Mir träumte wir tanzen Rock’n’Roll zu Rama Lama Ding Dong. Nicht ganz so athletisch wie in diesem Video1, aber doch besser als es die Realität gerade hergibt. Gibt es ein Wort für das Gegenteil von Alpträumen?
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An Mann am Busbahnhof redete hingebungsvoll auf eine leere Bank ein: „Wenn ein Deutscher im Ausland ein Kreuz trägt!“
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Wir liefen durch Landtagswahlreste in Baden-Württemberg. Ach, die Werte-Union existiert noch?
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Gelernt: Tübinger Hotelpreise stellen selbst Pariser Preise in den Schatten. Auch gelernt: Es gibt sie noch die Hotels, in denen es auf den Zimmern kein Wlan gibt und die darüber hinaus auch noch im Funkloch sitzen. Als Ausgleich teilte mir ein vorsorglicher Sticker im Bad mit „Zähne putzen ab ins Bett.“
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Es war ein Feiersonntag und ein Reisemontag.
Im Saal darunter: Ein afrikanischer Gottesdienst
„Mit 88 Jahren, da fängt das Leben an.“ – ein Satz, den mensch nicht einmal mehr Udo Jürgens abnehmen würde. Um so schöner, wenn das Leben mit 88 Jahren noch läuft und die Jubilarin einladen kann. Sie war wie immer bezaubernd und hinreißend, um sie zu feiern, kamen sie aus Lörrach und Berlin, aus Konstanz und Baden AG, aus Schwenningen und Kempten.
Angesichts des Orts in der Hirschgasse inmitten der mittelalterlichen Tübinger Altstadt ließ sich über fast 90 Jahre Verwurzlung in Tübingen sinnieren. Wir hörten Geschichten von Jahrzehnten entfernt, in denen die Stadt an dieser Stelle fast genau so aussah aber doch nicht.
Aber natürlich ging es auch in die weite Welt. Ich konnte über Ecke Tipps zum Studium an der Fernuni geben (1. Es ist schaffbar. 2. Um vorher einzuschätzen wie schwer etwas wird, hilft ein Blick in die Klausurstatistik) und wir sprachen mit dem iranisch angebundenen Familienteil über die Situation dort. Wenig kriegt mensch gerade mit, selbst aus der eigenen Familie, und das was mensch mitbekommt, klingt nicht hoffnungsfroh.
Wie Basel nur anders
Auf dem Weg zum Feierort passierten wir die Ecke Hirschgasse/Kirchgasse. Es muss doch wohl einen lokalen Zungenbrecher zu dem Thema geben.
Nach dem zweiten Besuch in einem halben Jahr (wenn auch aus komplett anderem Anlass) beginne ich eine Basisorientierung in der Stadt zu entwickeln.
Die Tübingen-Orientierung beschränkt sich bisher natürlich nur auf den touristisch erschlossenen Teil mit und um die Altstadt herum und rudimentärste Kenntnisse der Buslinien. Aber selbst das ist ein Anfang. Zumal es mit der Entdeckung einherging, dass jede Buslinie ein eigenes Zeichen hat (Eichhörnchen, Fußball, Elefant, Kirche), was einerseits vermutlich barrierefrei ist, andererseits aber auch einfach putzig.
Angenehm aus der Zeit gefallen, wirkt die Stadt im doppelten Sinne. Es gibt eine hohe Anzahl lebendiger inhabergeführter Geschäfte, die ich so an einem Ort glaube ich seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen habe. Und eine politisch aktive Szene ist im Stadtbild präsent.

Auch in Stuttgart fuhr ein Zug nach Paris Est.
Ich lernte Zusammenhänge, von deren Existenz ich nichts ahnte. Aufgrund eines Matratzenwechsels im ganzen Hotel, wird die Tiefgarage gesperrt werden.
Wir aber waren PWK-los mit der Deutschen Bahn unterwegs. Und nachdem vollen Erfolg mit ICE595 (einfach alles funktionierte wie angekündigt), gelang uns dieses seltene Kunststück auch auf dem Rückweg mit ICE596.
Leider ist meine innere Zeitplanung mittlerweile auf „Ersatzzug des Ersatzzugs vom Ersatzzug, Lokführer fällt aus, Strecke gesperrt und Ersatzbus hält aus seltsamen Anlass“ mit entsprechenden Puffern an möglichen und unmöglichen Stellen ausgelegt.
Immerhin konnten wir so noch einmal den Fernwandertag Stuttgart-Bahnhofs“halle“<->Stuttgart Bahnhofsvorplatz in beiden Richtungen durchwandern und uns über Stuttgart 21 informieren.
Der Ersatzverkehr aus Tübingen kam sogar früher in Stuttgart an als erwartet. Unser Zug fuhr um wenige Minuten verspätet los, kam aber wenige Minuten verfrüht am Südkreuz an. Alle Wagen waren in der richtigen Reihenfolge vorhanden. Die Kaffeeversorgung funktionierte tadellos.
Nur brachte ein Montagsfahrt in der Ersten Klasse die unvermeidliche Mitfahrerschaft aus Businesskasper*innen mit sich. Als sie anfingen, sich gegenseitig MS Teams zu erklären, war das etwas, was ich mir für den Urlaubstag nicht gewünscht hatte.
Zeit um mal wieder in die Fernuni-Unterlagen zur Digitalen Diversität zu schauen. Die Klausur naht.
Was ich mir wünschte, und was eintrat: Vor Fulda ein Regenbogen, vor Eisenach ein Storch.
Wie ich natürliches Assoziationsschweben zur Überschriftengenerierug nutze
Beim Video-Suchen auf Youtube fand ich ein Role model.
Vermutlich nur wenige Meter von unseren Festivitäten entfernt, ein Paar beim slawischen Griechen.
Stefan Rose ehrenmensch. Er mochte die Netflix-Serie Kacken an der Havel nicht und schaute doch neun Folgen um uns davon zu berichten.
Margrit überzeugte mich: Ich muss Jim Jarmusch’s Father Mother Brother Sister noch sehen.
Einmal im Leben war ich in der Baggi in Hannover, bei einer eher skurrilen spontanen „Das-schriftliche-Abi-ist-vorbei“-Party. Jedesmal wieder in Hannover staune ich, dass sie noch existiert. Und dort findet sogar noch etwas statt: „Outside World Festival in Hannover am Raschplatz“
Das ist doch mal eine Blogparade, die mich interessiert: KI und das Bloggen: Wie ich künstliche Intelligenz für meinen Blog nutze. (Hier übrigens vor allem so allgemein unausgegorene Ideen in den Raum zu werfen und unausgegorene Antworten zu bekommen, aus denen sich alles mögliche entwickeln kann, manchmal führt das zu Teilen von Blogposts. Und manchmal als nischiger personalisierter Suchmaschinenersatz. )
Anmerkung
- Überraschendes Nebenbei-Learning der Videosuche: Der Song ist viel zu schnell für die meisten Linedance-Gruppen. Was aber nicht wenige daran hindert, trotzdem eine Choreo im gemächlichen Tempo aufzuführen, die selbst mir möglich wäre. ↩︎
ähm, der Blogparade-KI-Kram-Link geht nicht, oder?
Da hast du vollkommen Recht. Also jetzt nicht mehr, der Link ist geändert. Danke!