Die Eckkneipe Willi Mangler heißt jetzt Willy’s, und es wirkt als wollte sich der Kiez schon verabschieden bevor wir richtig weg sind.
Der letzte Schöneberger immobil-mobiles-Arbeiten-Tag ist vorbei. Nächstes mobiles Arbeiten: Zwischen Hotspot und unausgepackten Umzugskisten. Vielleicht. – Vielleicht auch einfach im Büro.
Ich wüsste gerne, was genau die Schöneberger Haushallodris plötzlich zu für sie unfassbaren Sauberkeitsbestrebungen motiviert. Selbst der vertrocknete Adventskranz und das Paar Doc Martens, die seit einem knappen Jahr in drei Meter Höhe auf dem Baugerüst lagen, sind verschwunden.
Nur, dass sie die Müllmänner vom Hof aussperrten, war halt nicht so geschickt.
Wieviele Hüte besitzt Du? – Noch zwei. Den Panama-Hut von der Dithmarscher (Standesamts)-Hochzeit und den dunklen Hut von der Beuggener (kirchlichen)-Hochzeit. Ein weiterer Hut verließ wie derzeit vieles unsere Haushalt.
T-4, noch vier Tage bis zum Umzug.
Es waren zwei Tage des Prä-Umzugs. Den Freitag allerdings nahm ich am Prä-Umzug eher symbolisch Teil, denn ich war den größten Teil des Tages im Büro und meetete zu Schnittstellen.
Zustand: Wie der Flusskiesel schreiben würde: Viel im Außen, wenig bei mir. Oder anders gesagt: Ich schüttete Schwarztee in die Kaffeemaschine.
Ich überlege mein eh schon softes Fernuni-Semester weiter zu verkuscheln, indem ich die Datenstrukturen & Algorithmen nach hinten schiebe. Damit blieben Digitale Diversität (eeaasy) und Einführung in die Imperative Programmierung (noch nicht ernstlich reingeschaut, sollte ich prinzipiell aber auch können). Wann unichillen, wenn nicht jetzt mit der druckfrischen Bachelorurkunde direkt vor mir?
Gelesen: Professor A. Donda von Stanislaw Lem. Eine schöne Ausgabe. Leider ist das Buch zwar gut, erfreulich böse und in Teilen urkomisch, insgesamt aber doch eher eine Fingerübung Lems denn ein eigenständiges Werk.
Wir bekamen Wilmersdorfer Haushalts-Mülltonnen, die inmitten der sonstigen Gewerbemüllcontainer auf dem Betriebshof arg verloren aussehen.
Meine Überzeugung, niemals nicht einen Weihnachtsbaum zu benötigen wird schwach. Denn nicht nur haben wir in der neuen Wohnung 25-Meter-Becken und Sauna im Gebäude, sondern jetzt auch einen Weihnachtsbaumverkauf direkt auf dem Grundstück. 15 Meter vom Weihnachtsbaumstand bis zum Gebäudeeingang, näher wird es niemals werden.

Der Kürbis hieß mit Vornamen Spaghetti
Es waren ungewöhnliche Tage. Ich glaube, der Subaru ist im letzten Monat mehr Kurzstrecke gefahren als die sieben Jahre davor zusammen.
Selbst das Kochen leider mehr als sonst – irgendein-Gemüse-in-Pfanne-oder-Ofen kriegen wir fast immer zustande. Aber die direkt-nach-Corona-Konditionsschwäche plus das Außen, sorgt auch hier für Änderungen: Wir bestellten in den letzten zwei Wochen mehr Lieferessen als in den zwei Jahren zuvor.
Immerhin erkannte mich der freundliche Mann aus dem Sagar wieder als wir uns auf der Treppe trafen: „Ach? Sie wohnen hier?“ – „Ja, äh nein, also schon noch, aber eigentlich auch nicht mehr.“
Lange Vorrede: Freitag haben wir wieder so was ähnliches wie gekocht. „Kürbis“ (laut Gemüsli) aus dem Ofen und Arrabiata-Ravioli aus dem Kühlregal. Auf dem Teller stellte sich heraus: Der Kürbis hieß Spaghetti. Wie es sich für das Gemüsli gehörte, war er ungemein aromatisch, sowohl frisch und fruchtig wie auch kürbissig. Ein Traum. Glückstreffer für uns.
Samstag verschiedenfarbige Gemüsli-Beeten aus dem Backofen mit Trüffel-Ricotta-Ravioli aus dem Kühlregal und Ziegenkäsecreme. Danach Mont Blanc (Süßspeise).
Ausgesprüht
Samstag war ein Tag der Prä-Umzugs-Logistik: Früh zum Recyclinghof (insgesamt der dritte Besuch), wieder mit gefundenem Elektroschrott. Vor allem verschaffte ich Kabel und Adapter, eine semidefekte Waage und einige historische Handies.
Praktischerweise liegt der Recyclinghof in bequemer Geh-Entfernung der neuen Wohnung: So konnte ich gleich noch Gegend kennenlernen und mich in den verbindenen Nebenstraßen orientieren.
Ich winkte der neuen Wohnung, begab mich aber direkt zurück zur alten Wohnung, denn mittlerweile hatte Oxfam geöffnet. Wir griffen Büchertaschen und zu Oxfam. Dort wurden wir fast alle Bücher los, Madame kaufte ein, ich begab mich schon mal Richtung Innsbrucker Platz.
Von Oxfam in die alte Wohnung: Orchideen und Weihnachtskaktus ins Auto packen, nach Wilmersdorf fahren, und dem Zugriff der Umzieher entziehen. In der Wilmersdorfer Wohnung dann das geliehene Teppichreinigungsgerät (Es saugt und sprüht der Heinzelmann Sapur) ins Auto einladen und zur Drogeriemarktkette zurückbringen.
Madame holte beim verlässlich verpeilten Asia-Markt noch ein Paket ab, bevor sie das epische Abenteuer der Wäsche-Umzugs-Vorbereitung anging. Ich hatte noch einen letzten Gang, mal wieder zum Container und zum Altglas und dann noch ein paar weitere Einkäufe besorgen.
Und nachdem ich vom Einkaufen wiederkam, sah ich noch ein ehemaliges semi-funktionsfähiges Fotostativ aus Metall, das sicher auch gerne im Recyclinghof geendet wäre.
Butter Chicken Betonteile
Manchmal denke ich, ein E-Auto wäre toll. Manchmal denke ich, ein Auto ohne Software wäre noch toller: Vom ID.3 bis zur Waage: Wie uns Software das Leben oft schwerer macht – statt leichter
Poupou und die Kaltmamsell bloggen über ihre jeweilige Büchergeschichte. Poupoulab: Büchergeschichte. Vorspeisenplatte: Journal Mittwoch, 26. November 2025 – Vom Bücheraussortieren
Karin räumt und bewegt Sachen hin und her und ich fühle gerade sehr mit: 2025 #48 – mit kleinen Schritten geht es auch voran
Ich finde es immer superspannend, wenn Menschen darüber schreiben, womit sie Geld verdienen: Das bedeutet ich stehe das ganze Jahr über draussen, bei wirklich jeder Witterung, und lade Betonteile auf LKW.
Makhani Mac and Cheese: Makhani-Sauce ist eine buttrige Sauce auf Tomatenbasis, am bekannsten ist sie wohl für Makhani-Chicken – aka Butter Chicken.