Schlagwort: chatgpt

  • 25-11-22 Ick bin ein ChaWiener

    25-11-22 Ick bin ein ChaWiener

    Endlich fand ich eine zweifellos sinnvolle Anwendung von ChatGPT. Es löst jetzt meine Captchas und ist dabei erfolgreicher als ich.

    Madame töpferte ein Seepferdchen nach Art eines mittelalterlichen Elefantenbildes. Allerdings steht ihr das Internet zur Verfügung und so konnte sie ihr Werk vor dem Abschluss noch einmal mit Bildern echter Seepferde vergleichen.

    Das Café Bilderbuch ist weg! Zumindest deutet Frau Karminrot das an und die Insolvenzmeldungen vom 11. August scheinen es zu bestätigen. Meine Reaktion „Oh gott! Sie haben das seelische Zentrum aus dem Kiez gerissen!“. Madame reagierte rationaler mit „Das sah schon lange so aus als sollte es mal überarbeitet werden, aber anscheinend war kein Geld mehr da.“ Passend dazu: Außerdem haben die Leute sich schon immer mit Lektüre wichtig gemacht. Schließlich wurde dafür extra das Café erfunden.– aber heute anders.

    Ich staune: Ich habe im Internet unseren Umzugswunsch bei der Telekom eingetütet und keine 10 Minuten später rief die zuständige Sachbearbeiterin mit sinnvollen Rückfragen und Informationen an. Bei o2 ist sowas nie passiert. Dafür stellt sich der neue anvisierte Stromanbieter tot. Na mal schauen.

    Es war ein Arbeits- und ein Prä-Umzugstag.

    Der Hof und der Müll

    T-10 bis zum Umzug. Wir verzehren die letzten Vorräte aus dem Gefrierschrank. Langsam häufen sich die Momente, in denen wir denken „Das letzte Mal, dass..“ oder „Bald nicht mehr..“

    Ein erfreuliches Bald-nicht-mehr wird auf jeden Fall der Abschied von den Haus-Hallodris. Die entpuppten sich zum Abschied noch einmal als rechte Rüpel-Eumel, als Madame höflich fragte, ob sie es sind, die seit neuestem das Hoftor abschließen und damit die BSR aussperren. Vermutlich getroffen in all‘ ihrer normal-vermüllenden Hallodrihaftigkeit – und gerade offenbar im Termin mit Opfern Kaufinteressierten – reagierten ein Hallodri mit Verbalaggression. Mon Dieu!

    Immerhin scheint ihnen durch das Gespräch aufgegangen, dass Müll-Berge im Hinterhof nicht dem Verkaufsclaim helfen, dass hier ein ordentlich-bürgerliches Haus steht. Passend zum Niveau und ihrem wir-scheuen-Kosten-und-Mühen-Anspruch versenkten sie den herumliegenden Müll jetzt erstmal im Papiercontainer. Mon Dieu!

    Mit der Dresdner Eisebahne

    Auch offiziell sind wir neue Menschen. Seit Freitag sind wir offiziell Bewohner des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf (ChaWi), im Personalausweis klebt ein neuer Aufkleber, seine elektronisch gespeicherten Daten wurden umprogrammiert.

    Zum Abschied fand der Termin in unseren ehemaligen Altbezirk Tempelhof-Schöneberg (TS) statt. Das einzig zeitnah verfügbare Bürgeramt lag an der Grenze von TS zu Brandenburg. Auf mit der Dresdner Eisenbahne ans südliche Ende Berlins nach Lichtenrade.

    Dort: eine epische Unterführung vom Ausmaß eines komplettem Kongresszentrums (siehe Der lange Anfahrtsweg der „Dresdner Bahn“) und ein backsteingeprägtes Ortsbild, dass in Madame sofort Norddeutschlandassoziationen weckte. Kaum sprache es aus, sahen wir eine Filiale des Lübeck/Hamburger Stadtbäckers Junge.

    Aber vor das Pain au chocolat hatte der Plan die Ummeldung gelegt. Das Bürgeramt sitzt im ehemaligen Christophorus-Kinderkrankenhaus. Nachdem wir gemeinsam mit der Sachbearbeiterin dem Start ihres Rechners beiwohnten, lief alles problemlos.

    Passend dazu besichtigte ich endlich die halbfertige Küche, wir brachten ein paar Sachen aus der Kategorie „Sperrig, empfindlich, nur selten benötigt“ aus der alten Wohnung in den neuen Keller.

    Nada

    Gelesen: Jean-Patrick Manchette: Nada – ein Buch, in dem die Akteure quasi immer überhastet, übereilt und spontan agieren, das in seiner Wirkung auf mich aber langsam zersetzend ist. Mit jedem Tag Abstand zur Lektüre denke ich mehr darüber nach und bin begeisterter.

    Paris, 1971, eine Stadt in grau und Dauerregen. Die Hoffnungen von 1968 sind zerstoben – aufeinander treffen eine wild zusammengewürfelte Gruppe der Links-Linken der Gruppe Nada zwischen Desillusionierung, sinnentleerter Gewalttätigkeit und dem Versuch sich an etwas festzuhalten und der Staat in Form emotionsloser Machtausübung.

    Nada entführt den amerikanischen Botschafter, ohne wirklich an Erfolg oder Sinn der Aktion zu glauben und wird im Anschluss vom französischen Staat in einer Schießerei plattgewalzt. Hoffnung hat niemand. Der einzige, der Freude empfindet, ist vielleicht der sadistische Kommissar.

    Fast ein Roman wie ein Gedicht – kein Wort zuviel: Die Szenen sind angerissen, die Dialoge auf das Notwendigste begrenzt, Stimmungen werden in zwei drei Worten gesetzt. Und doch, das deprimierte, graue, zynische Nach-68er-Paris so unfassbar gut getroffen. Ein Roman, für den ich fast ernsthaft französisch lernen möchte, um die Sprache im Original zu lesen.

    Direkt danach: Rainer Erler – Reise in eine strahlende Zukunft. Ein Politthriller von 1986 über Atommüll und Castor-Transorte. Auch kein schlechtes Buch. Aber im Vergleich zum Manchette davor halt, als hätte ich Foucault zur Seite gelegt und jetzt ein Gemeinschaftskunde-Lehrbuch ergriffen.

    Mit Dip, ohne Häuser

    Andere erleben Abenteuer, ich dippe. Immerhin erlebe ich Abenteuer ohne Ende, wenn ich versuche, die beim Dippen entstandenen Saucenflecken wieder aus den Shirts zu bekommen: Rote Beete-Raita

    Frau Blattspinat-U-Bahnverleih besuchte Mühlrose, das letzte für den Braunkohleabbau in der Lausitz abgerissene Dorf: und entdeckte ein Dorf ganz ohne Häuser: Nur mit Straßen, Hecken, erkennbaren Grundstückgrenzen und ganz besonders grünen Rasen auf dem ehemaligen Schwimmbadgelände: Das Dorf ohne Häuser

    Ein Lob des Performative Readings. (via Kieselblog)

    Biopics sind nicht meins. Aber diese Maria-Besprechung macht mich neugierig.

    Wer mit Katz fermentiert, fermentiert gut. Salzgurken bei Magentratzerl.

    Zum Abschluss: Forensic Accounting und KI

    Im Internet traf ich auf einen Artikel zum spannenden Thema KI und die Wirtschaft. Der Artikel hatte mich, als er von „Forensic Accounting“ sprach. Ansonsten ist er glaube ich dem größten Thema von LLMs / KI auf der Spur: Es verbrennt Millarden Dollar, die sich nirgendwo verdienen lassen:

    Nvidia invests in AI startups, startups commit to cloud spending, cloud providers purchase Nvidia hardware, Nvidia recognizes revenue, but the cash never completes the circuit because the underlying economic activity—AI applications generating profit—remains insufficient. (The Algorithm That Detected a $610 Billion Fraud: How Machine Intelligence Exposed the AI Industry’s Circular Financing Scheme)

    Was altbekannt ist, aber immer wieder wiederholt werden sollte:

    OpenAI, valued at $157 billion in its most recent funding round, reported $3.7 billion in revenue for 2025 according to The Information. The company simultaneously disclosed operating expenses of $13 billion, resulting in a $9.3 billion annual cash burn.

    Aber spannenderweise auch eine gute Nachricht für KI-Fans (wenn auch nicht für LLMs):

    November 20, 2025, represents an inflection point in financial markets. For the first time, algorithmic trading systems detected accounting fraud faster than human analysis. The 18-hour reversal from post-earnings euphoria to negative market territory reflects machine intelligence processing financial statement footnotes, calculating deviation from industry norms, and executing trades before human analysts completed their models.

  • 25-07-01 Glamour war Zoopalast, Spaßbad war Blubb, die U1 war die U2

    25-07-01 Glamour war Zoopalast, Spaßbad war Blubb, die U1 war die U2

    Wir tranken Bier (alkoholfrei) und Buttermilch.

    Es war ein latifundaler Sonntag und ein arbeitlicher Montag, weiterhin im Juni-Hochsommer. Die kurze Brutalhitze begann sich langsam anzukündigen.

    Am Montagmorgen passierte ich den Späti mit dem handgeschriebenen Corona-Gedächtnis-Schild: Dieser verkauft Masken, Klopapier und Küchenpapier.

    In Voraussicht der Hitzetage transportierten wir den Ventilator aus der Mittelmark nach Berlin. Madame bestellte Kälteschals.

    Montag war es schwül.

    In letzter Zeit häuft sich Besuch. Montagabend versuchte sich ein Gas-Vertrags-Verkäufer. Aber anscheinend war er neu im Job. Er hatte versäumt wieder zu Atem zu kommen, bevor er in unserem Stockwerk die Klingel drückte. Und so stand ein schwer hechelnder junger Mann vor mir, der kaum in der Lage war, sein Sprüchlein aufzusagen.

    Bachstelze am morgen

    Die Hausrotschwänze besuchen uns dieses Jahr weiterhin seltener in den märkischen Hamptons. Dafür kommen regelmäßig Bachstelzen. Offenbar haben sie ein Domizil in der Nähe bezogen.

    Als leichte Andeutung des Herbstes sammeln sich Stare zu schwärmen und ziehen am Himmel über die Kolonie.

    Auch der Marder kommt weiterhin. Etwas Regen letzte Woche, weichte den Boden genug auf, dass unser komplettes Auto von seinen schlammigen Fußabdrücken gezeichnet wird. Andere Menschen müssen so etwas notdürftig mit Aufklebern simulieren.

    Spaß mit dem Halluzinator: Ich nehme ein Bild eines grün-gelben Käfers auf, frage ihn: „Was ist das?“ Er antwortet mit einem Käfer, der immer rot-schwarz ist.

    Rückfrage von mir: „Hä?“

    Antwort: „Das hast Du sehr gut beobachtet!“ Diese Mischung aus kompletten Gaga-Antworten mit ewiger Lobhudelei – der Nutzwert generativer KI scheint mir weiter stark eingeschränkt, aber unterhaltsam ist sie auf jeden Fall.

    Spannender (und soweit ich beurteilen kann auch richtiger): Die Antwort des Halluzinators auf die Frage, warum auf der Wiese mal Knautien wachsen und mal Land-Reitgras (auch Landschilf). Auch wirkt seine Auskunft kompetent, was Boden, Mikroklima und verschiedene Mahd-Regime der Vergangenheit im Platterbsenbereiche von den vier Brennesselecken unterscheidet.

    Auch spannend: Dass ein eigentlich kleines Gelände so eine Vielfalt an verschiedenen Wuchszonen auf der Wiese bietet. Aktuell breiten sich Labkraut und Knautien aus, während Reitgras stabil bleibt, Glatthafer potenziell auf dem Rückzug ist.

    Eines haben die Halluzinator-Auskünfte der Wikipedia voraus: Der Halluzinator weiß, dass das rötlich blühende Reitgras in der Abendsonne poetisch aussieht. Wikipedia verschweigt das.

    Unbekannter Käfer. Auf jeden Fall kein Oulema melanopus

    Gedanken schwirren lose wie Fruchtfliegen um mich her

    Während ich dies schreibe, mache ich mich für den Teamtag am Wannsee bereit; in einem Team voller gebürtiger Berliner wird das zum Teil ein Trip down memory lane. Passend dazu läuft das Dota-Kehr-Lied zur Westberlin-Nostalgie:

    Und ich bin im alten Westberlin / das es komischerweise immer noch gibt .. Komm wir verschleudern die gute Laune am U-Bahnhof Bundesplatz / Bleiben am Steintisch sitzen / oder fahren raus zum Wannsee mein Schatz .. Wir waren im Linientreu, waren im Rock-it / mit Schülerausweis 16 und drei Getränken frei / Glamour war Zoopalast, Spaßbad war Blubb, die U1 war die U2

    Denn die Post brachte Dota die Triple-Deluxe-Box von Dotas crowdgefundetem Albun Springbrunnen. Es kamen das Album, das Bonus-Album, das Live-Solo-Album (mit Westberlin) und das Liederbuch – und jetzt bin ich beschäftigt. Soviel Text. Soviel Musik. Quasi alles davon spannend, interessant, bedenkenswert. (Besprechung im Rolling Stone von Album 1: Obwohl Dota Kehr schon zweimal den Deutschen Kleinkunstpreis gewonnen hat, ist der Pop auf „Springbrunnen“ viel zu groß, um noch als Kleinkunst durchzugehen.)

    Falls ihr nichts mehr von hört, ich bin Dota hören und lesen.

    Essen bei Hitze

    Als Erinnerung (auch an mich selbst): Der Crocky bleibt beim Kochen ziemlich kühl – gut wenn man nicht noch Zusatzgrad in der Küche produzieren will: Gabi Frankemölle mit Die 10 besten Slowcooker-Gerichte für den Sommer

    Noch besser: Das Restaurant im Fluss: Chef Dean Baldwin Lew was looking to host a dinner of an invasive species. The Ministry of Natural Resources told him that it was illegal to carry the Rusty Crawfish over land as a single pregnant animal could extend the population to another watershed. His only option to cook & serve was to do the whole thing in the actual river where they are caught. (via Messy Nessy Chic)

  • 25-06-21 Bannstrahl für Waschbären

    25-06-21 Bannstrahl für Waschbären

    Zum Donnerstagnachmittag: Wüste Taubenrandale auf dem Gerüst. Madame diagnostizierte Junghähne.

    Zum Donnerstagnachmittag: Eine Fahrkartenkontrolleurin in der S-Bahn lobte Madames Bluse.

    Zum Donnerstagabend: Ein brennendes Wohnmobil auf der Stadtautobahn. Zum Glück in der anderen Richtung, und zum Glück war die Feuerwehr schon da als wir kamen.

    Danach: Tagelange Sonnenuntergänge in Pastell, begleitet von Fledermausinvasionen.

    Es war ein arbeitender Freitag in Berlin und ein freiseiender Samstag. Der Hochsommer drückte sich breit in die Stadt und auf das Land.

    Stand der Bachelorarbeit: 15 Seiten schlechter Text. Bis zum Ende des Monats die 30 Seiten schlechten Text hinzubekommen, ist noch möglich.

    Der Kaptain durchlief alle menschendenkbaren Untersuchungen, bis auf die eine, die auf Montag angesetzt wurde. Immerhin fand sie jemand, der ihr auf dem E-Book-Reader das Krankenhaus-Wlan einrichtete. Wir wünschen Kopf hoch.

    Freitag früh ein Reh zum Frühstück. Ich kam um 5:40h an das Bungalowfenster, und sah wie es sich grad erhob und zum Frühstück ein paar Knopsen einer Ramblerrose snackte, die wir außerhalb des Zauns auf die Ausgleichsfläche gesetzt hatten. Ein Gefühl zwischen „Oh wow!“ und „Verschwinde, du Mistviehl!“

    Fahrräder und ChatGPT

    Kurz danach: Der Prignitz-Express von den Latifundien zu den Südkreuz Offices und zum Freitagabend ein überfüllter RE mit Pendlern, Wochenendausflüglern mit Fahrrad und Kegel und einem halbierten Zug. Rudelkuscheln im Regio.

    Während der diversen Bahnfahrten, sah ich jemanden eine Dreiviertelstunde offensichtlich einer Erwerbsarbeit nachgehen, die nahezu ausschließlich in der Bedienung von ChatGPT auf dem Tablet bestand. Und ich fragte mich, ob das ein Zeichen dafür ist, dass sein eigentlicher Job bald überflüssig ist und ChatGPT den middle man ersetzen wird?

    Endlich einmal gelang es mir, etwas zur Graugießeren Velten zu recherchieren, deren imposante Industrieruine ich regelmäßig vom Prignitz-Express aus sehe und die ich doch immer wieder vergesse bis ich mein Ziel erreichte. Offenbar ein Teil des ehemaligen Stahlwerks in Hennigsdorf, aber doch älter als dieses.

    Echsenmenschen

    Madame traf sich Freitagabend auf den Latifundien mit der Selbsthilfegruppe Ex und ich durfte freundlicherweise dabei sein.

    Der Brandenburger Waldgänger erzählte, wie er erst im Wald seinen alten Job fand – Anzugjob am Potsdamer Platz, der Chef war Jäger und jetzt seine neue Beschäftigung: „Da steht halt so ein Sägewerk neben meinen Wald und die sind alle ganz gemütlich da.“

    Nebenbei schaffte er es, einen Stapel an Würsten, Schweinefleisch, Geflügel und Käse gleichzeitig auf dem Grill für eine Neunergruppe gar zu bekommen – Respekt.

    Es gab Aperol und alte Geschichte, neue Entwicklungen und immer wieder staunen, was man alles durchmachen kann. Gesprächsthema: Schlechter Job oder Rente? Was ist schlimmer?

    Sommerfestzeltaufbau

    „Bringt zur Versammlung Stühle und Eure eigenen Becher mit.“ Die Versammlungen des Gartenvereins sind nicht wie andere Versammlungen.

    Spannend der Unterschied zum letzten Wochenende: Letzte Woche: Wikimedia Deutschland, 113.000 Mitglieder, 180 Angestellte – 210 Minuten Versammlung, Samstag der Gartenverein, 90 Mitglieder alles ehrenamtlich – 120 Minuten Versammlung.

    Bei WMDE alles minutiös durchgeplant, mit Hybridteilnahme, einer professionellen Online-Regie, Rechtsanwalt und Moderation, die am Tag vorher einen mehrstündigen Generaldurchlauf gemacht hatte.

    Hier ein Ereignis, bei dem die Wahl so informell war wie möglich („Muss ich wirklich jedes mal fragen, ob sich noch jemand bewirbt? – Ja, musst du.“), und inklusive mehrminütiger Diskussion weil zwar zwei Personen zweite*r Gartenwart*in werden wollte, aber niemand Erste. Dafür konnte es halt passieren, dass das Festkomittee noch ein paar ausgiebige Schwänke vom Kuchenbuffet erzählte und sich in Details zum Sommerfestzeltaufbau verlor.

    Letztlich war es entspannt. Alle großen Spannungspunkte der letzten Jahre haben sich in Wohlgefallen aufgelöst oder sind andernweits befriedet. So war Zeit, neben dem Sommerfest und dessen Kuchenbuffet auch noch über die Waschbären zu reden. Der Vereinsvorstand belegte sie mit einem Bannstrahl.

    Der Einsatz des Jägers wurde letztes Jahr noch abgeblasen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Waschbären zwar lebend gefangen werden, aber danach trotzdem umgebracht.

    Was kein Wunder ist. Welche*r Jäger*in würde sich beliebt machen mit dem Satz „Ich hab hier noch ein Dutzend Waschbären, darf ich die bei Ihnen aussetzen?“

    Nun aber scheint zumindest bei einer Partei der Leidensdruck so hoch, dass sie auch der Waschbärtötung zustimmen würde.

    Früher trugen Studenten Kokarden, vermutlich deshalb heißt die Kokardenblume auch Studentenblume

    Nach der Vereinsversammlung kamen Miss Bilanz und die Hamburger Washingtonerin oder auch die Seattler Hamburgerin. Aber das ist eine andere Geschichte für einen anderen Blogpost. Erst einmal will ich nur vom Garten erzählen.

    Denn quasi von März bis Oktober denke ich „Wir haben ganz schön viele Insekten im Garten.“ An einigen ausgewählten Tagen an „Ich bin Franz von Assissi der Schmetterlinge und Wildbienen. Ich mache einen Schritt und überall schweben sie um mich herum.“

    Ein solcher Tag war es, die Schmetterlinge finden Temperaturen jenseits der 30 Grad offenbar besser als ich. Neben den üblichen – Kohlweißling, Zitronenfalter, Hauhechelbläuling – gesellten sich Mengen an Distelfalter, kleinen braun-orangen Tierchen (noch unbestimmt) und Schachbrettern. Sie balgten und sie liebte sich.

    (Und ich freute mich, dass der Halluzinator den Schachbrettfalter als Indikator für gesunde Wiesen betrachtete – da ließ ich mal alle Skepsis ob seiner Kompetenz sein). Ein Wesen, eine Mischung aus Mücke, Heuschrecke und Taube, versuchte ihren Legerüssel in meinem Arm zu platzieren. Ich hoffe ohne Erfolg.

    Die Rosen blühen wie blöde, und auch das Reh war mehrfach da. Vor allem aber konnten wir im milden Lüftlein sitzen, die Tageshitze unter dem Sonnenschirm auswarten, und Abends dann in Bewegung übergehen.

    Some Science

    Willkommen im Museum of All Things

    Küchenlatein wird 20 und da gratuliere ich natürlich!

    Zur Geschichte des Harzens in der DDR. (mit dem tollen. tollen Harzmobil)

    Herr Rau recherchiert Schreibmaschinen-Kunst.

    ChatGPT macht dumm.

    Warum google meint, dass am 11. eines Monats weniger passiert als an anderen Tagen.