26-04-21 How do you know when the hug is done?

Madame erklärte den Unterschied zwischen einem Algorithmus und KI.

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Ich war das erste Mal seit Januar 2025 unprovoziert auf einer US-News-Website. So tief sitzt der Stachel.

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An der most plastic Plastic Plaza Berlin, dem Uber-Platz zwischen der Uber Arena und der Uber Eats Music Hall, wollten wir Essen. Wer zuerst kommt, sucht aus. Madame wählte den Kumpir Club, oder wie mir ihre Rechtschreibprüfung mitteilte: Sitze bei lumpig.

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Bestandsaufnahme nach dem Regen: Die Ahornblüten am Parkplatz wurden komplett niedergeschwemmt. Der rosa Fluschelpuffel hielt sich tapfer. Unter dem Magnolie im Office-Innenhof steht aktuell eine weiß überzogene Buxbaumkugel.

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Es war ein Regensonntag im Garten und ein Trockenmontag zwischen Arbeit und Hail Mary.

Wesselburen ist AWBU, Lörrach ist RLR

Dank Uschi wurde ich auf die wunderbare Welt der Bahn-internen Bahnhofsbezeichnungen hingewiesen, Nach diesen hat zum Beispiel der Hauptbahnhof Hannover die Bezeichnung HH, der Hamburger Hauptbahnhof wird hingegen AA geschrieben.

Ich folgte der Spur und stellte fest, je tiefer ich mich in das Thema hineinbegebe, umso unklarer wird, warum welcher Bahnhof wie betitelt ist. Nur scheinen Telegrafenkürzel des 19. Jahrhunderst einiges damit zu tun zu haben.

Damit ich nicht komplett im Kaninchenloch verschwinde, arbeitete ich mich mit Bekanntem wieder heraus: Der Bahnhof Südkreuz trägt das Kürzel BPAF – Ich vermute Berlin Papestraße Fernbahnhof.

Die Schubkarre füllte sich

Madame hechtete aus der S-Bahn in den mit laufendem Motor bereit stehenden Subaru, um mit auf die Latifundien zu kommen. Denn wir noch nachts ankämen, würden wir morgens bereits im Garten aufwachen. Es galt das Drittel des Tages zu erwischen bevor zur Freude des Gartens und zur Unfreude der Gärtner*innen der große Landregen begann.

Vor dem Regen: Die Kirschallee in der Ferne leuchtete über das Feld. Kirsche und Steinfrüchte in der Nähe leuchteten über den Garten. Ich himmelte die rosa Staubblätter in der weißen Birnenblüte an. Unter dem Rotdorn blühte die einzige tapfere rote Tulpe, die dort seit Jahren blüht. Vom Feld schaute ein großer schwarzer Hund zu uns hinüber.

Wir versuchten eine Kaffegartenrunde zu absolvieren, die einerseits vor dem Regen fertig würde, andererseits auf gar keinen Fall Anzeichen von Eile zeigte – denn das stünde dem Zweck dieser Runde komplett entgegen.

Im beginnenden Regen: Madame brachte den Rosendünger aus. Ein Eichelhäher lieferte eine Flugshow an der Pergola.

Im Starkregen: Madame arbeitete, ich las weiter in Exhalation. Dazu im Deutschlandfunk Django Reinhardt über Bach, danach die Ska-Urgesteine El Bosso & die Ping-Pongs.

Im Erdgeschoss bestellen, im dritten Stockwerk abholen und essen

Liebes IMAX, wir müssen über den Ausdruck „normal“ reden. Ich bin nun wahrlich kein der Connaisseur der Kleinportion. Aber in dem was ihr unter einem „normal“ großen Popcorneimer verkauft, hätte mensch Spaghetti für eine komplette Jugendhandballmannschaft kochen können.

Wobei ich beim Popcorneimer noch dachte „naja, ist halt für Menschen, die auch Freunde haben, die teilen sich das.“ Aber die Colabecher in denselben Proportionen. Are you kidding?

southpark verlässt das Arthouse-Biotop, geht ins UCI luxe und staunt; nicht nur darüber wieviel Geld mensch für eine einzige Kinokarte ausgeben kann, auch für ein paar Magnum-Bons, die acht Euro kosten – und es Menschen gibt, die dies bezahlen. Eine wundersame Welt.

Der Besuch dieser Welt lohnte: denn nirgends ist der Screen größer und der Sound besser und es galt ein Weltraumepos zu sehen.

Aber vorher: Werbung.

Dieses Bild zeigt nicht wie steil die Plätze bergab gehen und wie riesig diese Leinwand ist.

Spider Wars 14

Ein anderen Kino bedeutet andere Werbung. In diesem Falle bedeutet ein Mainsteam-Blockbuster-Kino auch Werbung für Mainstream-Blockbuster-Filme.

Es gab Werbung für Scream 7 (8? 9?), Spider Man irgendwas, Star Wars das-will-doch-wirklich-niemand-mehr-zählen. Inspirierend, und sei es nur anregend zur Geldausgabe-für-ein-Kinoticket wirkte das jetzt nicht.

Was mich aber noch mehr überraschte als die inhaltliche Ödnis der Trailer: Ich saß in der Überwältingungsmaschine IMAX und die Trickeffekte sahen dennoch bestenfalls nach einem mittelmäßigen Computerspiel aus. Letztens las ich noch in einer Überschrift, dass Film-CGI in den letzten Jahren schlechter wird. Mein visueller Eindruck schien das zu verfestigen.

Oder ich hatte noch keine Brille ich das letzte Mal in einem echten Special-Effects-Film war.

Den Trailern nach zu urteilen, besteht großes Kino derzeit überwiegend aus der Fortsetzung der Fortsetzung einer Serie, die 1980 ihren kreativen Höhepunkt hatte, und nun mit zweifelhaften CGI aufgepimpt wird.

Da freue ich mich die über all jene, die sich davon nicht abschrecken lassen, trotzdem ins Kino gehen, dort riesige Popcorneimer kaufen und damit das IMAX finanzieren, auf dass ich es auch einmal in 10 Jahren besuchen kann.

Im Atmen orientierte er sich an Katharine Hepburn

Popcorneimer waren angebracht. Wir sahen „a masterpiece of a family popcorn movie“ – The Astronaut/Project Hail Mary mit Ryan Gosling, Sandra Hüller und Rocky der Puppe.

Toller Film, nicht lebensveränderung, keine große Kunst, aber ein richtig, richtiger schöner popcorniger, lieber, emotionaler, ästhetisch toller Popcornfilm.

Und, beste Entscheidung, weitgehend ohne Computergrafik. Denn die Macher*innen des Films verließen sich auf die jahrhundertealte Kunst des Puppenspiels. Das tolle, großartige Alien Rocky war eine Puppe, die von sechs Rockyteers gespielt und vom Hauptrockyteer James Ortiz gesprochen wurde.

(Für Hintergrund: A Little Baby Owl. A Little Katharine Hepburn. All Alien.)

Denen gelang es, eine Puppe zu erschaffen, die wirklich Alien, nicht-menschlich-nicht-tierisch aussieht, und doch so viel „Gestik“ und Leben in sich hat, dass mensch sie sofort knuddeln möchte. Wie Ryan Gosling auch – der aber dann das Konzept einer Umarmung erklären muss.

„Wann ist die Umarmung vorbei?“ – „Man merkt es.“

Notat

Service: hier veröffentliche die DB InfraGo die komplette Excel-Liste sämtlicher Abkürzungen der Betriebsstätten.

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Für den Herbst. Es war gar nicht so einfach, noch Narzissenlücken zu finden. Außer der Stelle am Obstbaumweg zwischen neuer Birne und Mirabelle, die wir immer vergessen.

Nett wären welche im Landschilfhain.

Und unter dem Wohnzimmerfenster.

Telechandler

In der neuen Folge erklärt Franceso Wilking von Die Höchste Eisenbahn und Tele, wie er mit 16 in das Werk von Bob Dylan eintaucht.. und das wird Madame vermutlich interessieren, weil der 16jährige Francesco in ihrer eigenen Schulband spielte. (via)

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Auch ’ne Idee zur Studienfinanzierung: Sie kümmert sich

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Und ich stellte es mir komisch vor, zum letzten Mal die Tür zu schließen. Dann andererseits auch nicht, man schließt ständig irgendwelche Türen zum letzten Mal, macht es sich nur nicht bewusst und kann natürlich alles mit Bedeutung aufladen, wenn man dazu neigt. Ich neige dazu nicht. Aber die Tür zum Elternhaus ist dann ja vielleicht doch, naja, wir werden sehen, dachte ich mir.

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Borges meinte glaube ich mal, dass die besten Rezensionen zu nicht-erschienenen Büchern geschrieben werden. Rein subjektiv gilt das natürlich auch für nicht gelesene Bücher. Zumal wenn es Bücher sind, die ich durchaus lesen könnte, aber irgendwie nie dazu kam: Einige Gedanken zu „Lebwohl, mein Liebling“ von Raymond Chandler

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An liebe jedes Wort in diesem Text.

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