Schlagwort: Planen mit mathematischen Modellen

  • 24-10-08 Wir standen hinter Herzsprung und hatten Lauch an Bord

    24-10-08 Wir standen hinter Herzsprung und hatten Lauch an Bord

    Ein Helgoland-Bäder-Schiff trieb steuerlos über die Nordsee. Mit einem Hauch des Abenteuers in der Stimme kann ich behaupten, dass ich im Leben schon drei bis sechs Fahrten auf der Funny Girl absolvierte.

    Warum gehen immer die Ricarda Langs und Kevin Kühnerts dieser Welt, während die Christian Lindners bleiben?

    Dithmarscher Buchhandlungsentdeckung: Das „Booktok“-Regal hielt sich im Farbton schreiendes Pastell.

    Fernsehentdeckung: Der RBB wiederholte die ersten Folgen von Drei Damen vom Grill von 1977. Ein spannendes zeithistorisches Dokument. So viel hat sich in Berlin geändert in 47 Jahren und doch so wenig.

    Die Uniformen waren damals imposanter. Fabrikjobs, wie sie Tochter Färber in der Sendung hat, sind in Deutschland inzwischen ausgestorben. Eine leichte Unterhaltungssendung, in der drei Frauen die Protagonistinnen sind, wäre auch heute noch ungewöhnlich und mutig.

    Beim Fernsehen auch entdeckt: Exatlon. Eine Art Sport-Reality-Sendung. Sie erinnerte in ihrer Machart extrem an The Biggest Loser, nur dass hier die Teilnehmer*innen bereits von Anfang an schlank und sportlich sind.

    Spannend zu sehen, die Entwicklung, die das Fernsehen nahm. Die Drei Damen wurden entwickelt von einem Berliner Autor für den SFB und gedreht in Berlin. Exathlon wurde entwickelt von einer türkischen Produktionsfirma, feiert seine größten Erfolge in Mexiko und wird produziert in der Dominikanischen Republik.

    Wir testeten Schaffelle, mussten wählen zwischen superflauschig-aber-recht-klein und groß-aber-einen-Tick-weniger-flauschig.

    Vor der Autobahnabfahrt ein Hofladen mit stiegenweise fußballgroßen Butterschmelz-Kohlrabis und Rosenkohl-ganze-Pflanze. Wir luden Käse ohne Rotschmier ein, natürlich Rosenkohl und Kohlrabi, Möhren, Lauch, Lammsalami und Bauernmettwurst. Den durchdringendsten Geruch während der Fahrt lieferte der Lauch.

    In Berlin: Das Treppenhaus – eine Gerölllandschaft als wollte sich das Haus als Voralp bewerben. Auf der Fensterbank von Außen ein Kinderfausgroßer Stein. Anscheinend wurde am langen Wochenende fleißig am Dachstuhl gewerkelt.

    Montag Morgen sah ich Handwerker: Optisch entsprachen sie dem Durchschnitt osteuropäischer Handwerkskolonnen, die den Berliner Bau am Leben halten. Ungwohnt: Sie stiegen aus einem S-Klasse-Mercedes und einem Cadillac, jeweils mit ukrainischen Kennzeichen.

    Abends dann ein BMW mit britischem Kennzeichen und rumänisch redende Aussteigende.

    Alle 3 Fahrstreifen benutzen

    Zur Rückfahrt stiegen wir wieder in den Rennpolo. Ein ganzer Sonntag hätte selbst unter derzeitigen Bedingungen gereicht, mit dem Zug die Strecke Dithmarschen -> Berlin zurückzulegen. Aber der Polo wäre zu sperrig gewesen. Also musste er selber fahren.

    Also auf die Autobahn, Tempomat gesetzt und getestet, wie niedrig ich den Verbrauch bekomme. Der Bordcomputer warf 5,8 Liter / 100 Kilometer aus, verglichen mit den 8,x Liter der zügigeren Hinfahrt. Wir cruisten und wir smoothen bis Herzsprung.

    In Hamburg, ein Hundesitter-Van-des-Hundetrainerdienstes „DogMartens“.

    In Wittenburg: Eine fast-erwachsene Jugendmannschaft von St. Pauli Rugby an der Raststätte.

    Dann gerieten wir auf der A24 in den Berlin-ostdeutschen-Ostsee-Rückreiseverkehr. Und dann standen wir. Neben uns immer wieder das Hunde-Wohnmobil, der Secondhand-Möbel-Van und das alte Opel Cabrio. Auch trafen wir wiederholt, den Berliner Skoda, dem all seine aggressiven Spurwechsel nicht halfen. Stehen und warten. Rollern, 500 Meter fahren. Stehen und warten.

    Draußen die eigentlich schöne, aus dem Auto aber schnell langweilig wirkende Prignitz.

    Von den Ostseeurlaubern trennte uns erst wieder die Anweisung „Standstreifen benutzen“, die ein modernes Verkehrslenkungssystem ab Fehrbellin, erteilte. Ab zu den Latifundien. Vorräte deponieren, Geschenke mit latifundalbezug deponieren und Feuerholz auffrischen.

    Dabei eine kleine Entdeckung. Tauben waren das nicht:

    Ausgeplant

    Das Sommersemester 2024 ist für mich vorbei. Die Fernuni-App schickte das letzte Prüfungsergebnis von „Planen mit mathematischen Modellen“ – bestanden. Wäre auch peinlich, das Modul gehört zum Seminar- und (möglichen) Bacheloarbeits-Lehrstuhl. Es wäre peinlich gewesen durchzufallen.

    Damit geschafft im letzten Semester: 35 ECTS. Persönlicher Rekord. Und fünf Pünktchen mehr als die Regelstudienzeit-Regel für Vollzeitstudierende vorsieht.

    Damit ist der Stand nach fünf Semestern:

    Bachelor Wirtschaftsinformatik

    120 von 180 nötigen ECTS. Im Einzelnen:

    • Pflicht BWL (35/35)
    • Pflicht VWL (05/15)
    • Pflicht Mathe (20/20)
    • Pflicht Informatik (30/30)
    • Pflicht Wirtschaftsinformatik i.e.S. (20/40)
    • Wahlpflicht (10/20)
    • Seminar (0/10)
    • Bachelorarbeit (0/10)

    Für den Masterplan

    155 ECTS von 600 nötigen ECTS, davon:

    • 120 ECTS aus dem Bachelor Winfo,
    • 20 ECTS durch Module, die doppelt angerechnet werden können
    • 15 ECTS durch Module, die nichts mit Wirtschaftsinformatik zu tun haben

    Kevin Robotik Lauchtarte

    Letztes Jahr um diese Zeit standen wir vor Neuruppin und hatten Lauchtarte an Bord.

    Ein Lehrer in guter, ehrlicher Arbeiterkleidung.

    Frau Herzbruch gönnt uns Politik im Blog:

    Ich möchte mich aber noch einmal kurz loben, und zwar für meine Prognose aus dem November 2021, die nach wie vor erschreckend nah an der Realität ist. Da war meine Theorie, dass in den vier Jahren Ampel alle nur verlieren, mit Ausnahme von Christian Lindner. Wenn man jetzt mal auf aktuelle Wahl- und Umfrageergebnisse ansieht, könnte man sagen, dass ich da falsch lag, wenn man Lindner ansieht, scheint er mit sich und der Welt total im Reinen zu sein.

  • 24-09-12 Subtraktions-Speedrun

    24-09-12 Subtraktions-Speedrun

    In Kremmen findet eine Demo für Vielfalt und Toleranz statt. Am Freitag, 13. September um 17 Uhr am Marktplatz.

    Am Südkreuz fuhr ein Lastenfahrrad mit breiter Plattform als Ladeplatz. Darauf ein Rollstuhl samt Rollstuhlfahrer. Ich schwankte innerlich zwischen Pfiffig! und Oh Gott, das kann nicht verkehrssicher sein!

    Ich kaufte Stollen-Konfekt und das war gut so.

    Vandalen vandalierten Madames Fahrrad in einer Brandenburger Kleinstadt.

    Das Anhaltinische Theater Dessau bietet eine spannende aussehende Reihe „Puppe ab 18“ mit Puppentheatergastspielen für Erwachsene.

    Die Fernuni Hagen führt den Master Wirtschaftspsychologie ein. Sollte ich also durch den aktuellen Bachelor kommen, stehen mir gleich fünf Master offen (Wirtschaftsinformatik, Data Science, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftspsychologie und Praktische Informatik).

    Mein Hauptproblem ist, dass ich mich inhaltlich für vier davon interessiere. Und für 80% der übrigen in Hagen angebotenen Master auch noch. Noch schlimmer: Mein anderer Abschluss dürfte mir den Zugang zu den meisten übrigen Mastern ermöglich. Nur Recht und Psychologie könnten schwierig werden.

    Während ich dies schreibe, bekomme ich die Nachricht, dass die Klausur Mathematische Grundlagen von Ende August im zweiten Versuch bestanden ist. Meine Güte. Auf zur Linearen Algebra.

    Leider war ich nicht im Büro als das (kleine) Lager mit auszugebenden und zurückgegebenen Handies gleichzeitig Warntags-warnte,

    Den freien Tag Klausur-Erholungs-Urlaub gab ich zurück, weil ich dachte die Planen-in-mathematischen-Modellen-Klausur wird nicht so schlimm. Ich kann den freien Tag anderswo besser einsetzen. Das war eine teure Entscheidung. Der Arbeitstag war durchgehend fordernd. Die Klausur sah aus der Nähe auch anstrengender und erholungsbedarfinduzierender aus als gedacht.

    700 Zeug

    Gute Nachricht der Planen-mit-mathematischen-Modellen-Klausur. Sie war (Teil-)Open-Book: ich durfte die Kursunterlagen dabei haben.

    Schlechte Nachricht: Ich hätte es wissen müssen, diese Art von Klausuren sind meistens so konzipiert, dass man keine Zeit zum Nachschlagen hat – also bestenfalls gar nicht nachschauen muss, oder wenn, dann zumindest genau wissend, was mensch wo sucht.

    Diese Klausur war ein Speedrun. Ich begann zügig und konzentriert und ohne das Bedürfnis etwas nachzuschlagen.

    Trotz meiner bekannten Schwächen bei Rechenaufgaben der Art \[ 221 – 219 \] verzichtete ich auf’s Nachrechnen – Später!

    Nach einer Dreiviertelstunde dämmerte mir, nach einer Stunde war es klar, dass ich trotzdem hinter der Zeit liege. So würde das nichts mehr. Also Speedrun: Schreiben, Rechnen, den inneren Automatismen freie Bahn lassen mit fliegendem Stift – kein Konzeptpapier mehr sondern gleich in die Finalversion und durch.

    Normalerweise kann man mich mit Textaufgaben erfreuen, bei denen Produzenten veganer Hackfleischsauce, Tischtennisschlägerhersteller oder Sägewerke Probleme wälzen, die man lösen soll. Aber diesmal hatte ich keine Zeit mehr. Ich nahm nur wahr: „700 Zeug nach 4 Dings unter der Bedingung 1 irgendwas + 3 irgendwas“

    Ich kam bis zur Teilaufgabe 4d. Bei 4e wäre ich ganz durchgekommen.

    Nachrechnen, Überlegen – ihr beliebt zu Scherzen. Immerhin sollte es inhaltlich kein Problem gewesen sein – wie viele Punkte mich Rechenfehler, Verleser und unleserliche Schnellschrift kosteten, werde ich in ein paar Wochen erfahren.

    What a Ride!

    Immerhin: Der Internet-Hotspot zur Klausur hielt. Dank Madames Handy und Rechner hatte ich zweieinhalb Stunden unterbrechungsfreies Internet; etwas das DSL+Powerline derzeit nicht hinbekommen.

    TurboPascal

    Zweite gute Nachricht: Ich habe mein Seminarthema grundsätzlich verstanden. Damit ist natürlich keine Seminararbeit geschrieben und auch mathematisch steige ich noch nicht durch. Aber ich verstehe, was die Fragestellung überhaupt soll. Bei Mathe ist das meistens mehr als die Hälfte der Aufgabe.

    Erfreulicherweise schließt es inhaltlich genau an die gerade geschriebene Klausur an. Selten war ich so zielgenau vorbereitet.

    Lustige Erkenntnis: Prof. Hering (unter den Wiwi-Studenten als DER Professor Hering bekannt) schrieb 1990 seine Diplomarbeit über genau dieses Thema. Nur programmierte er damals gleich noch ein Programm in TurboPascal zur Lösung derartiger Probleme. Das muss ich nicht.

    Oy vey, have you got the wrong Vampire

    Kleine Klausurnachfeier: das Odeon-Kino zeigt einmal im Monat einen klassischen Vampirfilm. Diesen Monat: The Fearless Vampire Killers / Tanz der Vampire von 1967.

    What a Ride! Again.

    Wir waren erinnert an Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Das Kabinett des Dr. Caligari, Alien, Dr. Mabuse, die Carry-on-Filme, Willy-Bogner-Filme und jede Menge Kostümdrama. Mir fehlen noch die Worte. Ich sichte Sekundärliteratur, um Worte zu finden.

    Was auffiel: Ein Holocaust-Überlebender drehte 1967 einen Film, in dem eine osteuropäisch-jüdische Familie die Opfer sind, während die Täter (Vampire) Herbert/Otto/Bertha von Krolock heißen – und ich finde bis 2024 nicht eine deutsche Besprechung, die das irgendwie thematisiert.

    Es wunderte mich weniger, dass die deutsche Synchronisation von 1967 auch die Textverweise auf das Judentum tilgte. Unter anderem den schönen Kracher, in der das junge Mädchen den (neu erschaffenen) jüdischen Vampir Yoyneh Shagal mit einem Kreuz abwehren will und er nur kontert: Oy vey, have you got the wrong Vampire.

    Was auch auffiel: die Szenerie erinnerte stark an Bilder von Chagall. Die jüdische Familie heißt Shagal.

    Unter asiatischen Metzgern in Deutschland

    Feldforschung in der Fleischerei Tag 1 und Tag 2 und Tag 3.

  • 24-09-10 Heupferd mit Rotschwäche

    24-09-10 Heupferd mit Rotschwäche

    Madame lies die Wetterwand erröten.

    Madame entrang dem rasenden Bäckereiwagen zwei Stück Endlich-ist-Wochenende-Kuchen, Bohnen und Paprika. Und natürlich Puddingschnecken sowie hervorragende Quarkbällchen.

    Hier geht es zu wie auf Herrn Raus Piratenschiff! ist auf dem besten Weg zur Redensart.

    Noch mehr Heupferde. In allen Größen. Vom Heupferd bis zum Heushetlandpony. Auffallend: Das Exemplar mit nur einem halben linken Vorderbein und Rotschwäche. Erst drückte es sich stundenlang an der roten Außenwand des Bungalows entlang.

    Später begab es sich über die Terrasse; dort lag noch ein Fallapfel mit roter Schale. Die nächsten Stunden saß das Vieh auf dem Apfel.

    Madame notierte sich, dass sie das entlaufene Sedum in der Wiese ausgraben will.

    Großstadt-Hitzglocke: Sonntagabend um 21:15h bei 22 Grad in den Latifundien aufgebrochen, um 22:00h bei 28 Grad in Schöneberg angekommen.

    Auch mit Dauerlüften hält sich die schwere Hitzer – in der Wohnung, im Supermarkt, im Bus und erst recht im 30-Grad-Treppenhaus.

    Ihr seid wirklich sicher, dass wir keine 30-Grad-Tage mehr bekommen, dieses Jahr? Oh, ihr Optimisten!

    Tropennacht hält wach. Irgendwann des Nächtens spielt das Radio eine Interviewwiederholung mit Jens Spahn. Ich bin kurz davor aus dem Bett zu springen und nachts um zwei spontan den Grünen beizutreten. Glücklicherweise hatte der Sleeptimer Mitleid mit mir und schaltet Jens Spahn stumm.

    Derweil führt die SPD die lang vermissten Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Dänemark wieder ein. So panisch, wie die Regierung gerade durch die Gegend hühnert; die AfD-Führung muss vor lauter Lachen auf dem Boden rollen und sich die Bäuche halten.

    Ich kaufte Theaterkarten. Die vorkommenden Rollen Europa, Putzkolonne, Regenbogen, Wissenschaftler überzeugten mich.

    Da offensichtlich gerade Herbst ist, begann ich mich gedanklich mit Weihnachts- und Herbst/Winter-Geburtstagsgeschenken zu beschäftigen. Falls mir jemand etwas schenken möchte: ich würde das DEERC DE65 Remote Control Car with 1080P HD Camera nehmen. (und das ist auch auf keiner der „offiziellen“ Wunschlisten drauf)

    Wir folgten den Dönerfluencern zu Mir Döner. Mit etwas rumsuchen auf Youtube fand ich zahlreiche Dönertester, die alle bei Mir waren. Wenn in der Nachbarschaft schon etwas weltberühmt auf Social Media ist, sollten wir hin. Die Schlangen sind wieder etwas geschrumpft. Wir machten uns Montagabend auf den Weg.

    Zu Recht! Durchgehend echtes Fleisch, alles saftig und zart, ungewohnt tomatig mit Anklängen von Bolognese-Sauce. Gerne wieder.

    Madame installierte, inspiriert von Herrn Buddenbohm, eine neue Karten-App. Unabgesprochen installierte ich, inspiriert von Herrn Buddenbohm, eine neue Karten-App. Bisher bin ich glücklich. Die Karte sieht schön aus, sie basiert auf Open Street Map und scheint zu leisten was ich wünsche.

    Letzte Lücken

    Es gilt letzte Lernlücken zu füllen.

    Bei der Klausur darf ich die Skripte nutzen – sogar mit Anmerkungen, also klebe ich ein halbes Dutzend Klebsis an neuralgische Stellen und schreibe mir Formeln an Stellen an denen ich sie schnell wiederfinde. Aber natürlich ist es viel schneller und sicherer, wenn ich die entsprechenden Formeln im Moment des Moments auswendig kenne.

    Selbst die graphische Simplex-Lösung wiederholte ich. Bei der Methode hatte ich einst vor zwei Seminaren beschlossen, dass sie mir zu trivial ist, um mir zu merken wie sie funktioniert. Aber die Antwort: „Habe ich für zu trivial gehalten und deshalb nicht gelernt“, ist eine Antwort, die in der Klausur vermutlich keine Punkte gibt.

    Weiter ging es mit Fakten, die es nie schaffen, sich in meinem Hirn festzusetzen:

    Die Varianz ist \[\sigma^2 \] Die Standardabweichung ist deren Wurzeln, also: \[\sqrt{\sigma^2} = \sigma \] Nicht umgekehrt. Die beiden zu sortieren ist mir schon zu Schulzeiten nicht gelungen; alle Kurse zur empirischen Sozialforschung in den 1990ern halfen nicht und nun auch nicht die diversen Statistikseminare. Ich hoffe, ich kann es für 24 Stunden in meinem löchrigen Hirn halten.

    Zur Bestimmung von (Pseudo-)Zufallszahlen eignet sich die multiplikative Kongruenzmethode. Hier gilt:

    \[ z_{i+1} = z_i * a \mod b \] Dabei ist b ein vielfaches von 2: \[ 2^n\] Die maximale Zahl der bestimmbaren Zufallszahlen beträgt n-2. Ist b also \[ 512 = 2^9 \] lassen sich \[ 2^{9-2} = 2^7 = 128 \] Zufallszahlen damit bestimmen.

    Während ich inhaltlich bisher ein wirklich gutes Gefühl habe, kommt Spannung aus anderer Richtung. Unser Wohnungsinternet neigt den ganzen Montag zu sporadischen Aussetzern – misslich wenn ich eine Onlineklausur mit dauernder Kameraüberwachung schreiben soll.

    Also Montag noch Techniktest mit Ersatzrechner und mobilem Hotspot – scheint zu funktionieren. Fingers Crossed.

    1000 Kilometer

    Wofür das Internet gut ist: mit 40.000 Leuten danach suchen, wer die sechste Person auf einem 2008 hergestellten Stoff ist. Sie wurde gefunden: Celebrity Number Six confirmed.

    Übrig aus Vor-Internet-Zeiten: Stephan Max besucht die Traumathek-Die Traumathek – Kölns letzte Videothek

    Besondere Filme schauen im Kino geht derzeit in Cannes: 5. Deutsches Filmfestival in Cannes

    Dank Ostseereise dieses Jahr bekomme ich regelmäßig Werbemails der litauischen Bahn. Ich lernte, dass es einen Sonderzug „in die Pilze“ gibt. Was mensch sonst noch im Baltikum mit der Bahn machen kann, empfiehlt die Zugpost: Ohne Bus durchs Baltikum: Bahnreisen in Estland, Lettland und Litauen

    (Der Artikel ist aus 2023. Wie wir im Sommer testeten, kommt man seit 2024 wieder komplett mit Bahn von Deutschland dorthin.)

    Andere Fortbewegung: Der erste 1000-Kilometer-Trip mit dem E-Auto.

    Frau Brüllen bohrt

    Wegen der furchtbaren Fruchtfliegenplage in meiner Küche bestelle ich mir aus einer Stimmung heraus eine fleischfressende Pflanze. Dabei nehme ich mir ganz fest vor, sie auf gar keinen Fall ,,Audrey“ zu nennen – auch nicht mit Nummer.

    Feed me.

  • 24-09-07 Sensitivitätsanlayse wegschieben

    24-09-07 Sensitivitätsanlayse wegschieben

    College Football ist dieses Jahr nicht im deutschen Fernsehen zu sehen. Es gibt nicht einmal legales Streaming. Das trifft meine Herbst-Freizeitgestaltung.

    Madame machte drei Kreuze.

    Im Akazienkies Udon-Nudeln, Sommerrollen und Mangosalat.

    Das Theater Chemnitz besitzt das Talent, ein auf den ersten Blick nur mäßig begeisterndes Programm aufzulegen. Und dann schaue ich genauer hin und es sparkt Joy. Und dann sehen wir eine Vorstellung und sind nach Monaten, ach was Jahren!, begeistert.

    Im Internet fand ich eine Vorstellung, die Joy sparkte.

    Der Qualitätspresse entnehme ich, dass Danni Büchner eine eigene Fernseh.-Reality-Show bekommt. Ich finde das spannend:

    Ihr verstorbener Mann, Partyschlagersänger Jens Büchner war zwar nicht wirklich sympathisch, aber zumindest eine echte Rampensau. Der hatte das Talent, nichts peinlich zu finden, wenn es unterhält. Wie gemacht für das Fernsehen. Danni hingegen hat weder Charisma, noch ist sie sympathisch, noch hat sie irgendeine Art von Bühnen- oder Fernsehpräsenz. Aber sie ist eingeführter Charakter im D-Promi-Universum. Das reicht anscheinend um von Sendung zu Sendung gereicht zu werden.

    Im Generalanzeiger ein Porträt des Brandenburg-FDP-Spitzenkandiaten Zyon Braun. Ich erfahre, dass er zweimal studierte, aber nicht was uns wo. Sein Wikipedia-Artikel ist wegen Irrelevanz gelöscht. Im Internet lerne ich schließlich: irgendwas mit BWL an Privat-FHs. Gibt nicht so viel her zum Angeben,

    Immer noch 30 Grad. Ich schwanke zwischen „Möge es endlich vorbei sein. Es ist September!“ und „Wahrscheinlich ist dies das letzte Sommerwochenende des Jahres. Sauge es auf. Du wirst es vermissen!“

    Donnerstag kombinierten wir beides: to summer und to Abkühlung. Knapp anderthalb Stunden im Insulanerbad (ich) bzw eine halbe Stunde (Madane) und danach waren wir schlapp und gut durchgekühlt. (SK 31/32)

    Sternenhimmel, ich seh den Sternenhimmel, huaah! Fast hätten wir Hubert Kah anstimmen können als wir Freitag auf die Latifundien fuhren. Nicht im Süden natürlich, da hängt die LIchtglocke über Berlin – aber im Norden, Osten und Westen: The greatest show on earth!

    Eine Katze lag im Vulkan.

    Madame moppte die Wand des Bungalows.

    Wo sind all‘ die Admirale hin? Vermutlich auf dem Weg nach Südwestdeutschland.

    Dafür Heupferde, jede Menge Heupferde. Die richtig großen. Madame prognostiziert uns nindestens eines im Schlafzimmer.

    Madame entwicklet starke Symapthien für empirische Sozialforschung. hält sie aber für sehr anstrengend.

    Gliederung abzugeben bis zum 31. Oktober

    Der Lehrstuhl bwlquam schickte mir eine längere Mail zum Seminar nächstes Semester. Ich habe ein Seminarthema: Sensitivitätsanalyse bezüglich des Begrenzungsvektors.

    Nicht, dass ich eine Ahnung hätte, worum es dabei geht. Aber es war mein Wunschthema.

    Vielleicht auch, weil ich die anderen Themen genausowenig verstehe.

    Vielleicht war ich bei der Wahl dieses Seminars auch einfach überoptismitisch.

    ABENTEUER.

    In mir strebt alles auf die Bücher, in die Bibliotheksdatenbank und ans Konzeptpapier. Aber noch sollte ich nicht. Noch sollte ich das Thema innerlich wegschieben. Noch wartet eine Klausur; passenderweise beim selben Lehrstuhl bwlquam bei dem das Seminar löuft. Das sollte ich nicht als inkompetent auffallen.

    Alpha ist klar. Aber Phi?

    Also lernen: Metra-Potenzial-Methode, Simplex-Verfahren (einstufig und zweistufig), Branch and Bound, Greedy- und Vogel-Heuristiken, Stochastische Simulation. Das Modul hat Tendenzen in absurde mathematische Bereiche auszureißen – die Klausur wird aber allen Erwartens nach Wiwi-freundlich werden und sich auf angewandte Mathematik beschränken.

    Mechanisch durchrechnen. Textaufgabe in eine Formel umsetzen und dann dem vorgegebenen Programm folgen. Die schwierigste Rechnerei ist sowas wie 0,3 – (2/3 * (-0,5)). Das ist eher banal, aber ich verrechne mich erschreckend oft. Noch zwei Tage.

    Die Klausuren des Lehrstuhl sind formal seit Jahren nahezu identisch und ich habe Vertrauen, dass es so bleiben wird. Inhaltlich hatte ich vieles schon mal im Laufe des Semsters verstanden. Jetzt nachlesen und neu verstehen (zweistufiger Simplex, Branch-and-Bound)

    Nur das mit der Bestimmung der Konfidenzintervalle hakt noch. Immerhin verstand ich inzwischen was ich bisher nicht verstand.

    Et tu, Neil?

    Es war eine Frage der Zeit. Irgendwann wird es einen von mir geschätzten Prominenten mit #metoo erwischen. Es war Neil Gaiman; bekannt als Autor von Sandman oder American Gods. Ich las Anansi Boys und ihn gerne ab und an im Internet. Er wurde wegen sexueller Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung angeklagt.

    Hotel Mama fragt, wie ich damit umgehe?

    Ich muss sagen, es traf mich nicht tief. Dafür ist er emotional zu weit weg. Dafür war mir innerlich zu klar, dass irgendwann ein Mann aus meinem persönlicher Bewunderskosmos auffliegen würde. Ein kleiner Stich ins Herz trifft es eher.

    Generell denke ich pragmatisch; ich bin so unwichtig, dass meine Einstellung wirklich null Unterschied auf den Fortgang der Dinge nimmt. Er kennt mich nicht, ich kenne ihn nicht, seine Einstellung mir gegenüber wird „egal“ sein.

    Ich kann ihn innerlich ohne großes Nachdenken von „wirkt symapathisch und schreibt schöne Bücher“ auf „ist Vergewaltiger und schreibt schöner Bücher“ umsortieren. Sollte ich ihm damit wieder erwarten Unrecht tun, wird er davon auch nichts mitbekommen.

    Den Unterschied, den mein Verhalten macht, ist auch nahe Null, aber nicht Null. Ich habe mein einziges Gaiman-Buch vor 15 Jahren gekauft und werde keines mehr ergänzen. Ich habe Gaiman bisher etwa einmal im Jahr irgendwie positiv erwähnt. Das werde ich wohl sein lassen. Sollte ich in eine Situation kommen, in der er positiv erwähnt wird, werde ich widersprechen.

    Noch gerade so ins Insulanerbad

    Poupou telefonierte und winkte mit dem Busfahrer und kam gerade so ins Sommerbad am Insulaner.

    Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Trucker-Edition.

    Die Bahn-Auskennerin empfiehlt den Platz zwischen den Sesseln.

    {F}ür alle die ACE-Hemmer (eine Klasse an Blutdrucksenkern) nehmen und generell Medikamente, bei denen im Beipackzettel „Angioödem“ oder „Schwellungen zB im Gesicht“ angegeben sind: das ist kein Spass, das kann auch nach längerer problemloser Einnahme auf einmal auftreten. Es sieht vielleicht erst nur ein bisschen komisch verquetscht aus, aber bitte gehen Sie damit zum Arzt und zwar ohne lang zu warten und erwähnen Sie die Medikamente.

  • 24-09-05 Schlupfvariablen (14,0)

    24-09-05 Schlupfvariablen (14,0)

    Der urbane Wanderer trägt Spüli im Flaschenfach des Rucksacks.

    Madame las Kant aber nicht Roth oder Rath.

    Der Fahrstuhl zum Dachstuhl fährt.

    Der Kaptain wirbelt Käse und Paprika und benötigt eine Zange.

    Ein Rote-Ampel-Jongleur versuchte sich an der Kreuzung Hauptstraße/Dominicusstraße. Erfolglos. Wenn immer die Ampelphase für Fußgänger*innen grün ist, ist alles voller Fußgänger*innen und abbiegender Autos. Kein Platz für Jonglage.

    Mein unbezahlter-vier-Tage-TVÖD-Urlaub-2025-wegen-Uniseminar geht seinen Gang. Die Personalabteilung hätte es am liebsten als (bezahlten) Bildungsurlaub gebucht. Aber das ist es leider nicht.

    Der öffentliche Dienst gibt (TVÖD) und er nimmt (Unflexibilität). Insgesamt bin ich aber damit zufrieden und voller Spannung auf das realweltliche Treffen mit Lehrstuhl und Kommiliton*innen.

    Die Apfelrosen sind familienbekannt aus Great British Bake Off und Perfektem Dinner. Beim Perfekten Dinner präsentierte Danni Büchner das Gebäck als Nachtisch.

    Ich versuchte Madame zu erklären, wer Danni Büchner ist:

    Es war einst Jens Büchner. Der war Finanzproduktvertreter bei Bremen und zog mit seiner damaligen Freundin Jennifer nach Mallorca, um eine Herren- Damen- und Kinderboutique zu eröffnen. Dabei begleitete ihn Goodbye Deutschland. Dann hatte er Krebs – oder er hatte nicht Krebs, aber er dachte er hätte – und hat sich darüber zum Arschloch entwickelt, Beziehung und Boutique gingen perdu. Dann wurde er Partyschlagersänger auf Mallora. Über das Fernsehen lernte er Danni Büchner und ihre drei,vier,fünf Kinder kennen. Sie heirateten Dann starb Jens und Danni wurde Partyschlagersängerin.

    Madame unterbrach: Das ist ja wie Herrn Raus Piratenschiff!

    Eine Woche 30 bis 34 Grad. Im September. Das ist wie Feierabend, man hat nur aus Bequemlichkeit noch nicht zusammengepackt – und dann stürmt eine Horde Menschen herein und möchte etwas.

    Infrastruktur-1st-Level-Projektmanagement is coming

    In der Abteilung Informationstechnologie der Berliner Bäder-Betriebe AöR sind Stellen zu besetzen:

    • IT-Projektmanager:in (d/w/m) – Analyse, Planung und Initiierung von Projekten ab der Projektumsetzungsphase auch die Einhaltung von Zeitplänen, Budgets, Qualität und Ressourcen. – Hochschulstudium, Berufserfahrung – TVÖD E13
    • Teamleiter:in IT-Infrastruktur (d/w/m) – gestaltest und managst Du in der Abteilung Informationstechnologie das Team Netzwerk und Infrastruktur mit ca. 6 Mitarbeitenden. In Zeiten der Digitalisierung und der bereits begonnen unternehmensweiten Transformation nimmst Du im Besonderen Planungs- und Steuerungsaufgaben zur Unterstützung des täglichen operativen Betriebs der Bäder und der Verwaltung wahr – Hochschulstudium, Berufserfahrung TVÖD E13
    • Mitarbeiter:in IT Support 1st Level und Service Desk (d/w/m) – koordinierst die Bearbeitung von Störungen und Service-Anfragen und sorgst so für eine hohe Zufriedenheit der IT-Kundinnen und Kunden – Ausbildung, Berufserfahrung, TVÖD E9b

    Nicht in der Abteilung aber nah dran:

    • Referent:in Unternehmenssicherheit (d/w/m) – Du verbesserst du das Sicherheitsniveau der BBB ganzheitlich und schützt Personen, Gebäude, Sachwerte und Informationen insbesondere durch Sicherheitsrichtlinien sowie Risiko- und Gefährdungsanalysen. Dabei arbeitest du eng mit anderen sicherheitsrelevanten Funktionen und Abteilungen wie dem Risikomanagement, der Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Objektsicherheit oder der IT zusammen. – Hochschulstudium – TVÖD E14

    Mensch muss mit der Organisationskultur klarkommen – lustige Mischung aus Dienstleistungsunternehmen, öffentlichem Dienst und Bademeistertum – aber dann kann ich es sehr empfehlen.

    Rucksackproblem is coming

    Nach der Mathe-Mathe letzte Woche wird es bodenständiger in den Klausuren. Es geht zurück zur angewandten Mathematik. Madame schreibt noch eine Klausur, ich schreibe noch eine Klausur.

    Planen mit mathematischen Modellen ist das dritte Modul, in dem der Simplex-Verfahren eine Rolle spielt. (Nach Mathe für Wiwis und Algorithmische Mathematik); peinlicherweise muss ich immer noch mehrfach nachschlagen wie es genau funktioniert.

    In der Klausur-Praxis ist es einfacher als der Wikipedia-Artikel vermuten lässt. Tabelle mit Zahlen malen, eins, zwei, drei x hinzufügen (die Schlupfvariablen) -> niedrigste Zahl suchen -> ein paar mal Addieren und Multiplizieren. Das ein bis drei Runden lang und man hat ein Ergebnis.

    (In der gelebten Praxis ist es dann schwieriger und einfacher zugleich. Da hat man nicht mehr 10 Zahlen mit denen man arbeitet, sondern eher 10.000; dafür macht die Arbeit auch ein Computer).

    Nur für die Häckerle

    Auf einen neuen Blutspendeversuch. Letztes Mal scheiterte es am Eisenwert. Dieser war diesmal zurück zu normal (ohne dass ich aktiv viel dafür getan hätte), der Blutdruck war geradezu vorbildlich. Aber dann war es heiß, die neue Blutspendeschwester traf die Vene schlecht und die Erfahrenere konnte es auch nicht mehr retten. Blut gespendet, aber schlecht gelaufen und nicht genug und all sowas.

    Süß, dass sie sich mich trösten wollte „Nächstes Mal klappt es ganz bestimmt.“ Fast hätte ich gelacht – ihr wollt ja was von mir, nicht umgekehrt. Ich kann damit leben. Mit Blutverlust und offensichtlichem Verband qualifiziere ich mich für meinen einzigen Grund der Reise: Häckerle-Stullen der DRK-Freiwilligen.

    Auf dem Weg die immerwährende Querdenkerdemo, die ich jeden Dienstagabend auf dem Weg zur Blutspende treffe. Sie war in schlechter Form. Nur sechs Personen anwesend. Zudem hat sie ihre Wurzeln vergessen: kein einziges Corona-Plakat mehr. Dafür „Frieden“, „Gegen CDU“, „Die Kommunistin Sarah ist keine Demokratin“ und „Zahle Bar – gegen digitale Überwachung.“

    Fernab des Kontextes der Querdenkerdemo fast alles Inhalte, die ich unterschreiben würde – was wieder zeigt wie wichtig Kontext und Mitgedachtes-aber-nicht-Mitgesagtes ist.

    Kannst du mal eben?

    Der Atlas der Alltagssprache geht in Runde 13. Unter anderem mit regional üblichen Ausdrücken für Teppichklopfer, Pömpel, Samstag oder Schere, Stein, Papier.

    Die FAZ ging auch im Bayerischen Viertel spazieren: Ein Besuch an Berlins schönstem und friedvollsten Ort, (Paywall leider)

    Bayerisches Viertel ohne Paywall auf evangelisch.de: Wo Einstein wohnte: Das Bayerische Viertel in Berlin

    Aus dem Maschinenraum: „Ich hätte gern, dass meine Leserinnen das Blog auch per Mail abonnieren können“, sprach der Kunde.

    Ich mag polnischen Humor. Der Gameankündigungstrailer zu einer Simulation, in der man in den 1990ern in einem polnischen Wohnblock als „Handwerker“ Wohnungen renovieren muss. Möglichst billig und zu maximalen Ungunsten des Mieters. (via Heiko)

  • 24-09-03 Unabhängiger Sommerpuffer

    24-09-03 Unabhängiger Sommerpuffer

    Kohlweißlinge prügelten sich um den besten Platz an der Katzenminze.

    Wir fragten uns: Wo kommen all‘ die Admirale her? Antwort: Aus Südwestdeutschland.

    Die Bank ist fertig gecremt. Wunderbarerweise schafften wir es, uns weder auf die frisch gecremte Bank zu setzen, noch dort etwas abzustellen.

    Die komplette Apfelernte von zwei Bäumen beträgt dieses Jahr sieben Äpfel und ein paar Gefallene. Danke, Spätfrost.

    Madame bastelte Bäckerisches. Die Apfelrosen sahen nicht nur – wie erhofft – spektakulär aus, sondern sie schmeckten auch – eher unverhofft – ganz ausgezeichnet.

    Mit den Apfelrosen ging es zu einer Geburtstags- und Renteneintrittsfeier. Im Laufe des Nachmittags stellten sich weitere Geburtstage heraus.

    Vor allem las Madame Platon und Dewey.

    Die Schlange bei Mir Döner wird wieder kürzer.

    Dein Späti, also mein Späti, vielleicht auch unser Späti, der Mädchenspäti halt, bietet jetzt Billard an (fein) und unkomplizierte Hilfe bei Behördenangelegenheiten, Bewerbungen und anderen Leben-in-Deutschland-Problemen (sehr fein).

    In der Hofdurchfahrt liegen schlappe Ballons. I know what you did last night,

    Zeit, Vorräte für die Sprühsahneflasche zu kaufen. bevor Lachgas verboten wird.

    Auf der Innsbrucker Straße kam mir ein Mann entgegen, laut proklamierend „Wenn ich nüchtern bin, kann ich alles erreichen!“. Der Fahrradfahrer vor mir brach in schallendes Gelächter aus.

    Die Abteilung Informationstechnologie der Berliner Bäder-Betriebe AöR schreibt Stellen aus. Dazu nächstes mal mehr.

    Peter Fox spielte ein Konzert im Sommerbad Neukölln – für regulären Schwimmbadeintritt. Und das finde ich großartig. Statement eines Kollegen, der vor Ort war: „Hammer!“

    Seit zweieinhalb Jahre freue ich mich beinahe täglich, dass mein Arbeitgeber einige der ikonischsten Orte in Berlin betreibt.

    Noch bleibt mir auch der direkte Genuß im Insulanerbad. (SK 30 / 2,67€).

    Schwitzen im Park

    In der Tür der Jahreszeitenwechsel herrscht dichtes Gedränge. Der Herbst möchte unbedingt hinein. Der Sommer aber gar nicht hinaus. Wildes Handgemenge.

    Der Herbst kommt:

    Landtagswahlen finden statt.

    Das heißgeliebte Insulanerbad wird am Sonntag schließen.

    In meinem Uni-Moodle werden nach und nach die Kurse für das nächste Wintersemester freigeschaltet.

    Ich beginne ernsthaft, mir Termine für 2025 zu machen.

    Noch will es mir unwirklich erscheinen, dass ich je freiwillig Handschuhe auf dem Fahrrad anzog – aber ich beginne zu überlegen, wo ich sie hingepackt habe. Auch schaue ich mal wieder die Fahrradbeleuchtung auf Funktionsfähigkeit an.

    Noch aber macht der Sommer sich breit und schwer.

    Die Schließung des Insulanerbads verschob sich auf den 15. September.

    Das Sommersemester wirft noch zwei Herausforderungen in Form von Klausuren den Ring.

    Das Internetwetter kündigt für die diese Woche durchgehend 30 Grad an. Freilufttheater überziehen. Die Freiluftkinobetreiber frohlocken. Der Boden dörrt. Herbst-Geburtstags-und-Halloween-Aktivitäten wirken unendlich weit weg.

    Schwitzen im Park funktioniert auch ganz ohne die damit verbundenen Sporteinheiten.

    Glück und Prädikatenlogik

    Ein spannender Punkt der Matheklausur für mich, und für andere, war die überraschend auftauchende Prädikatenlogik. Diese kam seit 2014 nicht mehr in einer Klausur vor – und ich vermute viele haben sie deshalb vorsichtshalber auch nicht gelernt.

    Dabei gab es einen Hinweis. In der Klausur Sommersemester 2023, die alle lernen konnten. Dort lautete die (gekürzte) Aufgabe 8:

    Formulieren Sie die folgenden Aussagen mit Hilfe der obigen Bezeichnungen als aussagenlogische
    Formeln. Diese müssen Sie nicht begründen.
    (a) Wenn ich viel lerne und in der Logikaufgabe keine Prädikatenlogik vorkommt oder
    wenn ich Glück habe, bestehe ich die Klausur.
    (b) Wenn in der Logikaufgabe Prädikatenlogik vorkommt, bestehe ich die Klausur nur,
    wenn ich Glück habe und viel lerne.
    (c) Wenn ich Glück habe, dann lerne ich nicht viel und bestehe die Klausur.

    Mir ist es natürlich zu spät aufgefallen. Aber ich habe laut aufgelacht als ich es gelesen habe.

    Aber hinfort mit den Grundlagengedanken! Nächste Woche liegt Planen mit mathematischen Modellen an. Jetzt geht es um Netzplantechnik (Metra-Potenzial-Methode), Freie Puffer und Unabhängige Puffer, Zufallszahlen und stochastische Simulationen.

    Wir müssen rein in den Veloverlad

    Poupou las Piaget und Shannon.

    Hörenswertes zu den Landtagswahlen. Schriftsteller Rietzschel: „Wir müssen rein in die Politik“ (Rietzschel gehört auch der Sorte von Menschen deretwegen ich mich bei jedem einzelnen Sachsenaufenthalt meines Lebens sehr wohl dort fühlte).

    Und ich bin kurz davor, wieder den Weg nach oben zu nehmen, als der Veloverlad eintrifft, in Form eines Kleinbusses mit einem Fahrradanhänger und einem sehr lustigen Fahrer, neben dem bereits ein Rennradler sitzt. Wir verladen also, und wir zahlen nix, denn wer sperrt, zahlt den Verlad. So ist das in der Schweiz, und ich stelle mir dazu eine sehr einfache Entscheidung in irgendeinem Veloverladegremium vor, wo alle nicken und sich dann wieder ihrer Arbeit zuwenden. Der Bus fährt, als ob der Henker hinter uns her wäre, aber das kann er ja auch tun, es sind ja keine Radfahrer auf der Straße.

  • 24-07-09 $ \sigma = \sqrt {\frac {1}{N} \sum_{n-1}^{N} (x_i – \mu)^2} $

    24-07-09 $ \sigma = \sqrt {\frac {1}{N} \sum_{n-1}^{N} (x_i – \mu)^2} $

    Teile eines Autos liegen auf dem Hinterhof. Wir fanden kein dementsprechend beschädigtes Auto. Vermutlich ist der Gaffa-Tape-Mercedes weiter auseinandergefallen bevor er sich vom Hof schleppte.

    Handwerker handwerken auf dem Dachbodenausbau im Hinterhaus.

    Der Bäcker im benachbarten Hinterhof erzeugte eine mächtig gewaltige Dampfwolke – aber harmlos.

    10 Minuten Wochenendgewitter. Eindrücklich genug, damit ganze Äste auf der Autobahnabfahrt liegen und wir einen Parkplatz fernab eines Baums suchten.

    Hans Dampf stellte fest, dass das indische Essen gar nicht so scharf ist, bestellte aber vorsichtshalber auf halber Strecke ein Joghurtgetränk.

    „Unleserlich!“

    Oft stehen wir den auf den Schultern von Riesen. Und manchmal stehen wir auf unseren eigenen Schultern. Anscheinend habe ich letztes Semester etwas gelernt.

    Am Wochenende der Studientag Mathematische Grundlagen. Jenes Modul, das mich letztes Semester einigen Schlaf kostete und an dem ich doch um zwei lächerliche Punkte scheiterte.

    Dieses Semester denke ich die ganze Zeit „Passt scho“. Seltsames Gefühl. Normalerweise kann ich mich auf mein Gefühl in solchen Sachen verlassen. Ich ermahne mich selbst, es nicht zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Am Studientag zu sehen: Handgeschriebene Lösungen der Anderen. Ein Teilnehmer hat originell mit Standard-Textverarbeitungsmitteln Formeln geschrieben. Jede Formel auf drei Zeilen und mit Word-Bordmitteln gestaltet. Aber komplett lesbar. Anders als so manch handschriftliche Lösung.

    Mich motiviert es, mir endlich TeX in der Form von TeXworks anzueignen.

    Mein Übungsobjekt: Die zweite Einsendeaufgabe** stochachistische Simulation im Modul Planen mit mathematischen Modellen. Es beginnt mit der Standardabweichung:

    \[ \sigma = \sqrt {\frac {1}{N} \sum_{n-1}^{N} {(x_i – \mu)^2}} \]

    Im TeXworks geschrieben als $ \sigma = \sqrt {\frac {1}{N} \sum_{n-1}^{N} {(x_i – \mu)^2}} $ . Ich stelle fest: Die wohlgesetzte Klammerung beschäftigt mich im späteren Leben weit mehr als ich als Jugendlicher gedacht hätte.

    Die erste Wespe

    Marmeladenwespenpremiere 2024.

    Eine veränderliche Krabbenspinne erjagte eine Biene.

    Der Bienenwolf (Käfer) ist wieder da. Jetzt zirpen auch die Grillen.*

    Martin Luther steht in 5R.

    Der Rasenmäher leidet an Antriebslosigkeit. Ich schaute auf dem Tablet Analysis und linste immer mal wieder in den Garten.

    Kugeldisteln vor dem Hintergrund des Gartens. Etwa ein halbes Dutzend Bienen und Schwebfliegen sind in den Disteln unterwegs.

    Für Warmduscher*innen

    Ach, Wien, du Stadt der Bade-Träume: Field Writing Nr. 7: ’s Tröpferlbad (via Kieselblog)

    Am Bahnhof Weil am Rhein finden Baustellenbesichtigungen statt. (12. Juli und 16. August)

    *Ich bin stolz darauf auf das Wortspiel mit den grillenden Zirpen verzichtet zu haben. Ach, habe ich ja jetzt nicht mehr. Egal.

    ** Wie die Uni es so will. Während ich das hier schreibe, kommt die Bewertung für Einsendeaufgabe 1. Locker bestanden, damit darf ich die Klausur schreiben. Einsendeaufhabe 2 ist jetzt nicht mehr notwendig, sondern nur noch aus Spaß-an-der-Freud.