für Riga.

    Die Spargelsaison ist noch nicht gestartet und am Südkreuz steht bereits ein Erdbeerhäuschen. Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis es öffnet.

    Hausverwaltung und WEG haben es nicht so damit, Sachen am Haus zu reparieren. Einzelne Eigentümer fangen zwar gerne neue Baustellen an, die sind aber nur selten dazu da, existierende Probleme in Ordnung zu bringen. Oft werden die Baustellen auch nicht beendet, sondern laufen sich irgendwie tot.

    Ein Dauerthema ist zum Beispiel die Einfahrt in den Hof. Als wir einzogen gab es einmal das historische Tor in einem eher schlechten Zustand und ohne Schloss. Die Zufahrt wurde geregelt über einen elektrisch versenkbaren Poller, der mit einer Chipkarte funktionierte. Der war desöfteren kaputt. Irgendwann Anfang der 2010er wurden den Powers that be die Reparaturen zu teuer und er wurde dauerhaft versenkt.

    Vor ein paar Jahren erschien ein abschließbarer Sperrbügel, Modell Baumarkt. Dessen Schloss war an Tag 2 mit Klebstoff verschmiert. An Tag fünf kamen einige Arbeiter und sägten ihn wieder ab. Das Tor war in der Zwischenzeit weiter verfallen.

    Am Mittwoch ein neuer Versuch: Zwei Handwerker schraubten das Tor ab. Sie wollen es sanieren und mit einem Schloss versehen.

    Blick durch eine Hofausfahrt mit Papiertonne, Gerüst und Straße auuf der anderen Seite der Durchfahrt.

    63915 – 61111 – 31801 – 63118 – 31811 – 63017

    Das Wochenende brachte nicht nur Ostern, die Zeitumstellung und den Quartalswechsel, sondern auch den offiziellen Semesterbeginn des Sommersemesters 2024. Ich begann ihn damit, in den Kalender den Beginn der Rückmeldefrist für das WS 24/25 einzutragen: 1. Juni.

    Überhaupt liegen am 1. Juni die Abgebedaten für diverse Einsendearbeiten und der Beginn neuer Fristen (Rückmeldung, Prüfungsanmeldung Mathe, Beginn des Prüfungszeitraums ‚wissenschaftliche Methoden‘). Nach dem Tag des großen Übergangs am 1. April wird der 1. Juni der Tag des kleinen Übergangs.

    Ich meldete mich für ein Mentoriat an (Mathematische Grundlagen – again!) und sichtete bei den anderen Kursen, was im Semester auf mich zukommt.

    Außerdem zweifle ich meine Rechenleistungen an. Beschloss ich im letzten Semester, dass vier Module schon ziemlich viel sind, stehen oben in der Überschrift nun sechs Kursnummern.

    Aber ich kann das erklären. Es ist gar nicht so wie es aussieht.

    61111 – Mathematische Grundlagen. Zweiter Versuch. Hmpf. War das mit weitem Abstand aufwendigsten Modul des letzten Semesters. Wird auch dieses Semester nicht geschenkt sein. Aber ich habe ja schon fleißig vorgearbeitet.

    63017 / 63118 – Datenbanken und Sicherheit im Internet. Zwei Kurse in einem Modul, die zu einer Prüfung führen. Sofern ich ETTI dieses Semester bestanden habe, das letzte Informatik-Pflichtmodul.

    63915 Wissenschaftliche Methodik der Informatik. Zählt nur 5 ECTS statt der üblichen 10 ECTS. Prüfungsleistung ist ein Open-Book-Onlinequiz, dass man zwei Monate lang einmal täglich versuchen darf. Ich vermute, das wird nicht ganz so hart wie die üblichen Module.

    31801 Problemlösen in graphischen Strukturen und 31811 Planen mit mathematischen Modellen. Sind zwar eigentlich zwei verschiedene Module, aber ich zähle sie innerlich als Eines. Die sind beides Wahlpflichtmodule, werden beide vom selben Lehrstuhl angeboten und sind inhaltlich verwandt. Es ist der Lehrstuhl bwlquam – Lehrstuhl für Betriebs­wirt­schafts­lehre, insb. Quan­ti­ta­tive Methoden und Wirt­schafts­mathe­matik bei dem ich im nächsten Semester ein Seminar belegen will. Und je nachdem welches Seminar ich erbeute, werde ich in dem einen oder anderen Kurs die Klausur schreiben. Keinesfalls in beiden.

    Und so habe ich zwar sechs Kurse vor mir, aber nur drei Klausuren.

    So beschloss ich in akutem Größenwahl, dass ich noch Zeit und Energie übrig haben werde. Ich habe an einer anderen Uni vergleichsweise viel Geld für einen Online-Jodeldiplom-Kurs ausgegeben. Der ist aber eine sinnvolle Vorbereitung für einen Nicht-Jodeldiplom-Kurs. Dazu ein andernmal.

    Vilnius – Westhavelland

    Der Sternenpark Westhavelland wird 10 Jahre alt. Die Kyritz-Ruppiner Heide will auch Sternenpark werden: Hier schauen sie am schönsten in die Röhre

    Ramadan-Kalender ist wie Döner ein deutsches Produkt: Die Berlinerin Manal El Daoud hat den Ramadan-Kalender in Deutschland groß gemacht. Im Interview erzählt sie von der Empörung der Extremisten und ihrem Leben als Geschäftsfrau mit Kopftuch.

    Auf unserem Kleingartenparkplatz parken inzwischen fünf E-Autos. Davon null Teslas. Das passt zu den aktuellen Meldungen: Tesla’s Sales Drop, a Sign That Its Grip on the E.V. Market Is Slipping nicht ohne Nebenbemerkung im Artikel:

    [Musk] did not react Tuesday to the sales figures on X, the social media platform that he owns and posts on prolifically. Instead, he threw barbs at Walt Disney Company executives whom he accuses of being “woke.”

    Vilnius wird nicht nur von deutschen Touristen besucht, sondern auch von russischen Exilant*innen bewohnt. Wie sich eine große russische Diaspora in einem relativ kleinen Land auswirkt: For Lithuania, Unease Over a Growing Russian-Speaking Diaspora

    Städte in meinem Leben, die ich noch sehen will: Bath – Georgian Splendour

    Über das seltsame Verhalten neue der Hollywood-Studios historische Kostümschinken mit ahistorischen „diversen“ Besetzungen zu drehen: Hollywood’s New Fantasy: A Magical, Colorblind Past:

    Thus have all of us, from around the globe, been retconned into the history of the West. Now we can watch ourselves speak languages we did not speak in rooms where we were unlikely to have been welcome. We are included, but our actual history is erased. We seldom see the stories of nonwhite people who, like my ancestors, lived on their home soil, or the complex stories of nonwhite people in the West in centuries past.

  • 24-03-16 Sanitätsservice Pissarek

    24-03-16 Sanitätsservice Pissarek

    Im Hausflur steht eine Matratze. Das ist erstmal nicht ungewöhnlich. Außergewöhnlich ist es dadurch, dass sie neu und originalverpackt ist. Es steht eine Empfängerin auf dem Paket, die mir im Haus unbekannt ist.

    Madame bekam zu Recht Blumen.

    Typisches durch-die-Stadt-treiben-lassen nach der Klausur: 248er-Bus, U7, zu Fuß laufen, Schwimmbad, X71-Bus, am Hafenbecken sitzen und der Bootsschule zusehen, U6 und M46.

    Mäandern durch die Stadt führte mich unter anderem zur alten Wirkungsstätte am Ullsteinhaus. Dafür, dass die Samwer-Brüder einst Großes ankündigten, wirkt alles unverändert. Nur die Currywurstbude neben dem Einkaufszentrum verschwand. Die U-Bahn-Baustelle ist in den letzten zwei Jahren gewachsen.

    In Neukölln steht eine Pizzeria Cordoba. Hauptsache Griechenland.

    Neben meinem Bus hielt ein Kastenwagen vom Sanitätsservice Pissarek. Ich grinste. Ich hoffe, sie melden sich mit „Läuft“ am Telefon.

    Gelernt: wenn jemand sagt, dass er die Fernuni-Online-Klausuren nicht Online schreiben kann, besteht die Möglichkeit nach Hagen zu kommen und die Klausuren vor Ort zu schreiben.

    (Bereits gewusst: Es gibt umfangreiche Sonderregelungen und -Bestimmungen für JVA-Einsitzende, aber die laufen nochmal anders.)

    Schokoladenfabrik

    Die BWL-Klausur dieses Semester ist Vergangenheit.

    Inzwischen habe ich ganz gut Routine im Online-Klausur-Verfahren: Aufbau und Rückbau des klausurgerechten Arbeitsplatzes läuft von mal zu mal schneller. Die Klausur selbst mochte ich.

    Angesetzt war die Klausur von 8:55h bis 11:00h. Um 9:13h hatte ich den Eindruck, dass ich genug Punkte zum Bestehen zusammengesammelt hatte. Um 9.33h hatte ich alle Fragen beantwortet. Um 10:00h hatte ich alles doppelt gecheckt und alle Rechnungen soweit möglich mit anderen Rechenwegen nochmal gerechnet.

    (Also erst aufgelöst, dann umgeformt statt anders herum. Handgerechnete Teile diesmal mit Taschenrechner bzw. umbekehrt etc.)

    Um 1030h hatte ich dann alles, wo es Hakler gab oder Ergebnisse in den ersten beiden Runden nicht übereinstimmten noch ein drittes und viertel Mal durchgegangen.

    Und dann stellte ich langsam fest, dass ich meine Lösungen und Rechenwege auswendig konnte.

    Weitere Korrekturrunden hätten nur etwas gebracht, wenn ich zwischendurch 10 Minuten auf den Balkon hätte gehen können, kurz ein Youtube-Clip sehen – halt lauter Sachen, die im Rahmen einer Klausur nicht möglich sind.

    Also gab ich ab. Wenn ich hier nicht bestanden habe, muss ich heute morgen vielleicht ein hallizugenes Stadium der Besundseinsverwirrung durchlaufen haben.

    50-Meter-Bahnen

    Nach der Klausur ist vor der Klausur ist nach der Klausur. Oder so. Es galt drei Klausuren (eine geschrieben, eine noch-zuschreiben, von einer das Ergebnis bekommen) zu verarbeiten.

    Auf jeden Fall wollte ich mir nach Abgabe Anspannung vom Leibe schwimmen. Und da ich noch einen halben Tag übrig hatte, konnte ich mich nahe der brandenburgischen Landesgrenze begeben.

    Mit der U7 ging es nach Gropiusstadt und dann durch den Frühling zum Kombibad Gropiusstadt. Ein echter Vorteil der Großsiedlungen sind ihre reichlichen Grünflächen. Ein Vorteil, den sie bei knapp 20 Grad, Sonnenschein und Frühblühern allüberall perfekt ausspielen können. Es roch nicht nur nach Frühjahr, das Frühjahr wirkte intensiv aus sämtliche Sinne ein.

    Der Spaziergang war architektonisch spannend, seelenwärmend und voller Rentner*innen?

    Wo kamen sie her? Inmitten der Gropiusstädter gingen selbst unsere Eltern noch als junge Hüpfer durch. Uns verkaufen sie in Gropiusstadt vermutlich nicht mal Alkohol ohne Ausweiskontrolle.

    Wo wollten sie hin? Ins Schwimmbad! Meine Güte war das voll. Eine grau-weiße Haarmenge wogte über den Wellen.

    Zum Glück war das Becken in drei Bereiche geteilt: Sportschwimmer, Unsportschwimmer und Menschen-die-sich-im-Wasser-unterhalten-wollen. Das hat gut funktioniert. Die 50-Meter-Bahn in Gropiusstadt half, damit die Rentner*innen sich verteilen konnten.

    Ich war im Flow, die Sonne schien, das Fenster erlaubte den vorfreudigen Blick auf das Freibadgelände. Elend des Lebens: würde ich nicht soviel Zeit damit verbringen, für die die Bäder zu arbeiten, hätte ich mehr Zeit zum Schwimmen.

    Aber auch so: alles molto perfetto und wunderbar, um die eine Klausur (BWL) aus dem System zu bekommen und die andere (Mathe) innerlich zu verarbeiten.

    Blick auf den Vorplatz Kombibad Gropiusstadt vor strahlend blauem Frühlingshimel. Ein noch kahler Baum, angeschlossene Fahrräder, ein Mann der auf das Bad zuläuft.

    Bye, bye Zahlentheorie

    Nahezu Zeitgleich mit dem Verfassen der BWL-Gedöns-Klausur kam die Notennachricht der Mathematische-Grundlagen-Klausur.

    Es war knapp. Leider von der falschen Seite. 27 Punkte hätte zum Bestehen gereicht, bei mir waren es 25 Punkte und die Note „n.b.“ wie „nicht bestanden.“. Manchmal hat man Glück und manchmal läuft es so.

    Spontan hörte ich tief in mich hinein, wie ich damit umgehen will und wie es mit dem Masterplan steht und hörte ein überraschend lautes: „Fuck You! Jetzt erst recht. Ich hab die Tortur doch nicht für ein blödes „nb“ auf mich genommen.“ Okay.

    Nach einer Nacht des darüber Schlafens und einmal drüber Schwimmen stimmt die Grundtendenz immer noch. Aber ist natürlich ambivalenter geworden, offenbart Schmerz und Freude.

    Schmerz, denn es kratzt am Ego. Mein Selbstbild ist das eines Menschen, der Klausuren besteht und erst recht Mathe-Klausuren. Nun ist Uni-Mathe-Mathe etwas Anderes als anderes Mathe. Die Durchfallquote von knapp 60% bei der Klausur sagt auch etwas. Zumal die Schreibenden kein repräsentativer Schnitt durch die Gesellschaft sind. Dennoch: Autsch,

    Schmerz, denn die Lernerei war aufwendig im letzten Semester. Ich hatte die Hoffnung, es im Sommersemester ruhiger angehen zu lassen. Und nicht den Mist schon wieder vor der Nase zu haben.

    Schmerz, denn ich muss mir den Platz freiräumen für die Mathematische Grundlagen. Mein schöner innerer Plan für die nächsten drei Semester geht nicht mehr. Das bedeutet mindestens, dass das Modul Zahlentheorie auf Unbestimmt verschoben wird.

    Freude, denn ich habe wenig Zweifel, dass es nächstes Semester etwas wird mit der Klausur und mir. Zwei Punkte sind nicht viel; die kann ich mir in einem Semester erarbeiten.

    Zumal ich weiß, woran es haperte: Zuwenig praktische Übung, zuwenig Aufgaben gerechnet. Das wusste ich auch schon vor der Klausur. Aber es war eine bewusste Entscheidung.

    Meiner Erfahrung bringt es mir wenig, bei den Rechnungen im Nebel zu stochern, wenn ich die Grundsystematik nicht verinnerlicht haben. Die zu verstehen war ein Kampf. Aber ich bilde mir, den Kmapf habe ich gewonnen.

    Da ich mir diesmal den langen, ausführlichen Teil erspare, der da lautet „was wollen die von mir?!?“, kann ich von Anfang an mit rechnen loslegen. Darauf freue mich.

    Freude, denn der Titel „Mathematische Grundlagen“ scheint Programm. Auf dem Inhalt dieses Moduls baut die komplette Uni-Mathematik auf. Wenn das Fundament schief sitzt, kann der Aufbau nicht gut werden. Inhaltlich ist es mir lieber, die Inhalte dieses Kurses sitzen fest als „irgendwo so durchgemogelt.“

    Also wieder angemeldet und auf in’s Abenteuer.

    Stand

    10 Klausuren insgesamt geschrieben, eine dieses Semester noch ausstehend. Bei zweien fehlt noch die Bewertung, sieben sind bestanden, eine ist nicht bestanden. Bachelor Wirtschaftsinformatik: 70 von 180 nötigen ECTS. Eventueller Bachelor Mathematisch-Technische-Softwareentwicklung: 10 von 180 ECTS plus ein Fehlversuch.

    Why libertarian cities fail

    Als wir letzten Sommer bei knapp 40 Grad in Warschau waren, sahen wir gelegentlich einfache Wasserschläuche in den Straßen, die für Sprühnebel sorgten. Das schien mir sofort ein überzeugendes Konzept zur Stadtkühlung im Sommer. Die SPD Schöneberg sieht das auch so und möchte es einführen: Wassernebel gegen Hitzeinseln.

    Schönes aus dem Autorenleben: Cover Animal For ActivityPub Book (via Tröt)

    Auch viaa Tröt: Why libertarian cities fail.

    Blog-Schreiben als Teil des Schulunterrichts. Spannend. Schreibenblog.

    Anke Gröner freut sich über den ICE neo.

  • 24-02-29 Zauber der Zwerge

    24-02-29 Zauber der Zwerge

    Auf dem Mittelhausdach befindet sich Raureif.

    Höffi renoviert das Erdgeschoss. Möbelverkauf und Kochmütze sind weiterhin geöffnet.

    Madame überlegte einen Nicht-Masterplan. Sie plante einen Termin für 2025.

    Der Tagesspiegel attestierte jemand eine „380-Grad-Wendung.“

    Ähnlich orientierungslos wie nach einer solchen fühlte ich mich Dienstag Abend.

    Ich weiß nicht, was es war. Aber irgendwas wollte anscheinend die nachlassende Spannung nach dem Klausurenblock nutzen, um sich einzunisten. Von Dienstag Mittag bis Mittwoch früh war mein Körper energisch damit beschäftigt, es via Fieber, Frost, Durchfall und anderen unterhaltsamen Sachen wieder loszuwerden. Immerhin, Mittwoch fühlte mich durchgeschüttelt aber gesund.

    In Klausurvorbereitung bezahlte ich absurd viel Geld für 200 Quadratzentimeter Loch mit etwas Plastik drumerherum. Wenn’s hilft.

    In Vorbereitung derselben Klausur las ich den schönen Satz „Erratische Abläufe, auch wenn sie sich wiederholen, sind kein Geschäftsprozess.“ Da schrieb jemand mit Praxiserfahrung.

    Dieselbe Prüfungsvorbereitung bescherte mir den Klausurenstift-Testsieger, den Uni-ball Signo 207 Premier mit Gelkissen. Da bekomme ich immerhin viele Buchstaben für mein Geld. Erste Tests am Blatt Papier verliefen vielversprechend.

    Uni-ball gehört zur Mitsubishi Pencil Company; wie seit gestern auch das alte deutsche Familienunternehmen Lamy.

    Ich passierte einen Friseursalon. In ihm gestikulierten zwei Männer; einer anscheinend der Friseur. Der andere trug einen Verband um sein Ohr.

    An der Bushaltestelle unterhielten sich drei Männer inmitten einer eindrückliches Alkoholdunstfahne. Ich konnte ihr Gespräch nicht verstehen (Polnisch?). Aber anscheinend ging es um Hitler.

    Im Bus einem Telefongespräch auf türkisch zugehört. Dabei gelernt, der Ausdruck „Ach so!“ scheint sich im Berlin-türkischen als Fremdwort zu etablieren.

    Der Kaptain war im Wunderland und besiegte die Hamburger Parkplätze. Ich bin sehr stolz.

    Für Euch getestet: Wenn man Reste von Chai-Tee, Schwarztee und Haselnuss-Haferdrink zusammenschüttet, ist das Ergebnis trinkbar.

    Im Supermarkt schweifte mein Blick die Teemischung Zauber der Zwerge. Ich sah sofort den grummligen Gimli aus dem Herrn der Ringe vor mir, der Kräutern umweht wird, während eine lyrische Melodei spielt. Natürlich konnte ich nicht widerstehen. Die Frontseite der Verpackung verspricht „Holunderblüte & Waldmeister“, die Zutatenliste vor allem „Hagebutte, Aroma und Süßkraut“. Ich werde berichten.

    (Update: Habe getestet. Der Tee ist nicht empfehlenswert.)

    Beschäftigungsabweichungsbedingte Kostendifferenz

    Die Tage lernte ich von einer weiteren prominenten Ex-Kommilitonin. Seltsamerweise spielt Birgit Hogefeld (Magister in Psychologie Literaturwissenschaft) in der Fernuni-Pressearbeit weit weniger eine Rolle als andere Prominente.

    Lernen für die Klausur BWL-Gedöns. Der Teil zur „internen Kostenrechnung“ ist der originellste. Er wirkt er mir der so, als wäre zu Zeiten konzipiert als Computer mit Lochkarten arbeiteten und normale Verwaltung an Schreibmaschinen mit Hilfe von Zetteln erfolgte. Die im Studienbrief geschilderten Probleme, Bestände zu erfassen und Zwischenrechnungen zu machen, stehen in seltsamer Diskrepanz zu heutigen Logistikketten, in denen Barcodes und RFID-Chips allgegenwärtig sind.

    An sich ist das alles nicht schwer: Es gibt vielleicht 20 Größen (Menge, Preis, Arbeitszeit, Material, produzierte Produkte, fehlproduzierte unverkäufliche Produkte etc. jeweils „geplant“ und „tatsächlich“). Die werden zueinander in Verhältnisse gesetzt. So wie „Sollkosten sind gleich Plan-Lohnkosten multipliziert mit Ist-Arbeit„. Da kommt nichts vor, was schwieriger als ein Dreisatz ist.

    Und doch, die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig. Mit vielen Dutzend sehr ähnlichen Bezeichnungen, die teilweise je nach Kontext Verschiedenes bedeuten, verlangt das ein höheres Maß an Auswendiglernerei.

    Blick am Arbeitstisch. Ein aufgeschlagenes Skript, ein Ordner mit weiteren Skripten, Kugelschreiber, handschriftliche Notizen. Im Hintergrund des Zimmers ein Legotraktor und Bücherstapel.

    Ein Witz

    Ein Ingenieur sitzt am Schreibtisch, sieht wie in seinem Papierkorb ein Feuer entsteht. Der blickt auf, sieht einen Feuerlöscher und löscht den Brand.

    Ein Physiker befindet sich in derselben Situation, blickt auf. Beginnt hektisch Formeln zu schreiben und zu rechnen. Am Ende nimmt er ein Glas Wasser vom Schreibtisch und löscht mit minimalen Aufwand das Feuer.

    Nun der Mathematiker. Er sieht das Feuer, blickt auf, sieht den Feuerlöscher. Er denkt sich „Gut. Das Problem ist lösbar.“ und schreibt weiter.

    Rotfront

    Mehr Witze.

    Wie Wikipedia funktioniert in Form eines Glühbirnenwitzes: How many Wikipedians does it take to change a lightbulb?

    Zu Besuch im ehemaligen Alfred-Werner-Bad, Potsdam.

    Ich musste kurz auflachen bei dem Zitat aus der Daniela-Klette-Berichterstattung

    „Ein ahnungsloser Bewohner des Nachbarhauses ist fassungslos, als er erfährt, dass er neben der gesuchten RAF-Terroristin gewohnt hat. „Da habe ich jahrelang neben der Genossin gewohnt, das gibt’s ja nicht“, sagt er und verabschiedet sich mit der Parole „Rotfront“.“

    Selbst auf Burgerpreise kann man sich nicht mehr verlassen: Wendy’s says ‘dynamic’ pricing won’t tack surge pricing onto your nuggets