Kategorie: Alltag

  • 23-06-18 Große Hafenrundfahrt

    23-06-18 Große Hafenrundfahrt

    Freitag arbeitete ich, glaube ich. Wenn ich in den Dunklen Ecken meines Gedächtnisses krame, erinnere ich mich daran, dass es bei Kollege Kiefer dauernd piepte. Vor noch längerer Vergangenheit schwärmte mir der Moabiter von der SAP-Kantine in Walldorf vor. Freitag lief der Bahnhof Südkreuz über mit ankommenden Schulklassen, die von Klassenfahrten zurückkamen.

    Wie schnell ein Tag in Vergessenheit gerät, wenn ein volles Wochenende folgte. Oder eher: ein voller Samstag. Der heutige Sonntag diente dem Erholen. Wir gruschtelten sonntäglich-angemessen zu viert auf den Latifundien, frühstückten so spät, dass wir Honigbrote in der Mittagshitze schmierten. Irgendwie kamen im Laufe des Tages sechs Himbeeren „Autumn First“ in den Boden, frischer Spargel und Kratzete sowie Erdbeeren auf den Tisch.

    Die Knautien können wir langsam in Kubikmetern messen. Die Ramblerrose Apple Blossom beginnt die Blüte, während Ghislaine de feligonde schon blüht – leider in eine Richtung von der niemand außer Traktorfahrern auf dem Feld nebenan etwas hat. Der Liguster des Nachbarn möchte ganz dringend in unseren Garten. Auf der Wiese tummeln sich Glockenblumen und ein Platterbsenfeld.

    Verschiedene Nachbarn berichteten im Verlauf des Wochenendes von den Erfahrungen beim Rentenübertritt.

    Ich las mich durch das Fernunimodul „Investition“. Nach dem Ärmelkanal-im-Sturm-Durchschwimmen – und ich weiß immer noch nicht, ob ich ertrunken bin, (Algorithmische Mathematik) fühlt sich Investition an wie 5 Kilometer im Hallenbad. Aber auch die wollen geschwommen sein. Und auch im Hallenbad kann man ertrinken.

    Noch drei Wochen bis zum letzten Abgabeschluß für Einsendeaufgaben. Das bedeutet noch dreieinhalb Wochen bis Urlaub. Das wird der erste Urlaub-Urlaub ohne jeden Klausurbezug seit Anfang 2022. Langsam habe ich es nötig.

    Aufwachen heute morgen mit wehem Knie. Noch mal eingeschlafen: Knie war okay, dafür wehte der Rücken. Willkommen in der Welt Ü40.

    Es war aber auch ein langer Tag gewesen am Samstag.

    Rein ins Auto, auf nach Richtung Nord. Zwei Zwischenhalte, Parken im Stadthafen Rostock: Auf die Rostocker 7, knapp eine Stunde die Warnow entlang nach Warnemünde. Dort zweimal die Hafenpromenande entlang gelaufen. Bei „Backfisch-Tilo“ verschiedene Backfisch-Varianten gekauft (und diverse Möwenschutzmaßnahmen bewundert). Mit der Rostocker 7 zurück in den Stadthafen. Allgemeine Erschöpfung machte sich breit. Nach der Rückfahrt Abendausklang in Hohen Neuendorf in der Himmelspagode.

    Am „Treffpunkt Riesenrad“ entdeckt, dass man dort dreimal im Jahr im Riesenrad frühstücken kann. Man setzt sich in eine Gondel, das Frühstück wird gebracht und dann fährt man eine Stunde. Mir fallen diverse Menschen ein, denen man das schenken könnte. Aber keinen, den wir bis zum 2. Juli nach Warnemünde locken werden. Von uns vier, hätte nur ich Interesse gehabt.

    Riesenrad vor blauem Himmel mit einzelnen Wolken. Zu seinem Fuß ein Bahnhofsschild "Warnemünde."

    Warnemünde erinnert stark an englische Seebäder zwischen Brighton und Blackpool. Wie ein deutschlandbesuchender Engländer einst sagte: „Endlich mal normale Menschen.“

    An uns vor fuhr eine Hybrid-Motor-Segel-Fähre mit Flettner-Rotor vorbei. Das ist um einiges aufregender als ein schnödes E-Auto.

    Auf der Hinfahrt wunderten wir uns auf der A19 über die verschiedenen Autos mit finnischen Kennzeichen. Nachdem wir den Finnland-Frachter und die verschiedenen Skandinavien-Fähren gesehen hatten, sagten bei jedem der zwei Dutzend norwegischer Autos auf der Rückfahrt „Ja, ist klar.“

    Klimaaktivisten säumen meinen Weg. Nachdem ich auf dem Arbeitsweg regelmäßig an der an-Straßen-festgeklebten-Variante vorbeiradle, versuchten sie nun auf Kanus die AIDAdiva aufzuhalten, die Abends auslaufen wollte.

    Kreuzfahrtschiffe aufhalten erscheint mir inhaltlich sinnvoller und politisch anschlussfähiger zu sein, als Pendler zu nerven. Und ein bestimmt-optimistisches „Smash Cruiseshit“ liegt mir auch stilistisch mehr als dieses selbstmitleidig-egostilisierende „Letzte Generation.“ Ich war sehr erfreut über die Kanut*innen.

    Neben unserer Berliner Wohnung existieren inzwischen so viele Barber Shops, dass nun ein Barber-Shop-Bedarfs-Geschäft öffnete. Eine Straßenecke weiter öffnet ein Juicy Burger, Est. 2023. Und obwohl ich seit Jahren fast täglich an beiden Ladenlokalen vorbeikomme, kann ich um’s Verrecken nicht sagen, was dort vorher für Geschäfte waren.

    Am Blog-lesen liebe ich diesen Einblick in andere Welten:

    Herr Rau hat einen Lauf und erzählt vom Erzählen. Christine Cazon geht an den südfranzösischen Strand. Das immerhin sind Leben, bei denen ich nach Everything Everywhere All at Once denke: hätte ich früher in meinem Leben andere Abzweigungen genommen, könnte ich heute ähnlich leben.

    Überhaupt keine Variante meiner selbst kann ich mir vorstellen, die freiwillig „Mozart!“ das Musical hört. Aber ich bin sehr fasziniert, davon zu lesen.

  • 23-06-15 Allora Alternaria

    23-06-15 Allora Alternaria

    Die Küche riecht nach Honigmelone.

    Madame untersuchte den Stammbaum der Simpsons. Ich fotografierte eine Mehrfachsteckdose.

    Die Mittelhausbaustelle hat mittlerweile das komplette Dach neu mit Bitumenbahnen überzogen und die Satellitenschüsseln abmontiert. Wir warten, wie es weitergeht: Solar? Dachterrasse? Gar nichts mehr?

    Die Busspur-Baustelle vor dem Haus zieht sich inzwischen in einzelnen Abschnitten über mehrere hundert Meter und wir rätseln auch: Abwasserrohre? Glasfaser? Radspur?

    Madame testete unfreiwillig: Man kann im Großraum Berlin einen Helm eine Woche lang an einem Fahrrad hängen lassen und er ist noch vorhanden. Damit bestätigte sie mein knappes Dutzend ähnlicher Versuche.

    Während die klassische Heunschnupfensaison sich ihrem Ende hin zubewegt, beginnt meine Alternaria-Pilzsporen-Pseudoheuschnupfen-Saison. Die bedeutet: Nasenspray bis in den Oktober hinein. Und trotzdem werde ich die Hälfte der Zeit wirken, als wäre ich heftig verschnupft. Vielleicht sollte ich doch noch einmal über eine Übersommerung auf Helgoland nachdenken.

    Ich könnte vieles Schlechtes über Vattenfall sagen. Aber Grünflächengestaltung vor der Zentrale können sie. Das ist ein Garten wie aus dem Musterbuch des New German Style. Für entsprechend Interessierte schon fast ein Ausflugsziel.

    Blick in einen Staudengarten

    Wenn ich dagegen an die 20 traurigen Tomatenpflanzen in nackter Erde (direkt neben einer Autobahn und einer sechsspurigen Stadtstraße bei Bewässerung per Hilfskraft und Schlauch) denke, die vor den Südkreuz Offices stehen, muss ich lachen. Oder weinen. Aber moralisch anspruchsvoller Symbolismus und Kompetenz bei der praktischen Umsetzung bilden leider nur selten ein Paar.

    Der dritte Tag in Freiheit ohne harte Einsendeaufgaben-Deadline. Ich erfreute mich am Deutschlandticket, nahm U-Bahn, S-Bahn und Bus zum Sommerbad Mariendorf. (Hin: S46, U6, 277 – Rück: 277, M76 – furchtbare Fahrt – und M48). Ich liebe dieses Bad in seiner vergessenen Schönheit sehr. Zusatzfreude: mir lief dort eine Kammschnake Ctenophora festiva über den Weg. Die sah ähnlich partymäßig aus wie der Name festiva vermuten lässt.

    Madame entdeckte ein verlockendes Angebot: Zwei Jahre lang Blasinstrument lernen für Erwachsene im Ensemble. Eine Stunde Ensembleunterricht, eine Stunde Kleingruppenunterricht; Einzige Voraussetzung: Offenheit bei der Instrumentenwahl und keine Vorkenntnisse. Hätte ich auch nur die geringste Neigung, ein Blasinstrument lernen zu wollen, wäre ich gebucht.

    Überhaupt staunte ich über das riesige Angebot der Leo Kestenberg Musikschule, u.a. mit mehreren Alphorn- und Dudelsackensembles. Leider fehlt noch die gemischte Alphorn-Dudelsack-Band.

    Madame unterhielt sich beim Chor mit H über deren Zeit als Lehrerin an deutschen Schulen in Europa. Paris: Eine echte Vermischung war angestrebt, Fächer wurden mal in Deutsch und mal in Französisch abgehalten, Schulsprache ging wild durcheinander. Mailand: Es gab einen deutschen Teil und einen italienischen Teil. Diese vermischten sich nicht.

    Christine Cazon schreibt über das französische Abi: Le bac philo und anderes. Auffallend: die wichtige Rolle, die Philosophie darin spielt. Auffallend, das starke Zentralabitur, welches dazu führt, dass es am Abi-Abend eine Fernsehsendung gibt, in der sich Satiriker über die Fragestellungen des Philosophie-Essays auslassen.

    Als Student der vielen Fächer kann ich sagen: Wenn man es intellektuell ernst nimmt, gibt es nichts besseres als Philosophie. Leider sind die Menschen, die man im Alltag trifft, und die sich als „Philosophen“ bezeichnen, zu 100% elende Laberköpfe.

    Die erlebte ich im Philosophiestidium auch. Aber alle Dampfplauderer hatten spätestens nach dem zweiten Semester aufgegeben. Dann gab es noch die positiv-interessant Durchgeknallten; leider scheiterten auch die spätestens an der Zwischenprüfung. Für die Philosoph:innen des Hauptstudiums galt: Meistens sehr unauffällig und eher ruhig. Aber wenn sie mal den Mund aufmachten: Krasse Leute.

    Fernuni-Entdeckung. Es gibt einen „Optimismusparameter nach Hurwicz“. Er wird als \(\lambda \) dargestellt.

    Meta-Fernuni-Entdeckung. Der RSS-Reader Feedly kann keine mathematischen Formeln. Oder er kann das Javascript nicht, dass für ihre Darstellung nötig wäre. Auf jeden Fall stehen dort lustige Pseudocodeschnipsel, wo Symbole stehen sollten.

  • 23-06-13 Investition im Insulanerbad

    23-06-13 Investition im Insulanerbad

    Madame besiegte die Widrigkeiten der Technik. Sie bekam eine Mail aus NRW.

    Ein schöner junger Mann schwamm durch das Insulanerbad. Nur, dass er krampfhaft den Kopf hoch halten musste, um Sonnenbrille und Frisur vor dem Wasser zu schützen. Das wirkte unelegant.

    Gestern gab ich die Einsendeaufgaben Algorithmische Mathematik ab. Anschließend beendete ich die Werktagsverhöhlung der letzten Woche. Bauchgefühl: Etwas besser als in der letzten Runde. Aber die letztrundigen Einsendeaufgaben bestand ich nur um 1,2%.

    Sonntag besuchten wir eine Geburtstagsparty in Wochenend-West. Die üblichen Verdächtigen waren anwesend und hatten alle Zipperlein der letzten Monate ausgeheilt. Frau Fuchs geht vielleicht nach Weimar. Das gastgebende Geburtstagskind führte eine Espressomaschine vor, um die herum eine napolitanische Kaffeebar gebaut werden möchte. Wärmepumpen waren ein großes Thema. Auch wenn das Interesse die Fachkompetenz überstieg.

    Ich ging vorzeitig, denn da war ja noch was. Noch drohte die Montag-Abend-Deadline.

    Die Grenzen des Zeichensatzes

    Neben dem Rechnen sind diese Einsendeaufgaben auch noch ein Schnellkurs in Zeichensetzung. Bis vor wenigen Wochen, wusste ich nicht einmal, dass LibreOffice überhaupt ein Menü für das Setzen mathematischer Formeln hat. Inzwischen bin ich bereits an die Grenzen des Math-Befehlsverzeichnisses gestoßen.

    Kurzzeitig dachte ich, bereits mit dem zweiten Gradienten \(\nabla_2\) hätte ich das Ende des Formel-Editors erreicht. Das entsprechende Symbol fand sich im Bereich „Sonstiges.“

    Die Erleichterung währte kurz.

    Der Abbildungspfeil \( \mapsto \) kam nicht mehr vor. Erst nach längerer Suche fand ich, dass zumindest eine Schrift, die Schrift Segoe UI Symbol, das entsprechende Unicode-Zeichen U+21A6 überhaupt darstellen kann. Ich konnte querkopieren.

    Langfristig muss meine Formelzeichensetzung professioneller werden.

    Beim Zeichensetzungsuchen fand ich eine Anleitung, wie ich mit Hilfe des MathML-Plugins und LaTeX-Code Formeln in WordPress schreiben kann: How to Write Math Equations in WordPress. Dabei hilfreich – die Übersicht über die LaTeX-Symbole: List of LaTeX symbols.

    Kopf frei, Kopf unter

    Nach Zehn Wochen „der Einsendeschluß für die nächsten Einsendeaufgaben ist nah“ ist heute der erste Tag in selbst genommener Freiheit. Keine algorithmisch mathematischen Einsendeaufgaben für die nächsten zwei Wochen. Und sofern ich die Montagsaufgabe bestanden habe – und dann die Klausur bestehen werde – überhaupt keine algorithmisch-mathematischen Einsendeaufgaben mehr in meinem Leben.

    Nach Aufgaben-Abgabe beendete ich das immobile „mobile Arbeiten“. Die vom Kollegen 3D-gedruckten Smartiesausgabemaschine war ebenso noch vorhanden wie die diversen Baustellen um die Geschäftsstelle herum.

    Madame reiste von den Latifundien aus an, wir trafen uns am Südkreuz und speisten bei Blumenfisch.

    Dr. Dolittle und Euphegenia D diskutierten, ob beim Himbeerpflanzenkauf eher die Sorte oder der Zustand der konkreten Pflanze entscheidend ist. Ich bestellte gepresste Kokosschalen im Internet.

    In den Kaptains weiterem Umfeld tauchte die Jugendgerichtshilfe auf.

    Ich nutzte die beste Möglichkeit, um den Kopf frei zu bekommen: Ein paar entspannte Runden im Sommerbad am Insulaner. Das Krokodil ist schön renoviert. Bei 24 Grad waren die Besucherzahlen übersichtlich. Auf meiner Bahn waren die Menschen zivilisiert. Und ich konnte einfach schwimmen und atmen und schweben.

    Aushang "Kuschelhund verloren"
    Falls jemand den Kuschelhund am Insulaner gefunden hat, stelle ich gerne Kontakt her.

    Danach auf der Liegewiese mit den Materialien für das andere Fernuni-Modul Investition und Finanzierung. Jeder Satz war sofort verständlich. Die Mathematik möchte bisher nichts schlimmeres von mir als Exponentialrechnung mit echten Zahlen. Nach den Höhlen von Moria der algorithmischen Mathematik ist das bisher ein Streifzug durch das Auenland des Rechnens.

    Sundlaugasögur

    Sehr schön: während ich auf der Liegewiese lag und las, spielte und sang sich im Hintergrund die Shakespeare Company warm. Deren Theater liegt auf dem Freibadgelände. Das ist ein sehr großartiges Zusammenfinden.

    Jón Karl Helgason drehte den Film Sundlaugasögur über isländische Schwimmbäder. („Die Finnen haben ihre Saunen, die Briten ihre Pubs, die Franzosen ihre Cafés und wir Isländer haben unser Schwimmbäder“). Beim Ansehen des Trailers schmolz ich vor Begeisterung dahin. Aber auch die weitere Hintergrundinfo ist spannend. Ich hoffe, der ganze Film schafft es nach Deutschland.

    Ich überlegen einen Schwimm+Kultur-Club aufzumachen, der einmal im Monat etwas kulturelles mit/über Schwimmen macht. Seien es Kinobesuche, Theaterbesuche, Führungen et cetera. Genügend potenzielle Teilnehmer:innen sollte ich inzwischen kennen.

  • 23-06-11 Bienenwolf auf Transabed (Wollschweber)

    23-06-11 Bienenwolf auf Transabed (Wollschweber)

    Unsere Haftpflichtversicherung erhöht ihre Gebühr um 10%. Der Bungalow-Stromabschlag sinkt mächtig gewaltig. Madame warf einen Brief in Richtung NRW in den Briefkasten.

    Madame richtete ihren Doppellaser auf vier Liter Milch und wenig später hatte sie Frischkäse im Salatsieb. Erstaunlich, was Madame mit einfacher Küchentechnik alles anstellen kann. (pdf)

    Wir holten Dr. Dolittle und Euphegenia D am Südkreuz ab, um zum Bungalow zu fahren. Es folgten zwei Tage liegestuhlen, gartenstuhlen, Lavendelbratwürste, vierstündig gegrillräucherter Nackenbraten, viele Kaffee-Gartenrunden und fast so viele Gin-Tonic-Gartenrunden.

    Fast wäre ich entspannt gewesen, säßen mir nicht die vermaledeiten Einsendeaufgaben im Nacken. Montag 23:59h ist die Zeit der Wahrheit. Wenn ich die Abgabe erfolgreich schaffe, bin ich für die Klausur qualifiziert. Wenn nicht – dann vermutlich nicht.

    3 von 3 ?

    Zur Wahrung meiner geistigen Gesundheit habe ich mich entschlossen die nächsten zwei Wochen auf jedem Fall mit dem Thema Einsendeaufgaben auszusetzen. Dann hätte ich noch eine letzte Chance. Ob ich für die wieder genug Schwung bekomme – fraglich.

    Aber ich muss auch nur noch einmal bestehen. Nummer 2 von 3 ist durch. Nummer 3 von 3 folgt hoffentlich heute und morgen.

    Während wir schon die Latifunden mit Ginkaffeetonic umrundeten, kam die Mail mit dem Ergebnis von Runde 2:

    Gedanke 1: FUUUCK. So knapp vorbei. Um 1,8% gescheitert. Echt jetzt???

    Gedanke 2: Halt! Stop! Du brauchst 30% zum Bestehen, nicht 33%. Um 1,2% geschafft. FUUUCK.

    Call me the Indiana Jones der Algorithmische-Mathematik-Einsendeaufgaben.

    Dafür, dass mir die vermaledeiten Einsendeaufgaben die ganze Zeit im Nacken saßen, hielt ich mich überraschend entspannt. Mir gelang es desöfteren, länger als zwei Stunden nicht an die Jacobi-Matrix zu denken.

    Flieder ist aus

    Flieder ist aus. Rosen sind in. Gallica versicolor und Pink Moss scheinen jetzt angekommen, und richten sich nach mehreren Jahren zur Größe empor. Im Wiesenteil hat sich ein erstaunliches vier Quadratmeter großes Kornraden-Feld gebildet, das jetzt aufblühte. Höchst erstaunlich – aber wenn mir Wikipedia von „austrocknungstolerant“ und 85cm tiefen Pfahlwurzeln erzählt, weiß ich was die Pflanze an unserer Wiesentrockensteppe schätzt.

    Die Trockenheit stoppte das Gras – auch die Mähwege mussten nicht mehr gemäht werden, denn kein Gras war nachgewachsen.

    Innerhalb von zwei Stunden entdeckten wir im Garten sowohl einen Bienenwolf (Käfer) als auch einen Wollschweber. Bei dieser Dichte an Solitärbienenschädlingen scheint unser Bestand an Solitärbienen und Solitärwespen etwas zu bieten. Den Bienenwolf hielt ich angesichts seiner Zeichnung kurz für eine Wanze. Aber Bewegung und Körperbau passten nicht. Der Wollschweber als illegitimes Kind zwischen Kolibri und Hummel ist natürlich einfach zu erkennen.

    Weil der Kaptain sich beschwert, dass es eine keine Insektenfotos mehr von mir gibt, bitte:

    Bienenwolf (Käfer) auf türkisem Stoffbezug

    (Der Grund ist einfach: Fotografieren mit der echten Kamera ist mir zu aufwendig – vor allem in der Nachbearbeitung. Für ‚mit Handy‘ sind Insekten aber zu schnell.)

    Sonstige Sichtungen: 28 Kraniche, die mal im Trupp, mal in Einzelgruppen am Garten vorbeiflogen. Die ersten sich formierenden Starenschwärme. Ringeltauben im Schauflug und sich zoffende Elstern in Nachbars Fichte. Dutzende von Schwebfliegen. Viele Bienen und Wespen aller Art. Morgens eine Hornisse vor dem Schlafzimmerfenster, die aber den Vorhang nicht überwand.

    Zecken prügeln

    Wir waren bei einer Feier eingeladen. Aber die würde jetzt den Rahmen sprengen.

    Hotel Mama und Kellerkind schliefen schlecht.

    Herr Buddenbohm versuchte Selbstmitleid moralisch zu relativieren.

    Das mit dem Prügeln ist aus heutiger Sicht nicht vorbildhaft.

    Ich freue mich, wenn Profis mir zustimmen. Seltener gießen aber dafür mehr.

    Das RKI sammelt Zecken.

    Wäre ich entspannter gewesen, hätte natürlich Dota auch das richtige Lied für das Wochenende: Brandenburg laziness.

    Maximaltemperatur Küche (Berlin): 27 Grad. Maximaltemperatur Bungalow: 37 Grad. (Bei Ankunft)

  • 23-06-08 Denk-Jan

    23-06-08 Denk-Jan

    In den Notizen für das Blog steht Denk-Jan. Ich denke länger: „Was wollte ich mir selber sagen?“, scheitere aber an der Antwort.

    In der Wohnungsbaustelle im zweiten Stock sind die Maler. Ein Zeichen dafür, dass diese Baustelle sich ihrem Ende nähert. Letztens empfing Madame den Schornsteinfeger. Und dieser meinte „Ist schon ein besonderes Haus. Immer so viele Baustellen.“ Das Mittelhausdach bekam derweil in seiner Westhälfte neue Dachpappe. Was noch immer die beiden Szenarien „Dach undicht“ oder „Einbau einer Dachterrasse“ offenlässt.

    Wahrscheinlich wird die Zweite-Stock-Wohnung demnächst möbliert. Und danach für Fantastillarden monatsweise an planlose Neu-Berliner vermietet.

    Wenn ich mich jemals einsam, alleine und verlassen fühle, dann kann ich mich auf den Blutspendedienst des Roten Kreuz verlassen. Kaum bin ich drei Wochen überfällig, schon schreiben sie nicht nur Briefe und Mails sondern rufen auch an.

    Über meine Büro-Gegend schrieb „Entwicklungsstadt Berlin“: Neubau: Am Südkreuz sind Gewerbe- und Wohnquartiere entstanden. Die Entwicklungsstadt-Website verdient ihr Geld von Immobilieninvestoren und dementsprechend lobhudlerisch sind die Artikel normalerweise. Außer wenn es um einen ganz besonderen Bürobau geht:

    Architektonisch wurde hier, zumindest was die Fassadengestaltung angeht, wenig Kreativität eingesetzt. Auch die Gestaltung der Außenräume ist ungemein nüchtern. … Unter den bisher umgesetzten Projekten finden sich sowohl gelungene als auch weniger gelungene Beispiele moderner Architektur. Kommende Projekte sollten aus den Erfahrungen der bisherigen Bauvorhaben ihre Lehren ziehen – und dürfen durchaus mehr Mut bei der Gestaltung der Gebäude zeigen.

    Von meinem ungemein nüchternen Bau aus war ich auf der anderen Seite des Bahnhofs – den Subaru aus der Werkstatt abholen. (Ölwechsel und Inspektion bei 182.000 km) Dort stieß ich auf eine Jelbi-Mobilitätsstation. Wie damals am Ullsteinhaus. Nur dass das Ullsteinhaus noch spannender war als der Bahnhof. Und ich direkt darin arbeiten durfte.

    Wenn die Bahn jemals eine Besenkammer im Südkreuz ausmistet und als Co-Working-Space vermietet: Ich wäre dabei.

    Mehrere Leih-Elektroroller und ein Aufsteller einer "Monilitätsstation" auf Bahnhofsvorplatz

    Ich stellte fest: Fahrten in die Werkstatt sind neben Bahnhofs-Absetz-Fahrten unsere einzigen Autofahrten, die innerhalb des S-Bahn-Rings beginnen und enden.

    Beim Schreiben fiel mir inzwischen auf, dass Denk-Jan wohl Denk-Jam bedeuten sollte. Also so etwas wie Stau im Hirn. Das Gefühl, dass sämtliche Denkwege von linearer Algebra verstopft sind.

    Ich wollte zur Stauauflösung kurzzeitig etwas komplett Anderes unternehmen. Also erfreute ich mich am Deutschlandticket (Ich kann mich einfach so in den Bus setzen und irgendwohin fahren. Und wieder zurück. Wie krass ist das denn!) und fuhr nach Steglitz, Baumarktluft einatmen.

    Madame traf währenddessen eine alte Bekannte – und die hatte Überraschendes zu erzählen. Sie trafen sich unter anderem im Café Peri. Erster Eindruck: Wirkt so wie sie Madame sich Cafés in hippen Istanbuler Stadtteilen vorstellt.

    Herr Rau schrieb einen Wikipedia-Artikel. Und einen Blog-Artikel wie er den Wikipedia-Artikel schrieb. Außerdem empfahl er einen Billy-Joel-Podcast. Den ich mangels ruhiger Hörzeit und wegen zuviel Denk-Jan aber noch nicht hörte.

    Aus Gründen, die ich nicht mehr verstehe, habe ich mich beim Data Science Bootcamp von Openhpi des Hasso-Plattner-Instituts angemeldet. Das startete ausgerechnet jetzt. Und die beiden Bootcampenden sind hinreißend.

    Die Neben-der-Toilette-Kräuter-Gewächshauskästen im Edeledeka Steglitz sind weg. Der Betreiber verschwindet unter bösem Blut aus Europa. „Deutschlands erstes Lebensmittel-Start-Up mit einer Bewertung von über 1 Milliarde US-Dollar“ (=Infarm) hatte 2020 Fünf Millionen Euro Umsatz (das sind 0,5% von einer Milliarde) bei Kosten von 53Millionen (das ist das 10,5-fache des Umsatzes). Seltsam finde ich, dass ein Startup, welches sich Nachhaltigkeit auf Fahnen und Website schreibt an „zu hohen Energiekosten“ scheitert. Aber oh well, so ist das Leben. Aufgefallen ist mir Infarm vor allem, weil ihr ehemaliges Welthauptquartier an meinem Mittagspausenspaziergang am Ullsteinhaus lag.

    Die re:publica ging vorbei und sie lehrt mich etwas über Bubbles. Ich verbringe mein Leben seit Jahren unter gelernten Fachinformatiker*innen (=Ausbildungsberuf). Von denen bisher keiner je von „Europas größter Digitalkonferenz“ gehört hatte. Und wenn man erzählt, klingt es für sie wie so eine typische Laberveranstaltung auf der Chef*innen ihre Zeit verdödeln, um nicht arbeiten zu müssen.

    Karen erzählte etwas über Zeugnisausgaben in Finnland.

    Die Mauersegler fliegen wieder durch den Hinterhof.

  • 23-06-06 Ein Weg in einer Kurve (DER MASTERPLAN)

    23-06-06 Ein Weg in einer Kurve (DER MASTERPLAN)

    Als ich auf dem Balkon die Wäsche aufhängte, sah ich auf dem Bürgersteig gegenüber und eine Frau in weißer Schlaghose mit schwarzem Top von rechts nach links durchs Bild laufen. Und von links nach rechts. Außerdem fuhr sie mit dem Fahrrad einmal quer. Anscheinend sollte ich mir dieses Jahr weiße Schlaghosen und ein schwarzes Top besorgen, um im Trend zu liegen.

    Damit uns die Baustellen nicht ausgehen, wurde auf der Straßenseite gegenüber eine neue aufgebaut. Diese umfasst mehrere Dutzend Meter Busspur. Die Absperrung wirkt ungeahnt professionell für diese Gegend. Anscheinend soll es länger dauern.

    Und die Baufirma wurde vielleicht nicht gestern als UHG-Tochter Ltd gegründet, die zum Firmengeflecht einer SE (Gibraltar) gehört, während der analphabetische Geschäftsführer in einem Schuppen in Rumänien sitzt und für 20 Euro irgendwas unterschrieben hat. Vielleicht ist hier eine echte Baufirma tätig!

    Der Masterplan

    In der Post lag der Hagen-Studienausweis für das Wintersemester ’23/’24. Dies ist ein geeigneter Moment, um meinen mehr als vermessenen Plan für das weitere Studium niederzuschreiben. Für später zum Kopfschütteln und „Haha!“ sagen.

    • Also Bachelor Wirtschaftsinformatik zu Ende, Wahlmöglichleiten möglichst weit Richtung Informatik ausreizen. Zusätzlich Mathekurse im Akademiestudium.
    • Danach Master Wirtschaftsinformatik. Wahlmöglichleiten möglichst weit Richtung Informatik ausreizen. Zusätzlich Mathekurse im Akademiestudium.
    • Danach Bachelor Mathematisch-technische Softwareentwicklung. (Der liegt so zwischen Informatik und Mathe wie Wirtschaftsinformatik zwischen Informatik und Wirtschaftswissenschaften liegt). Durch die Anrechung der ganzen Mathe- und Informatikkurse aus den Vormestern geht das hoffentlich übersichtlich schnell. Dort die Wahlmöglichkeiten in Richtung Mathe ziehen.
    • Und wenn ich das dann habe, habe ich die formalen und inhaltlichen Voraussetzungen für den Master in Mathematik erworben.

    Andererseits: Eskalation kann ich. Es begann damit, dass ich vor einem geschlossenen Stadtbad Schöneberg stand und weitere Bäder erkundete. Dann kam ein Blog und ein Quartett hinzu und mittlerweile arbeite ich bei der Anstalt.

    Oder ich schaffe einfach NIE diesen Kurs in Algorithmischer Mathematik und humple mich irgendwann mit letzter Kraft zum Bachelor Wirtschaftswissenschaft. Aktueller Stand: Nach vier Stunden des Grübelns und Recherchierens kam ich darauf, warum ein Pfeil → in der Aufgabenstellung ein Pfeil mit Querstrich ↦ ist – und warum der Querstrich diese Aufgabe deutlich verkompliziert. Es geht nicht um eine Funktion, sondern um einen Weg in einer Kurve. Mon dieu!

    Haselnüsse und Brokkoli

    Sonntägliche Gartenbeobachten: Letztes Jahr war ein gutes Apfeljahr. Dieses Jahr wird ein gutes Blattlausjahr. The Swingin‘ K’s sind zurück im Garten. Und das freute mich sehr.

    Blühender Rosenstrauch, Stanwell Perpetual, mit weißen und blassrose Blüten

    Besuch aus Wochenend-West erzählte vom Urlaub in Cuneo (Piemont). Endlose Landschaften mit Haselnussbäumen. Und ihre Vermieterin: „Alles Nutella.“

    Herr southpark, woran merken Sie, dass sie alt werden? – Ich sah eine Werbung *zwinker* *zwinker* für Cannabisblüten, die *zwinker* von Brokkoli sprach. Und ich dachte: „Ach schade, Brokkoli hätte ich spannender gefunden.“

    Ich lernte: Der Hauptzweck von Privat-Alarmanlagen liegt darin, im Haus einen derart betäubenden Lärm zu veranstalten, dass es der/die/das Dieb vor Schmerz nicht aushält und flieht.

    In der achten Klasse hielt ich einst ein Referat über Billy Joel. Mein Musiklehrer war verwundert, warum ich einen vollkommen unmodernen Sänger als Thema wählte. Ich finde, Joel hat sich über die Jahrzehnte besser gehalten als Vieles, was 1990 modern war. Und vielleicht spürte ich schon damals einen gewissen New York State of Mind. Joel spielt 2024 sein letztes Konzert im Madison Square Garden. Die New York Times zitiert den New Yorker Bürgermeister Eric Adams mit „There’s only one thing that’s more New York than Billy Joel. And that’s a Billy Joel concert at MSG.” Ein schönes New-York-Video auch von Billys Lieblingssong: Scenes from an Italian Restaurant.

    Passend: Dieses begeisternde Outdoor-Dining-Cover des New York Magazines.

    Frau Herzbruch erzählt von Harz im Jugendhandball. Da kommen viele klebrige Erinnerungen hoch. Inklusive meiner späteren Befriedigung als unser ewiger Angstgegner als TSV Hannover-Burgdorf in die Handball-Bundesliga aufstieg.

    Comic: Wie lebt es sich als komplett farbenblinder Mensch. A Vision in monochrome.

    „The peanuts are still on board the aircraft, boarding will be withheld until clearance is given!“

    TwinDos Nummer 2 meldet, dass es fast leer ist.

  • 23-06-03 To summer (Verb)

    23-06-03 To summer (Verb)

    Die beiden Karotten liegen weiterhin im Treppenhaus. Ich bin versucht, sie gegen eine Pastinake zu tauschen und auf Reaktionen zu warten. Andererseits: In diesem Haus weiß man nicht so genau, was dann passiert.

    Über den zahlreichen Briefkästen hängen seit Freitag etwa acht DIN-A4-Blätter in 18-Punkt-Schrift „Nachsendeantrag seit März beachten für A.. Residential Gmbh&Co Kg, S.. Residential Gmbh&Co KG..“ und etwa 30 weitere Gmbh&Co Kgs. Am Ende. 44-Punkt-Schrift „Frau M.. lassen Sie die Finger weg!!!“. Unser Haus ist unterhaltsam. Nur manchmal ist es anstrengend darin zu wohnen.

    Donnerstag genoß ich einen Sonnen-Abend bei 24 Grad am Strand des Wannseebades, ergötzte mich an jedem einzelnen Schwimmzug und dachte „Ach, damals als ich bei Sommer noch an so etwas dachte und nicht an Schmelzen bei 37 Grad.“

    In persönlicher Vermessenheit bestellte ich mir einen vierten Fernuni-Kurs für das nächste Semester: „Internes Rechnungwesen und funktionale Steuerung“. Irgendwie war ich doch nicht bereit, mich durch Mathe-Exkursionen im „echten“ Studium aufhalten zu lassen. Andererseits gelten schon drei Kurse neben einem Vollzeitjob als Nicht-machbar, geschweige denn vier. Neues von der Vermessenheitsfront dann wenn ich wieder über Einsendeaufgaben jammern werde.

    Ebenso vermessen bin ich zu glauben, dass allein die Insekten an der Katzenminze uns einen Top-10-Platz bei der NABU-Stunde der Garteninsekten sichern würden und wir deshalb gar nicht erst mitmachen müssen. Das Leben im Garten explodiert dermaßen, es ist müßig, einen Überblick behalten zu wollen.

    Auch wenn die Bewohner der Hamptons ein Einkommen haben, das eine bis fünf Zehnerpotenzen über dem Unseren liegt (vom Vermögen ganz zu schweigen), eine Beschreibung von Ihnen – im hier und im vorletzten Blogpost verlinkten New-York-Times-Artikel – fand ich ansprechend: „They are people who use summer as a verb not as a noun.“ Das empfinde ich als anstrebenswertes Lebensziel.

    Während ich durch den Garten wandelte, dachte ich noch übers Älterwerden nach. Wäre der Kaptain nicht zum Beispiel von Geld und Gesundheit gestoppt, würde ich ihr sofort zutrauen, morgen einen Segelbedarfsladen auf Hörnum zu eröffnen, spontan als Smutje auf einem Hurtigruten-Schiff anzuheuern oder Integrationskurse an der Ostsee zu geben, in denen Flüchtlinge zu Saunameister*innen ausgebildet werden. Während mir andere schon ab 50 so „ermattet“ vorkommen. Als hätten sie mit 35 mit dem Leben abgeschlossen und würden nun noch jedes Jahr genau das Leben weiterführen, nur mit etwas weniger Energie und Tempo.

    Auszugsweise der Versuchsgartenüberblick: das schulterhohe Gras im Wiesenteil hat sich als Glatthafer bestimmen lassen. Beim hinteren Hügel hat sich eine Kolonie blauer Minilibellen angesiedelt. In den Beeten 2L und 3L sind von alleine Margheriten aufgetaucht. Die Pfingstrosen blühen noch, während die echten Rosen gerade ansetzen. Der letztjährig zurückhaltende Mohn hat es dieses Jahr wieder sehr liebr bei uns.

    Unser Gartenkonzept ist: Schauen was bei uns und den Nachbarn gut wächst und davon mehr. We never promised each other a rose garden. Aber wir haben einen bekommen. Denn anscheinend lieben die Rosen das sonnig-trockene auf Lehmboden wirklich sehr. Und ein Knautzienjahr ist. Meine Güte. Überal Knautzien.

    Taglilien (blau-violett) vor gelb blühendem Ginster,

    Aber auch: Es war gerade erst die erste „richtige“ Mährunde auf den Wegen. (Meaning: ich manövrierte nicht mehr um die Narzissenreste herum) und schon fragte ich mich: so trocken wie das Gras wirkt: Ist es wirklich noch gut zu mähen? Die Gartenbau-Gmbh bewässerte den Acker hinter dem Haus. Einige trockenere Gartenregionen kippen bereits von grün in Richtung braungelb.

    Horst Evers: Bumm! zu Ende gelesen. Wird nicht besser. Wer sieben Handlungsstränge in Spiel bringt, die zwischen 1807 und 2043 spielen muss irgendwie mehr am Ende dabei herauskommen. Spontan dachte ich an Herrn Raus Post zu Geschichten mit mehreren Handlungssträngen und stellte mir den Evers in chronologischer Reihenfolge erzählt vor. Und er wurde noch öder.

    Madame richtete Garten und Haus. Der Spargelhof bleibt beim Preis konstant bei 12 Euro/niedrigste Qualität. Ich reparierte ein Fahrradpedal. Heute Abend gibt es preisgekrönte Wellness-Maracuja-Wurst und gegrillten Spargelbruch.